Anforderungen der ÖPNV-Nutzerinnen stärker berücksichtigen
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Der jetzt vorgelegte NVP-Plan berücksichtigt nicht die geschlechtsspezifischen Anforderungen, die Frauen und Mädchen als Nutzerinnen des ÖPNV gerecht werden. Gerade für Frauen ist der Sicherheitsaspekt, der auch mit dem Sauberkeitsaspekt einhergeht bei der Benutzung von Bussen und Bahnen relevant. Dunkle Bahnhöfe, verdreckte Bahnhöhe, Tunnel und Unterführungen können für Mädchen und Frauen leicht zur Falle werden oder diese als potentielle ÖPNV-Nutzerinnen abschrecken. Aus dem Alltag von Frauen ergeben sich häufig andere Anforderungsprofile für den ÖPNV als für Männer. Oft betreuen sie Menschen (Kinder, zu pflegende Angehörige), die mit Bussen und Bahnen zu sozialen und medizinischen Einrichtungen gebracht werden müssen. Hier gilt es vielfach Barrieren, wie Treppen zu überwinden, die auch ihre Mobilität einschränken, und deren aktive Hilfe fordern. Um den ÖPNV für Frauen und Mädchen attraktiver zu gestalten, gilt es auch deren Belange zu berücksichtigen. Die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zu diesem Thema und die Beschränkung auf bestimmte beispielhafte Linien des ÖPNV bietet die Möglichkeit mit wenig Aufwand Erkenntnisse zu gewinnen, die dann nicht nur auf diesen Linien umgesetzt werden können, sondern auch ganz allgemein im Öffentlichen Nahverkehr berücksichtigt werden können. Antragstellende Fraktion: GRÜNE Vertraulichkeit: Nein Hauptvorlage: Vortrag des Magistrats vom 10.12.2004, M 239 Beratung im Ortsbeirat: 6 Beratungsergebnisse: 37. Sitzung des OBR 6 am 11.01.2005, TO I, TOP 24 Beschluss: 1.
a) Die Beratung des Tagesordnungspunktes wird wegen Beratungsbedarfs bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.
b) Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, die Vorlage M 239 ebenfalls zurückzustellen. 2. Die Vorlage OF 1199/6 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. Abstimmung: zu
- Einstimmige Annahme zu
- Einstimmige Annahme
- Sitzung des OBR 6 am 01.02.2005, TO I, TOP 9 Beschluss: Anregung OA 1832 2005
- Die Vorlage M 239 wird unter Hinweis auf OA 1832 abgelehnt.
- Die Vorlage OF 1199/6 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen. Abstimmung: zu
- Einstimmige Annahme zu
- Einstimmige Annahme
Inhalt
Antrag vom 10.01.2005, OF 1199/6
Betreff:
Anforderungen der ÖPNV-Nutzerinnen stärker berücksichtigen
Der Ortsbeirat 6 möge beschließen, die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen, der Magistrat wird aufgefordert folgende Schritte einzuleiten, um die Anforderungen von ÖPNV-Nutzerinnen zu ermitteln und stärker zu berücksichtigen:
Eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung des Frauenreferats wird eingerichtet, die ermittelt, welche Sicherheits- und Sauberkeitsaspekte vor allem für die ÖPNV-Nutzerinnen im Frankfurter Westen von Belang sind.
Unter diesem Aspekt sollten exemplarisch die S-Bahnlinien S1 und S2 betrachtet werden sowie die Bahnhöfe Höchst, Nied, Sindlingen und Griesheim.
Die Buslinie 54 sollte als längste Buslinie im Frankfurter Westen ebenso unter Berücksichtigung der Belange von ÖPNV-Nutzerinnen betrachtet werden.
Genauso wie eine exemplarisch zu wählende Straßenbahnlinie.
Da es vor allem um die Sicherheit geht, sollten bei der Untersuchung vor allem die Zeiten in den späten Abendstunden im Fokus liegen.
Die Arbeitsgruppe sollte noch in 2005 spätestens 2006 die Untersuchung angehen.
Das Ergebnis soll dem Ortsbeirat 6 vorgelegt werden und Eingang in das Anforderungsprofil des NVP finden.
Begründung:
Der jetzt vorgelegte NVP-Plan berücksichtigt nicht die geschlechtsspezifischen Anforderungen, die Frauen und Mädchen als Nutzerinnen des ÖPNV gerecht werden.
Gerade für Frauen ist der Sicherheitsaspekt, der auch mit dem Sauberkeitsaspekt einhergeht bei der Benutzung von Bussen und Bahnen relevant. Dunkle Bahnhöfe, verdreckte Bahnhöhe, Tunnel und Unterführungen können für Mädchen und Frauen leicht zur Falle werden oder diese als potentielle ÖPNV-Nutzerinnen abschrecken. Aus dem Alltag von Frauen ergeben sich häufig andere Anforderungsprofile für den ÖPNV als für Männer. Oft betreuen sie Menschen (Kinder, zu pflegende Angehörige), die mit Bussen und Bahnen zu sozialen und medizinischen Einrichtungen gebracht werden müssen. Hier gilt es vielfach Barrieren, wie Treppen zu überwinden, die auch ihre Mobilität einschränken, und deren aktive Hilfe fordern.
Um den ÖPNV für Frauen und Mädchen attraktiver zu gestalten, gilt es auch deren Belange zu berücksichtigen.
Die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zu diesem Thema und die Beschränkung auf bestimmte beispielhafte Linien des ÖPNV bietet die Möglichkeit mit wenig Aufwand Erkenntnisse zu gewinnen, die dann nicht nur auf diesen Linien umgesetzt werden können, sondern auch ganz allgemein im Öffentlichen Nahverkehr berücksichtigt werden können.
Antragstellende Fraktion: GRÜNEHauptvorlage: Vortrag des Magistrats vom 10.12.2004, M 239 Beratung im Ortsbeirat: 6
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 10. Januar 2005 brachte GRÜNE im Ortsbeirat 6 diesen Antrag ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 01.02.2005 im OBR 6 angenommen.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Einstimmige Annahme