Warum stoppt die Urselbach-Renaturierung?
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Zusammenfassung
Der Ortsbeirat fordert eine Klärung der Arbeiten an der Urselbach-Renaturierung, da diese aufgrund kontaminierter Böden ruhen. Eine rasche Aufklärung ist notwendig, um die Einhaltung der Sanierungsmaßnahmen sicherzustellen und die Renaturierung fortzusetzen, was für die Bevölkerung von Bedeutung ist.
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Olof-Palme-Straße — 9 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 26.08.2026.
- Radar-Geschwindigkeitsanzeige aus dem Ortsbeiratsbudget26.08.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Flutmulde vor der Krebsmühle03.08.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Erstellung einer Kreisverkehrsanlage im Bereich Kreuzung Lurgiallee / Olof-Palme-Straße11.06.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
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Der Ortsbeirat möge beschließen:
Offenbar ruhen die Arbeiten an der Renaturierung des Urselbachs durch die Deutsche Bahn. Zur Erinnerung: Das Bachbett des Urselbachs wird am Oberwasser des Eschersheimer Wehres derzeit auf rund 400 Meter Länge tiefergelegt, außerdem wird eine neue Verbindung zwischen Nidda und Urselbach geschaffen. Die Urselbach-Renaturierung soll als Ausgleich für den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke von Frankfurt nach Bad Vilbel dienen.
Dem Ortsbeirat kam nun zu Ohren, dass die Arbeiter bei den Grabearbeiten auf kontaminierte Schichten gestoßen seien, die man aber mangels Deponiekapazität nicht abtragen könne. Als Fundort wurde genannt der Bereich bei der Urselbachbrücke von der Straße An der Sandelmühle aufs Campingplatzgelände.
Der Ortsbeirat bittet den Magistrat, schnellstmöglich für Aufklärung und für eine Fortsetzung der Arbeiten zu sorgen. Insbesondere hat der Ortsbeirat diese Fragen:
- Wo genau wurde kontaminierter Boden gefunden?
- Wer hat den Boden untersucht oder untersucht ihn noch?
- Was ergab die Analyse bzw. was wird vermutet?
- Wer könnte der Verursacher gewesen sein?
- Wohin kann der Boden entsorgt werden?
- Unterstützt die Stadt Frankfurt den Bauträger bei der Suche nach Entsorgungskapazitäten?
- Welche Arbeiten an der Renaturierung ruhen nun?
- Wann gehen diese Arbeiten weiter?
- Wann wird das Niddaufer rund um die Einmündung(en) des Urselbachs wieder zugänglich als Naherholungsfläche für die Bevölkerung? (Diese Wege waren äußerst beliebt.)
- Ist der Verusacher der Kontamination bzw. dessen Rechtsnachfolger noch in Haftung zu nehmen?
Begründung
Das Wohngebiet Mertonviertel wurde seit Ende der 80er Jahre auf dem ehemaligen Industriegelände der "Metallurgischen Gesellschaft" in Heddernheim erbaut. Der verseuchte Boden war jenseits der Olof-Palme-Straße zu einem Berg aufgehäuft worden. Trotz langjähriger Reinigung und Überwachung des Grundwassers dürfen auch weiterhin in den Gärten keine Privatbrunnen eingerichtet werden. Der Bevölkerung ist das alles sehr bewusst. Dass der lange kanalisierte Urselbach renaturiert werden soll, freut daher alle. Umso beunruhigender wäre es, wenn nun erneut vergiftete Böden entdeckt würden. Eine schnelle Aufklärung wäre wichtig.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 27. Mai 2026Sie sind hierOFOF 17/8Warum stoppt die Urselbach-Renaturierung?Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
- 11. Juni 2026OMOM 165Kontaminierte Erdaushübe bei den Renaturierungsarbeiten An der SandelmühleDirektanregung
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme