OIBs zeitnah bearbeiten und auszahlen
Zusammenfassung
Der Ortsbeirat fordert den Magistrat auf, die Bearbeitung und Auszahlung von OIBs innerhalb von vier Wochen sicherzustellen, um die Zahlungsmoral der Stadt Frankfurt zu verbessern. Dies ist notwendig, da die aktuellen Verzögerungen von über 150 Tagen negative Auswirkungen auf die betroffenen Institutionen haben.
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Thema Wirtschaft und Tourismus verfolgenAntrag
In der Geschäftswelt richtet man sich bei der Definition des Zahlungsziels für Zahlungen in Deutschland in der Regel an den 30 Tagen nach §286 Absatz 2 BGB aus. Der Schuldner hat 30 Tage Zeit, seine Rechnung zu verbuchen, zu prüfen und zu bezahlen. Wer nach 30 Tagen nicht zahlt, bekommt eine Mahnung, dann einen Mahnbescheid und/oder die Sache geht in ein Gerichtsverfahren. Der Frankfurter Magistrat braucht jedoch regelmäßig erheblich länger als 30 Tage, in einigen Fällen gar mehr als 150 Tage zur Auszahlung. Dies wirft ein negatives Bild auf die Zahlungsmoral der Stadt Frankfurt. Diese Verzögerungen treffen insbesondere die Ortsbeiräte und die von den OIBs bedachten Institutionen, die sich nicht auf eine zeitnahe Auszahlung verlassen können. Damit ist das Instrument der OIB in Frage gestellt, wenn man nicht mit einer Auszahlung zeitnah rechnen kann, sondern ein halbes Jahr oder länger warten muss. Insbesondere ist es in der Außendarstellung desaströs, wenn man einerseits für Fair Trade wirbt, aber selbst eine mangelhafte Zahlungsmoral an den Tag legt.
Dies vorangestellt möge der Ortsbeirat gemäß § 4 Absatz 9 GOOBR folgendes Auskunftsersuchen an den Magistrat (V) beschließen:
Der Magistrat möge beantworten:
- Welche Schritte wird der Magistrat unternehmen, um künftig OIBs innerhalb von 4 Wochen abschließend zu bearbeiten?
- Warum dauert es mindestens weitere zwei Monate, bis nach Erstellung einer Stellungnahme die Auszahlung erfolgt?
- Bei Nachfragen zu Zahlungsverzögerungen wird seitens des Magistrats oft Krankheit oder Urlaub von Mitarbeitenden angeführt. Hängt das Finanzsystem der Stadt Frankfurt tatsächlich von einzelnen Personen ab, und gibt es hierfür keine Stellvertreterregelung?
- Bei Nachfragen zu Zahlungsverzögerungen wird zudem auf "den Haushalt" verwiesen. Der Magistrat möge bitte erklären, wo der Zusammenhang einer OIB, für die es bereits einen Haushaltsposten gibt, zur Aufstellung des Gesamthaushalts ist?
- Gedenkt der Magistrat die Regeln für Fair Trade auch selbst anzuwenden oder gilt dies nur für einzelne Lieferanten?
Begründung
Die OIB 69 / 2022 wurde am 10.01.2022 beschlossen und ist bis heute nicht ausgezahlt. Nach mehreren Nachfragen wurde der Auszahlungstermin immer wieder verschoben. Nach letztem Stand ist die Auszahlung "Mitte Juni" geplant.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 7. Juni 2022Sie sind hierOFOF 511/1OIBs zeitnah bearbeiten und auszahlenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 28. Juni 2022VV 441OIBs zeitnah bearbeiten und auszahlenAnfrage
- 26. September 2022Antwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 2210OIBs zeitnah bearbeiten und auszahlenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme