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Wochenmarkt an der Bockenheimer Warte stärken und in einem lebendigen Kulturcampus-Konzept weiterentwickeln!

Vorlagentyp: OFSPD
2 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die Stadt Frankfurt auf, die Situation des Wochenmarktes an der Bockenheimer Warte zu prüfen und ein Konzept zur städtischen Förderung zu entwickeln. Dies wird als notwendig erachtet, um den Fortbestand und die Attraktivität des Marktes angesichts des Rückzugs mehrerer Händler zu sichern.

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Thema Kultur verfolgen

Antrag

  1. Die Stadt Frankfurt sollte den Wochenmarkt an der Bockenheimer Warte als Teil des Kulturcampus-Konzepts verstehen und entsprechend gezielter und aktiver als bislang bewerben. Denkbar wäre u.a. eine gezielte Plakatkampagne in den Stadtteilen Bockenheim und Westend.
  2. Eine Kooperation des Wochenmarkts an der Bockenheimer Warte mit der SCHIRN sowie anderen Kultureinrichtungen am Bockenheimer Campus könnte Synergien schaffen.
  3. Die Stadt Frankfurt sollte aktiv potenzielle neue Marktstände für den Wochenmarkt an der Bockenheimer Warte ansprechen und den Einstieg neuer Marktbeschicker bzw. / -händler durch Anreize erleichtern.
  4. Die Standgebühren des jeweiligen Wochenmarktes in Frankfurt sind so zu gestalteten bzw. zu flexibilisieren, dass diese sich umsatzabhängig an der tatsächlichen wirtschaftlichen Auskömmlichkeit des einzelnen Marktstandes orientieren können - anstatt diese lediglich pauschal nach Quadradmeter und Stadtlage zu erheben.
  5. Das Konzept zur Zukunftsperspektive des Bockenheimer Wochenmarktes sollte mit allen Beteiligten - Händlern und Händlerinnen, Anwohnerschaft, Ortsbeirat und Verwaltung - erarbeitet werden, um gemeinsam Ideen einzubringen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Begründung

Im Gespräch mit den Marktbeschickern werden die aktuellen Herausforderungen deutlich: Der zeitliche Aufwand für den Betrieb eines Marktstandes rentiert sich zunehmend nicht mehr, da die Umsätze sinken, und Personal immer schwerer zu finden ist. Der Wochenmarkt an der Bockenheimer Warte ist seit über 35 Jahren fester Bestandteil unseres Stadtteils. Jeden Donnerstag verwandelt er den Platz in einen lebendigen Treffpunkt, wo Menschen aus der Nachbarschaft bei frischem Obst und Gemüse, Back- und Fleischwaren und bei einem Glas Wein ins Gespräch kommen. Hier begegnen sich Jung und Alt, Studierende und Familien, Alteingesessene und Neubockenheimer - der Markt ist gelebte Stadtteilkultur. Umso besorgniserregender ist die Nachricht, dass zum Jahreswechsel drei von etwa einem Dutzend Ständen den Markt verlassen werden: eine Metzgerei, ein Gemüsestand und ein Bäcker. Diese Händlerinnen und Händler haben teils seit Jahrzehnten bei Wind und Wetter mit bester Laune und großem Engagement für Qualität und faire Preise gesorgt. Ihr Weggang ist nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern vor allem ein kultureller und sozialer Verlust für Bockenheim. In der weiteren Perspektive muss bei der weiteren Umgestaltung des Geländes am Campus Bockenheim auch der Bockenheimer Wochenmarkt mitgedacht werden. Und zwar in Hinblick auf den Bestand des Wochenmarktes in etwaigen Bau- und Umbauphasen sowie auch infrastrukturellen Verbesserungen für den Wochenmarkt (Strom- und Wasser- und Abwasserleitungen). Diese Punkte wird der Ortsbeirat u.a. aufgreifen, wenn eine konkrete Umsetzungsplanung für den Kulturcampus ansteht. Bockenheim befindet sich in einer Phase des Umbruchs. Mit dem Wegzug der Universität ins Westend hat der Stadtteil einen wichtigen Frequenzbringer verloren. Gleichzeitig bietet die Entwicklung des Kulturcampus' neue Chancen: Die SCHRIN hat gerade in der ehemaligen Dondorf-Druckerei ihre Türen geöffnet und zeigt, wie kulturelle Belebung gelingen kann. Soweit mit der Perspektive eines Kulturcampus Bockenheim neue - nunmehr lebendige- Impulse gesetzt werden - muss der Wochenmarkt am selben Ort als gewachsener Stadtteiltreffpunkt fraglos erhalten und gestärkt werden. Notwendig wird auch sein durch gezielte Werbung wieder neue Kundschaft aus den benachbarten Stadtteilen für den Bockenheimer Wochenmarkt zu erschließen. Daher die Forderung nach einem erneuerten Konzept für den Bockenheimer Wochenmarkt am entstehenden Kulturcampus!

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 8. Februar 2026Sie sind hier
    OFOF 1375/2Wochenmarkt an der Bockenheimer Warte stärken und in einem lebendigen KulturcampusKonzept weiterentwickeln!
    Ortsbeiratsantrag · SPD
  2. 23. Februar 2026OMOM 8207Wochenmarkt an der Bockenheimer Warte stärken und in einem lebendigen KulturcampusKonzept weiterentwickelnDirektanregung

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 2
Sitzung 46 · 23.02.2026
TO I, TOP 19
Angenommen
Anregung an den Magistrat OM 8207 2026 Die Vorlage OF 1375/2 wird mit der Maßgabe beschlossen, dass im Antragstenor in Ziffer 5. nach dem Wort "Verwaltung" der Wortlaut "(u. a. die HFM - Managementgesellschaft für Hafen und Markt)" eingefügt wird. Weiterhin wird Ziffer 6. mit folgendem Wortlaut ergänzt: "Bei der weiteren Beplanung des Kulturcampus sollten zudem die Belange des Bockenheimer Wochenmarktes mitgedacht werden. Insbesondere im Hinblick auf den Bestand des Wochenmarktes in etwaigen Bau- und Umbauphasen sowie auch infrastrukturellen Verbesserungen für den Wochenmarkt (Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen)." In der Begründung wird zudem der Wortlaut "von etwa einem Dutzend" ersatzlos gestrichen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu Ziffer 1)
Zustimmung:
GrüneSPDLinkeÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
CDUFDP
zu Ziffer 2)
Zustimmung:
Grüne3 CDUSPDLinkeÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
1 CDUFDP
zu Ziffer 3. und 5)
Zustimmung:
Alle
zu Ziffer 4)
Zustimmung:
Grüne1 CDUSPDLinkeÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
3 CDUFDP
zu Ziffer 6)
Enthaltung:
1 CDU1 Linke
Abstimmung im Original

Abstimmung: Ziffer 1.: GRÜNE, SPD, Linke und ÖkoLinX-ARL gegen CDU und FDP (= Ablehnung) Ziffer 2.: GRÜNE, 3 CDU, SPD, Linke und ÖkoLinX-ARL gegen 1 CDU und FDP (= Ablehnung) Ziffern 3. und 5.: Einstimmige Annahme Ziffer 4.: GRÜNE, 1 CDU, SPD, Linke und ÖkoLinX-ARL gegen 3 CDU und FDP (= Ablehnung) Ziffer 6.: Annahme bei Enthaltung 1 CDU und 1 Linke

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