Höhere Temperaturen wegen "Stadtteil der Quartiere"
Zusammenfassung
Der Ortsbeirat fordert den Magistrat auf, die Auswirkungen der Bebauung des "Lachgrabenquartiers" auf die Nachttemperaturen und den Hitzeschutz zu prüfen. Dies geschieht im Kontext des Klimawandels und der akuten Hitzetage im Sommer 2026. Ziel ist es, die Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung in der Stadt zu bewahren.
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Thema Stadtplanung verfolgenAntrag
Der Ortsbeirat fragt den Magistrat:
- Welche Temperaturen wurden in der zweiten Nachthälfte im Sommer 2026 in den an das geplante "Lachgrabenquartier" angrenzenden Stadtteilen als Höchsttemperaturen gemessen?
- Wie aussagekräftig sind die in 2022 veröffentlichten Untersuchungen/Simulationen im Hinblick auf immer heißer werdende Sommer?
- Plant der Magistrat, neue Simulationen auf der Grundlage der nun tatsächlich eintretenden Klimaveränderungen durchzuführen?
- Wurde bei der Simulation, die dem Bericht von 2022 zugrunde liegt, ein "Aufschaukeln" der Nachttemperaturen bei mehreren hintereinander erfolgenden "Tropennächten" berücksichtigt oder wurde nur eine einzelne Nacht betrachtet?
- Wie viele "Tropennächte" mit Temperaturen über 20 Grad Celsius gab es im Sommer 2026 in den an das "Lachgrabenquartier" angrenzenden Stadtteilen hintereinander?
- Hält der Magistrat seine Aussage, dass die umliegenden Wohngebiete wegen ihrer "klimaökologisch günstigen Lage am Stadtrand" weiterhin auch in Hitzesommern die Bedingungen für erholsamen Schlaf erfüllen würden, aufrecht?
- Sieht der Magistrat Möglichkeiten, durch Modifikationen an den Planungen die Auswirkung der Bebauung im Hinblick auf den Hitzeschutz weiter zu optimieren?
Begründung
Der Hitzesommer 2026 zeigt deutlich, wie sich der Klimawandel auf das Leben der Menschen in Frankfurt auswirkt. Städtische Gebiete heizen sich stärker auf als Umgebungen mit viel Grün. Im Klimaplanatlas der Stadt Frankfurt wird großen Teilen des Ortsbezirks 8 schon 2016 "moderate Überwärmung" attestiert. Es ist also bereits seit zehn Jahren zu warm. Der allergrößte Teil der Wohnungen im Ortsbezirk 8 verfügt nicht über eine Klimaanlage.
Im Zwischenbericht der Vorbereitenden Untersuchungen zur SEM 4 wird bei einer Bebauung des Geländes angenommen, dass sich innerhalb der heutigen Siedlungsbereiche in der zweiten Nachthälfte die Temperatur "großräumig" um 1 Grad erhöht, an einigen Punkten aber um 2,4 Grad. Das würde eine erhebliche Verschlechterung für die Gesundheit der Bevölkerung bedeuten.
Der Anfang einer Hitzewelle ist für die Menschen in den betroffenen Gebieten meist noch erträglich, doch dann wird es Tag für Tag wärmer in der Wohnung. Von großer Bedeutung sind dabei die Temperaturen in der Nacht. Ob es um 2,4 Grad mehr oder weniger abkühlt, spielt eine große Rolle bei der Frage, ob es gelingt, die Temperatur in der Wohnung durch nächtliches Lüften noch erträglich zu halten und nachts Schlaf zu finden. Laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts lag die Zahl an Hitzetoten in Hessen bereits Ende Juni 2026 bei 600, für ganz Deutschland bei 5120. Es ist also kein Luxus, bei erträglichen Temperaturen schlafen zu können, sondern überlebensnotwendig.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 26. Juli 2026Sie sind hierOFOF 52/8Höhere Temperaturen wegen „Stadtteil der Quartiere“Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
- 20. August 2026VV 112Höhere Temperaturen wegen „Stadtteil der Quartiere“Anfrage
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: CDU, GRÜNE, Linke, BFF-FREIE WÄHLER, FDP und ELF gegen SPD (= Ablehnung)