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Gleichberechtigten Zugang zu bezahlbarer Nahversorgung sichern: Ansiedlung eines Discounters in Kalbach unterstützen

Vorlagentyp: OFGRÜNE
1 SitzungAbgelehnt
Vorlage
Idee
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Zusammenfassung

In Kalbach wird ein zusätzlicher Lebensmitteleinzelhandel, insbesondere in Form eines Discounters, gefordert, um der mangelhaften Nahversorgung entgegenzuwirken und die Chancengleichheit zu fördern. Der Antrag zielt darauf ab, die Bedürftigkeit und mögliche Standorte für einen Nahversorger zu prüfen. Dies ist essenziell in Anbetracht der wachsenden Bevölkerung und der aktuellen Unterversorgung im Gebiet.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

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Carbonestraße — 2 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 19.06.2026.

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Antrag

Der Magistrat wird gebeten, den Bedarf für mehr Lebensmitteleinzelhandel in Kalbach - namentlich im Discountbereich - zu prüfen und gegebenenfalls dessen Deckung zu unterstützen. Grundlage hierfür ist das Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2018 (M203 2020). Dieses verfolgt das Ziel einer möglichst ausgewogenen und flächendeckenden Nahversorgung. Die Stadtentwicklungsziele der Stadt Frankfurt nennen als Zielgröße für eine flächendeckende fußläufige Versorgung die kritische Distanz von 600 Metern zum nächsten Versorger (https://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de/fragen_und_antworten _zum_einzelhandel_19050.html), was für relevante Teile von Kalbach derzeit deutlich verfehlt wird. Zu prüfen ist insbesondere, ob die Ansiedlung eines Nahversorgers durch die Aufnahme in den Bebauungsplan Nr. 947 - Gewerbegebiet Talstraße/Carbonestraße (M2 2026) abgedeckt werden kann oder welche alternativen Standorte zur Verfügung stehen.

Begründung

Derzeit leben ca. 5800 Menschen in Kalbach. Der Bundesdurchschnitt für die Verkaufsfläche des Einzelhandels pro Einwohner*in liegt derzeit bei 1,5 m (https://einzelhandel.de/images/publikationen/Zahlenspiegel_2025_22Okt.pdf). Dies ergäbe einen Wert von rund 8700 qm für Kalbach, welcher drastisch unterschritten wird. Die Verkaufsflächendichte für den Lebensmitteleinzelhandel liegt im Bundesdurchschnitt bei ca. 0,43 m² je Einwohner*in (Quelle: Statista GmbH Hamburg 2021, Verkaufsfläche der Lebensmittelgeschäfte in Deutschland 2019). Dies ergäbe einen Wert von rund 2500 m2 für Kalbach. Der einzige Vollversorger Kalbachs, die Rewe-Filiale Lange Meile 33, bietet 750 m2 Einkaufsfläche (https://www.fr.de/frankfurt/einkaufen-umwegen-11141394.html). Ergänzende Angebote in Kalbach sind das Spezialitätengeschäft "Basra Asian Food", die "Bäckerei Gangel", und die "Metzgerei Kaiser". Diese leisten einen wertvollen Beitrag für die Versorgung vor Ort. Ob diese jedoch ausreichen, die Vollversorgungslücke zu schließen, sei zur Prüfung überlassen. Es bleibt festzustellen, dass Kalbach im Bundesdurchschnitt unterversorgt ist. Einkommensschwache Bewohner*innen Kalbachs sind aktuell gezwungen, kostengünstigere Einkaufsmöglichkeiten in den umliegenden Ortsbezirken aufzusuchen. Neben der finanziellen Belastung durch Mobilitätskosten besteht hier auch ein höherer Zeitaufwand für den Einkauf, was in Summe eine Benachteiligung darstellt. Daher wäre die Ansiedlung eines Discounters hier ein inkludierendes Mittel zur Chancengleichheit. Dies soll vor allem unter den Gesichtspunkten der Eindämmung der Gentrifizierung des Ortsbezirks aber auch des tatsächlichen Bedarfs an Nahversorgung des wachsenden Stadtteils passieren. Die fußläufige Erreichbarkeit von Nahversorgung wird wie schon oben erwähnt in den Stadtentwicklungszielen genannt. Diese helfen, den Zwang zur Nutzung eines PKWs zu vermeiden und sind somit förderlich für Umwelt und die Chancengleichheit für Menschen ohne eigenes Auto. Kalbach-Riedberg ist der am stärksten wachsende Stadtteil Frankfurts (https://statistikportal.frankfurt.de/statistik_aktuell/2025/FSA_2025_13.html). Neben der Grundversorgung im Allgemeinen sollte hier im Hinblick auf die Stadtentwicklung einer Gentrifizierung vorgebeugt werden. Durch die nicht-Ansiedlung von Einzelhandel für ökonomisch schwächere Bevölkerungsschichten kann die Bevölkerungsverschiebung zu homogenen Milieus verstärkt werden. Dies ist im Hinblick auf eine vielfältige Stadtstruktur abzulehnen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet

Der Weg dieser Vorlage

Am 10. August 2026 brachte GRÜNE im Ortsbeirat 12 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 21.08.2026 im OBR 12 abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 12
Sitzung 3 · 21.08.2026
TO I, TOP 21
Abgelehnt
Die Vorlage OF 41/12 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDU1 GrüneSPDFDPVoltLinkeBFF
Ablehnung:
3 Grüne
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, 1 GRÜNE, SPD, FDP, Volt, Linke und BFF gegen 3 GRÜNE (= Annahme)

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Ortsbeiratssitzung