Biber an der Nidda - wertvolle Bäume schützen und Gehölze pflanzen
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Zusammenfassung
Der Ortsbeirat schlägt vor, wertvolle Bäume am Nidda-Ufer durch Einzäunung zu schützen und Weichhölzer zu pflanzen, um die Biberpopulation zu unterstützen. Dies soll die Biodiversität fördern und gleichzeitig die wertvollen Bäume vor Schäden bewahren.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAntrag
Der Biber hat sich an der Nidda in Heddernheim bemerkbar gemacht. Die Ansiedlung von Bibern wird begrüßt, da sie enorm für mehr Biodiversität sorgen. Leider sind größere Bäume nun stark angenagt worden. Um diesen Zielkonflikt zu verbessern, möge der Ortsbeirat beschließen:
Der Magistrat wird gebeten:
- Größere, wertvollere Bäume am Nidda Ufer im Alexander-Riese-Weg durch Einzäunen zu schützen.
- Zu prüfen und zu berichten, ob es machbar ist, Weichhölzer am Ufer zu pflanzen, um dem Biber genug Gehölz anzubieten, damit er die großen Stämme in Ruhe lässt.
Begründung
Möglicherweise prüft der Biber hier in Heddernheim noch, ob er sich niederlässt, eine Familie gründen und eine Biberburg bauen wird. Biber- Familien breiten sich an der Nidda aus, was grundsätzlich begrüßt wird, da sie mit ihren Aktivitäten die Lebensbedingungen für eine Vielzahl an Tieren und eine artenreiche Pflanzenwelt schaffen. In der Regel nagen Biber Baumstämmen an oder fällen Bäume, am liebsten Weichhölzer wie Pappeln und Weiden. Durch nachwachsende Äste führt dies mitunter positiv zur Verjüngung der Gehölze. Solange angenagte Bäume und Sträucher keine Gefährdung für Bürger:innen sind, werden sie liegen gelassen, um anderen Tieren Futter und Nistplätze zu bieten. Leider werden aber auch größere Bäume gefällt, die wertvoll sind und das Nidda-Ufer vor Erosion schützen. Nach Rücksprache mit Vertreter:innen vom NABU Nieder- Eschbach, dem Grünflächenamt, der Unteren Wasser- und Bodenschutzbehörde als zuständiges Amt für die Gewächse an der Nidda sowie dem Biberbeauftragten der Stadt Frankfurt, könnten Maßnahmen getroffen werden, die wertvolle oder größere Bäume schützen. Hier bietet sich eine Umhüllung mit Maschendraht an. Wenn man ergänzend dazu in einer Anpflanzaktion dem Biber Hölzer anbietet, die er mag, lässt er in der Regel die größeren Bäume in Ruhe. So kann man den Lebensraum der Biber zusätzlich verbessern und der herausragenden Bedeutung der Biber für Biodiversität gerecht werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 5. März 2022Sie sind hierOFOF 147/8Biber an der Nidda - wertvolle Bäume schützen und Gehölze pflanzenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 24. März 2022OMOM 1899Biber an der Nidda - wertvolle Bäume schützen und Gehölze pflanzenDirektanregung
- 8. Juli 2022Antwort des Magistrats · nach 18 WochenSTST 1606Biber an der Nidda - wertvolle Bäume schützen und Gehölze pflanzenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme