Stillgelegtes Wasserwerk Nieder-Eschbach zur Trinkwasserversorgung reaktivieren?
Zusammenfassung
Der Ortsbeirat fordert den Magistrat auf, die Möglichkeit und Sinnhaftigkeit der Reaktivierung des stillgelegten Wasserwerks in Nieder-Eschbach zu prüfen. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Trinkwasserknappheit in Frankfurt, um die lokale Trinkwasserversorgung zu unterstützen.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenAntrag
Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, in Abstimmung mit dem Betreiber Hessenwasser GmbH & Co. KG zu prüfen und zu berichten, inwieweit eine Wiederinbetriebnahme des Wasserwerks in Nieder-Eschbach grundsätzlich möglich und ob dies hinsichtlich des vorhandenen Grundwasservorkommens mit der damit einhergehenden Wasserqualität auch sinnvoll ist.
Es wird dabei gebeten darzustellen, unter welchen Voraussetzungen die Inbetriebnahme (u.a. mit Kostenvoranschlag der Wiederherstellungs- und Bereitstellungskosten, Aufstellung der für den Betrieb noch durchzuführenden baulichen Ertüchtigungsmaßnahmen, eine Einschätzung zur Wirtschaftlichkeit der Gesamtmaßnahme) des seit 2005 stillgelegten Wasserwerks in Nieder-Eschbach zur Unterstützung der Trinkwasserversorgung und Einspeisung in das örtliche Trinkwassernetz wieder ermöglicht werden kann.
Begründung
Der Betrieb des 1956 erbauten Nieder-Eschbacher Wasserwerks wurde im Jahre 2005 eingestellt. Die Einstellung erfolgte u.a. wegen der zum Großteil aus Anfang der 60er Jahre stammender und veralteter technischer Einrichtungsteile sowie der Förderung von Trinkwasservorkommen mit stark erhöhtem Härtegrad mit hohen Anteil an Eisen und Mangan, der zusätzliche Filterungsmaßnahmen entsprechend der Trinkwasserverordnung erforderlich machten. Vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren vermehrt aufgetretenen Trinkwasserknappheit für das gesamte Frankfurter Stadtgebiet ist zu überlegen, ob bestehende aber stillgelegte Brunnenanlagen wieder am Netz angeschlossen werden sollten, um die Bedarfe zukünftig dann wieder auch ortsnah zu decken.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 21. September 2022Sie sind hierOFOF 177/15Stillgelegtes Wasserwerk Nieder-Eschbach zur Trinkwasserversorgung reaktivieren?Ortsbeiratsantrag · CDU
- 7. Oktober 2022OMOM 2848Stillgelegtes Wasserwerk Nieder-Eschbach zur Trinkwasserversorgung reaktivieren?Direktanregung
- 13. Januar 2023STST 103Stillgelegtes Wasserwerk Nieder-Eschbach zur Trinkwasserversorgung reaktivieren?Stellungnahme
- 10. Februar 2023Antwort des Magistrats · nach 20 WochenSTST 470Stillgelegtes Wasserwerk Nieder-Eschbach zur Trinkwasserversorgung reaktivieren?Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, BFF und FDP gegen GRÜNE (= Ablehnung)