Die nie verwirklichten Brunnen der Konstablerwache sichtbar machen
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Zusammenfassung
Der Antrag fordert, die nie verwirklichten Brunnen der Konstablerwache für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen, um die Geschichte der künstlerischen Entwürfe von Ulrich Beier, Norbert Kricke und Jean Tinguely darzustellen. Dies soll durch informative Tafeln oder digitale Angebote geschehen, um das Bewusstsein für die künstlerischen und politischen Hintergründe zu schärfen und eine Diskussion über die Bedeutung von Kunst und Wasser im öffentlichen Raum anzuregen.
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Zeil — 31 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 30.08.2026.
- Grünes Dach für die Zeil30.08.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Wasserspielgeräte: Spielend erfrischen und Umgebung kühlen19.06.2026 · B (Bericht des Magistrats)
- Die Liegenschaft Zeil 17 bis 21 – unter anderem frühere Stadtbibliothek – steht seit Jahren leer. Ich frage den Magistr18.06.2026 · F (Frage zur Fragestunde Stadtverordnetenversammlung)
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Der Ortsbeirat möge gemäß § 3 Absatz 10 GOOBR folgende Anregung an den Magistrat (OM) beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, im Umfeld der Konstablerwache in geeigneter und dauerhaft wahrnehmbarer Form an die Geschichte der drei prämierten, jedoch nie verwirklichten Brunnen- und Kunstentwürfe von Ulrich Beier, Norbert Kricke und Jean Tinguely zu erinnern.
Die Darstellung soll die jeweiligen Entwürfe, die Hintergründe ihres Scheiterns sowie die damaligen Planungen und Entscheidungen der Stadt Frankfurt am Main verständlich erläutern. Hierfür kommen beispielsweise eine Informationstafel, eine Stele oder ein digitales Informationsangebot über einen QR-Code in Betracht.
Begründung
Viele Frankfurterinnen und Frankfurter erinnern sich an die Geschichte eines für die Konstablerwache vorgesehenen Brunnens, dessen Aufstellung Jean Tinguely wegen der Gestaltung des Platzes abgelehnt haben soll. Häufig wird dabei angenommen, dass ein bereits fertiggestellter und mit erheblichen öffentlichen Mitteln finanzierter Brunnen anschließend verschwunden sei.
Die tatsächliche Geschichte ist vielschichtiger: Über mehrere Jahre hinweg wurden unterschiedliche künstlerische Entwürfe für die Konstablerwache beziehungsweise für andere Frankfurter Plätze prämiert, verworfen oder an einen neuen Standort versetzt. Neben Jean Tinguely waren daran auch die Künstler Ulrich Beier und Norbert Kricke beteiligt. Keiner der betreffenden Entwürfe wurde auf der Konstablerwache verwirklicht.
Diese ungewöhnliche Geschichte ist ein bemerkenswertes Kapitel der Frankfurter Stadt-, Planungs- und Kunstgeschichte. Sie erzählt von hohen gestalterischen Ansprüchen, politischen Entscheidungen, gescheiterten Verhandlungen und der bis heute kontrovers beurteilten Gestaltung der Konstablerwache.
Eine anschauliche Darstellung vor Ort würde die Geschichte des Platzes für Anwohnende, Besuchende sowie Passantinnen und Passanten erlebbar machen. Zugleich könnte sie die öffentliche Diskussion darüber anregen, welche Bedeutung Wasser, Kunst und Aufenthaltsqualität künftig für die Konstablerwache haben sollen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 2. August 2026 brachte GRÜNE im Ortsbeirat 1 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 18.08.2026 im OBR 1 abgelehnt.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, AfD und FDP gegen GRÜNE und Linke (= Annahme)