Keine Schulentwicklung zu Lasten von Kerschensteiner Schule und Michael-Ende-Schule
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Die Magistratsvorlage M 250 sieht in Punkt 5.1 die Umwandlung der Georg-Büchner-Schule (GBS) in Bockenheim von einer kooperativen in eine integrierte Gesamtschule vor. Es steht zu erwarten, dass diese schulorganisatorische Maßnahme aufgrund der Notwendigkeit zahlenmäßig großer Jahrgangsstärken, ohne die eine integrierte Gesamtschule nicht effizient betrieben werden kann, zu einer Ausweitung der Kapazitäten der GBS führen wird. Da die Schülerzahl im Einzugsbereich in etwa konstant ist, könnte dies nur zu Lasten der angrenzenden Schulen, also etwa der Kerschensteiner Schule in Hausen und der Michael-Ende-Schule gehen. Dadurch würden diese beiden Schulen mittelfristig in ihrem Bestand gefährdet, was angesichts der innovativen und sehr erfolgreichen Arbeit dieser Schulen besonders tragisch wäre. Es sei hier nur daran erinnert, dass die Michael-Ende-Schule in den stadtweiten Vergleichstests in den letzten Jahren weit besser abgeschnitten hat als etwa die integrierten Gesamtschulen. Neben diesen positiven Leistungen der Haupt- und Realschulen im Ortsbezirk 7 spricht als weiteres Argument gegen eine Schulkonzentration auf Bockenheim die örtliche Vernetzung in den Stadtteilen: viele Hauptschüler finden gerade durch den engen Kontakt von Schule und örtlichen Arbeitgebern einen Ausbildungsplatz und erhalten so berufliche Perspektiven, die den Abgängern einer „Massenschule“ nicht zur Verfügung stehen. Daher lehnt der Ortsbeirat 7 den Punkt 5.1 der Magistratsvorlage M 250 ab und bittet den Magistrat, auf die in diesem Punkt genannte schulorganisatorische Maßnahme im Interesse der Schüler im Ortsbezirk 7 zu verzichten.
Inhalt
Antrag vom 29.01.2007, OF 137/7
Betreff:
Keine Schulentwicklung zu Lasten von Kerschensteiner Schule und Michael-Ende-Schule
Die Magistratsvorlage M 250 sieht in Punkt 5.1 die Umwandlung der Georg-Büchner-Schule (GBS) in Bockenheim von einer kooperativen in eine integrierte Gesamtschule vor.
Es steht zu erwarten, dass diese schulorganisatorische Maßnahme aufgrund der Notwendigkeit zahlenmäßig großer Jahrgangsstärken, ohne die eine integrierte Gesamtschule nicht effizient betrieben werden kann, zu einer Ausweitung der Kapazitäten der GBS führen wird. Da die Schülerzahl im Einzugsbereich in etwa konstant ist, könnte dies nur zu Lasten der angrenzenden Schulen, also etwa der Kerschensteiner Schule in Hausen und der Michael-Ende-Schule gehen.
Dadurch würden diese beiden Schulen mittelfristig in ihrem Bestand gefährdet, was angesichts der innovativen und sehr erfolgreichen Arbeit dieser Schulen besonders tragisch wäre. Es sei hier nur daran erinnert, dass die Michael-Ende-Schule in den stadtweiten Vergleichstests in den letzten Jahren weit besser abgeschnitten hat als etwa die integrierten Gesamtschulen.
Neben diesen positiven Leistungen der Haupt- und Realschulen im Ortsbezirk 7 spricht als weiteres Argument gegen eine Schulkonzentration auf Bockenheim die örtliche Vernetzung in den Stadtteilen: viele Hauptschüler finden gerade durch den engen Kontakt von Schule und örtlichen Arbeitgebern einen Ausbildungsplatz und erhalten so berufliche Perspektiven, die den Abgängern einer "Massenschule“ nicht zur Verfügung stehen.
Daher lehnt der Ortsbeirat 7 den Punkt 5.1 der Magistratsvorlage M 250 ab und bittet den Magistrat, auf die in diesem Punkt genannte schulorganisatorische Maßnahme im Interesse der Schüler im Ortsbezirk 7 zu verzichten.
Hauptvorlage: Vortrag des Magistrats vom 22.12.2006, M 250 Beratung im Ortsbeirat: 7
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 29. Januar 2007 brachte CDU im Ortsbeirat 7 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 13.02.2007 im OBR 7 abgelehnt.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, FARBECHTE, FDP und BFF gegen SPD, GRÜNE und REP (= Annahme) bei Enthaltung fraktionslos zu 2. SPD, GRÜNE, FARBECHTE und fraktionslos gegen CDU, FDP, BFF und REP (= Annahme) zu 3. Annahme bei Enthaltung BFF zu 4. Einstimmige Annahme