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Haushalt 2022 Muttersprachliche Drogensozialarbeit für Farsi sprechende geflüchtete Menschen sowie Migrantinnen und Migranten weiterhin sicherstellen

Vorlagentyp: OFGRÜNE
2 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die Stadtverordnetenversammlung auf, die finanzielle Unterstützung für die muttersprachliche Drogensozialarbeit für Farsi sprechende Menschen in Frankfurt aufrechtzuerhalten. Dies ist notwendig, um den besonderen Bedürfnissen dieser Klientel gerecht zu werden, die aufgrund von Flucht und Vertreibung in einer schwierigen Lage sind.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

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Thema Gesundheit und Soziales verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung wird aufgefordert, zur Aufrechterhaltung eines Angebotes für Farsi sprechende Menschen in der Drogensozialarbeit im Bahnhofsviertel 80.930,98€ / Jahr durch die AIDSHilfe Frankfurt e.V. im Haushalt (für Personalkosten einer Sozialarbeiterstelle inkl. Sachkosten und Ausstattung) einstellen zu lassen.

Begründung

Die Drogenhilfe in Frankfurt bietet differenzierte Hilfen für unterschiedliche Nutzer*innen. Seit einigen Jahren wird jedoch neben anderen Gruppen eine neue Klient*innengruppe Farsi sprechender Personen aus dem Iran oder Afghanistan mit nur punktuellen und sporadischen Bezügen zum Hilfesystem sichtbar. Viele werden auffällig, da sie nicht leistungsberechtigt sind. Die bislang eingesetzte Farsi sprechende Mitarbeiterin hat mit ihrer Sprachkompetenz eine Ausnahmeposition im Frankfurter Drogenhilfesystem inne. Zudem ist sie ausgebildet in vielfältigen Methoden der sozialen Arbeit und hat spezifische berufliche und Streetwork Erfahrung. Bisher ist das fast unüberwindliche Problem die mangelnde deutsche Sprachkenntnis, die nur unzureichend mit Dolmetscherdiensten aufgefangen werden kann. Oftmals benutzen diese Menschen Drogen zur Selbstmedikation ihrer traumatischen (Flucht-)Erlebnisse. Erschwerend kommen kulturelle und Mentalitätsunterschiede im Umgang mit Terminen und Behörden hinzu. Auch ein anderes Verständnis der Geschlechterrollen und eine Skepsis zum Drogenhilfesystem sowie erlebte Stigmatisierung, Diskriminierung sowie ein fehlendes soziales Netzwerk oder familiäres Umfeld erschweren den Zugang. Bewährte und erfahrene Sozialarbeiterinnen leisten Einzelfallhilfe in der Muttersprache der Klientinnen. Zudem agieren sie kulturadäquat und verfügen über weitreichende Kenntnisse der Hilfesuchenden im Herkunftsland, kennen deren Struktur und wirtschaftliche wie soziale Situation aus eigener Erfahrung. Während die Drogenhilfe einer Reihe von Gruppierungen muttersprachliche Hilfsangebote machen kann, ist dies für Farsi sprechende Personen offensichtlich nicht vorgesehen. Da diese Menschen aber in besonders hohem Maße von Flucht und Vertreibung betroffen sind, sollte das von der AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. sicher gestellte Angebot in ausreichendem Maße finanziert werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 15. März 2022EAEA 90Produktbereich: 19 Gesundheit Produktgruppe: 19.05 Drogen-, Sucht- und Präventionsthemen Muttersprachliche Drogensozialarbeit für Farsi sprechende Menschen sowie Migrantinnen und Migranten weiterhin sicherstellenEtatanregung
  2. 15. März 2022Sie sind hier
    OFOF 391/1Haushalt 2022 Muttersprachliche Drogensozialarbeit für Farsi sprechende geflüchtete Menschen sowie Migrantinnen und Migranten weiterhin sicherstellen
    Ortsbeiratsantrag · GRÜNE

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 1
Sitzung 9 · 15.03.2022
TO I, TOP 47
Angenommen
Etatanregung EA 90 2022 Die Vorlage OF 391/1 wird mit der Maßgabe beschlossen, dass im Betreff das Wort "geflüchtete" gestrichen wird.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeBFF
Ablehnung:
FDP
Enthaltung:
ÖkoLinX-ARLDie Partei
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE. und BFF gegen FDP (= Ablehnung); ÖkoLinX-ARL und Die PARTEI (= Enthaltung)

Mitdiskutieren

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