Oberirdische Haltestellen der A-Linie
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
In der Frankfurter Rundschau war am 10. August 2010 zu lesen, dass der Verkehrsdezernent über einen neuerlichen Umbau der erst 2002 fertiggestellten oberirdischen Haltestellen der A Linie im Ortsbezirk 9 nachdenkt. Hintergrund für diese Überlegungen ist offensichtlich die Tatsache, dass nach Angaben des Magistrats in der B 477 mitgeteilt wird, dass auf dieser Strecke seit der Inbetriebnahme 1968 27 Personen ums Leben gekommen sind. Der Dezernent nennt in dem o.g. Artikel die Zahl 32. Unabhängig von dieser Differenz ist fraglos jeder Verletzte bzw. Tote auf dieser Strecke zuviel. Der Dezernent ist der Auffassung, man könne die Eschersheimer Landstraße sicherer machen, wenn man nun erneut Umbaumaßnahmen an den Haltestellen vornimmt. Wie aus dem o.g. Artikel weiterhin hervorgeht, gab es die letzten beiden Toten im Januar / April 2010 jedoch nicht im Bereich einer Haltestelle, sondern beim Überqueren der Gleise an einem durch eine Lichtsignalanlage gesicherten Übergang, etwa in der Mitte zwischen zwei Stationen. Diese schlimmen und tragischen Unfälle hätten somit leider auch nicht durch einen Umbau der Haltestellen verhindert werden können. Der Ortsbeirat 9 hat fraglos ein gesteigertes Interesse daran, dass die Zahl der Verkehrstoten auf der Eschersheimer Landstraße minimiert wird und tritt selbstverständlich mit dem Dezernenten hierfür ein. Der Umbau der jetzigen Haltestellen wurde jedoch vor nicht einmal 10 Jahren abgeschlossen. Aus diesem Grund erbittet der Ortsbeirat, bevor er sich erneut inhaltlich mit dem Thema auseinandersetzt und die Pläne dem Gremium, wie durch den Dezernenten angekündigt vorgestellt werden, um eine genauere Darlegung der Unfälle. Der Ortsbeirat ist sehr gerne bereit, wie es der Dezernent wünscht, „die alten Diskussionsstränge durch(zu)hauen“. Die genaue Darlegung, wie viele Menschen im Bereich der Haltestellen ums Leben gekommen sind und wie viele es „zwischen den Stationen“ waren ermöglicht es dem Ortsbeirat jedoch erst zu den Gedankenmodellen des Dezernenten Stellung zu nehmen, die angedachten Umbaumaßnahmen der Haltestellen vor dem Hintergrund der Unfallminimierung zu bewerten und ggfl. aber auch durch eine eventuell zu fordernde wesentliche verminderte Geschwindigkeit der U – Bahnen für mehr Sicherheit auf der A-Strecke, insbesondere zwischen den Stationen zu sorgen. Weiterhin wird durch den Umbau der Haltestellen eine Attraktivitätssteigerung erhofft. Es wird auf Gespräche mit dem im Dornbusch ansässigen Gewerbeverein verwiesen. Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat gebeten mitzuteilen, - wie viele Personen im unmittelbaren Bereich der Haltestellen (beim Erreichen bzw. Verlassen der Haltestellen) durch Pkws bzw. U - Bahnen verletzt wurden bzw. ums Leben gekommen sind, - wie viele Personen verletzt bzw. ums Leben gekommen sind, in dem sie zwischen den Haltestellen Fußgängerüberwege überquert haben, bzw. über die Absperrung hinweg die Gleise queren wollten und an welchen Überwegen diese Unfälle passiert sind, - wie viele Unfälle es mit U – Bahnen dadurch gab, dass Auto- bzw. Fahrradfahrer die Gleisanlagen erlaubt oder unerlaubt gekreuzt haben bzw. an hierfür nicht vorgesehenen Stellen wie bspw. Hügelstraße, Am Lindenbaum oder Marbachweg einen U – Turn durchgeführt haben. - wurde der Gewerbeverein, bzw. die dortigen Einzelhandelsbetreiber darüber in Kenntnis gesetzt, dass nach dem Umbau auf ganzer Länge der Haltestelle „Am Dornbusch“ vor den dortigen Geschäften sämtliche Parkplätze wegfallen und der Linksabbieger im Bereich der Haltestelle „Fritz Tarnow Straße“ in der jetzigen Form nicht mehr darstellbar ist und damit ein Erreichen des Bürgerzentrums Dornbusch und der dortigen Geschäfte faktisch nur noch aus Richtung der Eschersheimer Landstraße stadtauswärts möglich ist. - teilt der Magistrat die Auffassung, dass es durch eine unvermeidliche Änderung des Linksabbiegers an der Fritz Tarnow Straße zu einer Zunahme des Durchgangsverkehrs durch in nördliche Richtung fahren wollende Autofahrer im Dichterviertel, insbesondere in der Grillparzerstraße kommen wird mit der Folge, dass der Kreuzungsbereich Eschersheimer Landstraße / Hügelstraße noch mehr frequentiert werden wird
Inhalt
Antrag vom 16.08.2010, OF 1236/9
Betreff:
Oberirdische Haltestellen der A-Linie
In der Frankfurter Rundschau war am 10. August 2010 zu lesen, dass der Verkehrsdezernent über einen neuerlichen Umbau der erst 2002 fertiggestellten oberirdischen Haltestellen der A Linie im Ortsbezirk 9 nachdenkt.
Hintergrund für diese Überlegungen ist offensichtlich die Tatsache, dass nach Angaben des Magistrats in der B 477 mitgeteilt wird, dass auf dieser Strecke seit der Inbetriebnahme 1968 27 Personen ums Leben gekommen sind.
Der Dezernent nennt in dem o.g. Artikel die Zahl 32.
Unabhängig von dieser Differenz ist fraglos jeder Verletzte bzw. Tote auf dieser Strecke zuviel.
Der Dezernent ist der Auffassung, man könne die Eschersheimer Landstraße sicherer machen, wenn man nun erneut Umbaumaßnahmen an den Haltestellen vornimmt.
Wie aus dem o.g. Artikel weiterhin hervorgeht, gab es die letzten beiden Toten im Januar / April 2010 jedoch nicht im Bereich einer Haltestelle, sondern beim Überqueren der Gleise an einem durch eine Lichtsignalanlage gesicherten Übergang, etwa in der Mitte zwischen zwei Stationen.
Diese schlimmen und tragischen Unfälle hätten somit leider auch nicht durch einen Umbau der Haltestellen verhindert werden können.
Der Ortsbeirat 9 hat fraglos ein gesteigertes Interesse daran, dass die Zahl der Verkehrstoten auf der Eschersheimer Landstraße minimiert wird und tritt selbstverständlich mit dem Dezernenten hierfür ein.
Der Umbau der jetzigen Haltestellen wurde jedoch vor nicht einmal 10 Jahren abgeschlossen.
Aus diesem Grund erbittet der Ortsbeirat, bevor er sich erneut inhaltlich mit dem Thema auseinandersetzt und die Pläne dem Gremium, wie durch den Dezernenten angekündigt vorgestellt werden, um eine genauere Darlegung der Unfälle.
Der Ortsbeirat ist sehr gerne bereit, wie es der Dezernent wünscht, "die alten Diskussionsstränge durch(zu)hauen“.
Die genaue Darlegung, wie viele Menschen im Bereich der Haltestellen ums Leben gekommen sind und wie viele es "zwischen den Stationen“ waren ermöglicht es dem Ortsbeirat jedoch erst zu den Gedankenmodellen des Dezernenten Stellung zu nehmen, die angedachten Umbaumaßnahmen der Haltestellen vor dem Hintergrund der Unfallminimierung zu bewerten und ggfl. aber auch durch eine eventuell zu fordernde wesentliche verminderte Geschwindigkeit der U – Bahnen für mehr Sicherheit auf der A-Strecke, insbesondere zwischen den Stationen zu sorgen.
Weiterhin wird durch den Umbau der Haltestellen eine Attraktivitätssteigerung erhofft. Es wird auf Gespräche mit dem im Dornbusch ansässigen Gewerbeverein verwiesen.
Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat gebeten mitzuteilen,
- wie viele Personen im unmittelbaren Bereich der Haltestellen (beim Erreichen bzw.
Verlassen der Haltestellen) durch Pkws bzw. U - Bahnen verletzt wurden bzw. ums Leben
gekommen sind,
- wie viele Personen verletzt bzw. ums Leben gekommen sind, in dem sie zwischen den
Haltestellen Fußgängerüberwege überquert haben, bzw. über die Absperrung hinweg die
Gleise queren wollten und an welchen Überwegen diese Unfälle passiert sind,
- wie viele Unfälle es mit U – Bahnen dadurch gab, dass Auto- bzw. Fahrradfahrer die
Gleisanlagen erlaubt oder unerlaubt gekreuzt haben bzw. an hierfür nicht vorgesehenen
Stellen wie bspw. Hügelstraße, Am Lindenbaum oder Marbachweg einen U – Turn
durchgeführt haben.
- wurde der Gewerbeverein, bzw. die dortigen Einzelhandelsbetreiber darüber in Kenntnis
gesetzt, dass nach dem Umbau auf ganzer Länge der Haltestelle "Am Dornbusch“ vor den
dortigen Geschäften sämtliche Parkplätze wegfallen und der Linksabbieger im Bereich der
Haltestelle "Fritz Tarnow Straße“ in der jetzigen Form nicht mehr darstellbar ist und damit
ein Erreichen des Bürgerzentrums Dornbusch und der dortigen Geschäfte faktisch nur noch
aus Richtung der Eschersheimer Landstraße stadtauswärts möglich ist.
- teilt der Magistrat die Auffassung, dass es durch eine unvermeidliche Änderung des
Linksabbiegers an der Fritz Tarnow Straße zu einer Zunahme des Durchgangsverkehrs
durch in nördliche Richtung fahren wollende Autofahrer im Dichterviertel, insbesondere in
der Grillparzerstraße kommen wird mit der Folge, dass der Kreuzungsbereich Eschersheimer
Landstraße / Hügelstraße noch mehr frequentiert werden wird
Hauptvorlage: Bericht des Magistrats vom 26.07.2010, B 477 Beratung im Ortsbeirat: 9
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 26. Juli 2010BB 477A-Strecke fordert weiteres Todesopfer - wann ist endlich Schluss damit?Magistratsbericht
- 16. August 2010Sie sind hierOFOF 1236/9Oberirdische Haltestellen der A-LinieOrtsbeiratsantrag · fraktionslos
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. 3 SPD und 3 GRÜNE gegen 1 SPD, FDP und FREIE WÄHLER (= Annahme) bei Enthaltung CDU und LINKE. zu 3. CDU, SPD, FDP und FREIE WÄHLER gegen GRÜNE und LINKE. (= Ablehnung) zu 4. 1 SPD, GRÜNE, 1 FDP, LINKE. und FREIE WÄHLER gegen 2 FDP (= Annahme) bei Enthaltung CDU und 3 SPD zu 5. Einstimmige Annahme