Keine weitere Fluglärmbelastung der südlichen Stadtteile durch Verlagerung von Flugbewegungen auf die Route 07-N(lang)
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Thema Wohnen verfolgenBegründung
südlichen Stadtteile durch Verlagerung von Flugbewegungen auf die Route 07-N(lang) Der Ortsbeirat bittet die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat zu beauftragen, gegenüber der Landesregierung und in allen damit befassten Gremien, denen er angehört, mit allem Nachdruck gegen die im Maßnahmenpaket der Landesregierung vorgeschlagene und von Fraport beabsichtige Verlagerung von Starts von der N07 kurz, der sogenannten Krankenhausroute, auf die Route N07 lang, zu intervenieren. Der Magistrat soll sich hingegen zum Schutz der ohnehin schon massiv durch die Landeanflüge über die Nordwestlandebahn belasteten Bürgerinnen des Ortsbezirks 5 dafür einsetzen, dass die Centerbahn wieder für Landungen freigegeben wird und die Nordwestlandebahn im Zeitraum von 22 - 06 Uhr nicht genutzt werden darf. Begründung: Die Bürgerinnen und Bürger im Ortsbezirk 5 werden seit Eröffnung der Nordwestlandebahn bei Westwetterlage, also zu 75 % des Jahres, schon massiv durch den Landeanflug- für viele unerträglich- belastet. Auch bei Ostwetterlage werden derzeit etwa 40 Prozent der startenden Flugzeuge über die 07 kurz abgewickelt und 60 Prozent über die 07 lang. Schweren Maschinen, die nur langsam an Höhe gewinnen, wird grundsätzlich die lange Route zugewiesen. Schon diese Nutzung fuhrt dazu, dass das südliche Frankfurt zu jeder Zeit und Wetterlage erheblich von Fluglärm belastet ist. Planungen, künftig fast alle Abflüge über die 07 lang abzuwickeln und nur noch zehn Prozent über die kurze Variante, sind deshalb im Interesse der Gesundheit der Bürgerinnen um Frankfurt Süden, aber auch der Bewohner von Bergen-Enkheim, wie auch Neu-Isenburg und Offenbach mit allem Nachdruck zurückzuweisen. Eine erste Berechnung einer vollständigen Verlagerung der Krankenhausroute auf die 07 lang hat ergeben, dass die Zahl der von Fluglärm hochbetroffenen Menschen durch diese Maßnahme zunehmen würde. Umsiedlungen der Bewohnerinnen und industrielle Nutzung von Teilen des Ortsbezirks durch Fraport, wie es der Vorsitzende der Fluglärmkommission in Aussicht stellt, sind für den Ortsbeirat keine Perspektive! Der Ortsbeirat ist sich darüber im Klaren, dass bei Ostwetterlage mit der Nutzung der N07 kurz auch Menschen in anderen Teilen Frankfurts durch Fluglärm belastet werden. Deren Situation ist jedoch keineswegs vergleichbar mit der startnahen Situation direkt unter dem Abflug im Süden und der dauerhaften Lärmbelastung durch den Endanflug über die Nordwestlandebahn im Frankfurter Süden. Im Anflug auf die Centerbahn werden wesentlich weniger Menschen massive dem Fluglärm ausgesetzt als bei einem Anflug auf die Südbahn (Anflugroute führt wenige hundert Meter an Neu-Isenburg vorbei) oder die Nordbahn (die Anflugroute führt unmittelbar über besiedeltes Gebiet in Sachsenhausen). Es ist daher geboten diese umgehend wieder für Landungen freizugeben. Im Zeitraum von 22 - 06 Uhr dürfen nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts max. 133 Start und Landungen erfolgen. Die Kapazität der drei bisherigen Start- und Landebahnen reicht aus um diesen Verkehr abzuwickeln. Eine Beschränkung von Landungen auf der Nordwestlandebahn im Zeitraum von 06 - 22 Uhr bringt eine deutliche nächtliche Lärmentlastung für die massiv durch die Anflugrouten auf die Nordwestlandebahn belasteten Gebiete (Frankfurt Süd, Flörsheim, Eddersheim, Hochheim und Offenbach) mit sich.
Inhalt
Antrag vom 15.06.2012, OF 346/5
Betreff: Keine weitere Fluglärmbelastung der südlichen Stadtteile durch Verlagerung von Flugbewegungen auf die Route 07-N(lang) Der Ortsbeirat bittet die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat zu beauftragen, gegenüber der Landesregierung und in allen damit befassten Gremien, denen er angehört, mit allem Nachdruck gegen die im Maßnahmenpaket der Landesregierung vorgeschlagene und von Fraport beabsichtige Verlagerung von Starts von der N07 kurz, der sogenannten Krankenhausroute, auf die Route N07 lang, zu intervenieren. Der Magistrat soll sich hingegen zum Schutz der ohnehin schon massiv durch die Landeanflüge über die Nordwestlandebahn belasteten Bürgerinnen des Ortsbezirks 5 dafür einsetzen, dass die Centerbahn wieder für Landungen freigegeben wird und die Nordwestlandebahn im Zeitraum von 22 - 06 Uhr nicht genutzt werden darf.
Begründung: Die Bürgerinnen und Bürger im Ortsbezirk 5 werden seit Eröffnung der Nordwestlandebahn bei Westwetterlage, also zu 75 % des Jahres, schon massiv durch den Landeanflug- für viele unerträglich- belastet. Auch bei Ostwetterlage werden derzeit etwa 40 Prozent der startenden Flugzeuge über die 07 kurz abgewickelt und 60 Prozent über die 07 lang. Schweren Maschinen, die nur langsam an Höhe gewinnen, wird grundsätzlich die lange Route zugewiesen. Schon diese Nutzung fuhrt dazu, dass das südliche Frankfurt zu jeder Zeit und Wetterlage erheblich von Fluglärm belastet ist. Planungen, künftig fast alle Abflüge über die 07 lang abzuwickeln und nur noch zehn Prozent über die kurze Variante, sind deshalb im Interesse der Gesundheit der Bürgerinnen um Frankfurt Süden, aber auch der Bewohner von Bergen-Enkheim, wie auch Neu-Isenburg und Offenbach mit allem Nachdruck zurückzuweisen. Eine erste Berechnung einer vollständigen Verlagerung der Krankenhausroute auf die 07 lang hat ergeben, dass die Zahl der von Fluglärm hochbetroffenen Menschen durch diese Maßnahme zunehmen würde. Umsiedlungen der Bewohnerinnen und industrielle Nutzung von Teilen des Ortsbezirks durch Fraport, wie es der Vorsitzende der Fluglärmkommission in Aussicht stellt, sind für den Ortsbeirat keine Perspektive! Der Ortsbeirat ist sich darüber im Klaren, dass bei Ostwetterlage mit der Nutzung der N07 kurz auch Menschen in anderen Teilen Frankfurts durch Fluglärm belastet werden. Deren Situation ist jedoch keineswegs vergleichbar mit der startnahen Situation direkt unter dem Abflug im Süden und der dauerhaften Lärmbelastung durch den Endanflug über die Nordwestlandebahn im Frankfurter Süden. Im Anflug auf die Centerbahn werden wesentlich weniger Menschen massive dem Fluglärm ausgesetzt als bei einem Anflug auf die Südbahn (Anflugroute führt wenige hundert Meter an Neu-Isenburg vorbei) oder die Nordbahn (die Anflugroute führt unmittelbar über besiedeltes Gebiet in Sachsenhausen). Es ist daher geboten diese umgehend wieder für Landungen freizugeben. Im Zeitraum von 22 - 06 Uhr dürfen nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts max. 133 Start und Landungen erfolgen. Die Kapazität der drei bisherigen Start- und Landebahnen reicht aus um diesen Verkehr abzuwickeln. Eine Beschränkung von Landungen auf der Nordwestlandebahn im Zeitraum von 06 - 22 Uhr bringt eine deutliche nächtliche Lärmentlastung für die massiv durch die Anflugrouten auf die Nordwestlandebahn belasteten Gebiete (Frankfurt Süd, Flörsheim, Eddersheim, Hochheim und Offenbach) mit sich.Hauptvorlage: Antrag vom 30.05.2012, OF 342/5 Beratung im Ortsbeirat: 5
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 15. Juni 2012 brachte SPD im Ortsbeirat 5 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 15.06.2012 im OBR 5 für erledigt erklärt.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. zu a) Annahme bei Enthaltung FAG zu b) CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FREIE WÄHLER gegen FDP (= Ablehnung); FAG (= Enthaltung) zu 2. Einstimmige Annahme