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Frankfurt wird sicherer Hafen und Teil der Luftbrücke nach Kabul

Vorlagentyp: NRLINKE
3 SitzungenAbgelehnt

Zusammenfassung

Der Antrag fordert, dass Frankfurt sich als sicherer Hafen erklärt und Geflüchtete aus Afghanistan aufnimmt. Dies geschieht im Kontext der Machtübernahme der Taliban und der Verantwortung Deutschlands, diesen Menschen Schutz zu bieten. Das erwartete Ergebnis ist die Zustimmung zur Aufnahme von Geflüchteten und die Teilnahme am Forum "Solidarity Cities".

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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Antrag

  1. Die Stadt Frankfurt beteiligt sich im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei Eurocities am Forum europäischer Städte "Solidarity Cities".
  2. Die Stadt Frankfurt erklärt sich zu einem sicheren Hafen und nimmt - über das festgesetzte Kontingent aus dem ‚Köngisteiner Schlüssel' freiwillig und zeitnah aus Seenot gerettete Geflüchtete sowie evakuierte Menschen aus Afghanistan auf, die im Rahmen einer internationalen Luftbrücke aus Kabul evakuiert werden.
  3. Der Magistrat wird beauftragt, alle nötigen Vorkehrungen für die Aufnahme, Unterbringung und den Aufenthalt sichernde Maßnahmen zu treffen.
  4. Der Magistrat wird bei der hessischen Landesregierung darauf einwirken, ein hessisches Landesaufnahmeprogramm für Afghan*innen, auch aus den Anrainerstaaten Afghanistans, zu schaffen.

Begründung

Mitte August 2021 haben die Taliban nach 20 Jahren erneut in Afghanistan die Macht übernommen. Die jetzige Katastrophe war abzusehen und ist direktes Ergebnis von internationalen machtpolitischen Auseinandersetzungen. Afghan*innen, die als so genannte ‚Ortskräfte' für die Bundeswehr und andere deutsche Organisationen tätig waren, und all die fortschriftlichen Kräfte, die sich seit Jahren für ein friedliches und demokratisches Afghanistan einsetzen sind in akuter Lebensgefahr. Deutschland trägt die Verantwortung, für den Schutz dieser Menschen und ihrer Angehörigen zu sorgen! Mehr als ein Dutzend europäischer Kommunen sind schon seit Langem Vorreiterinnen einer humanen Politik und haben sich zu solidarischen Städten erklärt. Sie wollen Geflüchtete freiwillig aufnehmen, die auf ihrer Flucht über das Mittelmeer in Seenot gerieten und gerettet wurden. In Deutschland haben sich bisher Berlin, die Bundesländer Brandenburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen als "sichere Häfen" dazu bereit erklärt. Auch die neue Koalition im Römer hat angekündigt, dass Frankfurt ein sicherer Hafen sein wird. Den Worten müssen nun Taten folgen. Frankfurt muss Verantwortung übernehmen und ähnlich wie Bremen und Berlin konkrete Schritte unternehmen, um diesen Menschen hier einen sicheren Hafen zu bieten. Frankfurt muss dem Forum "Solidarity Cities" beitreten, sich zu einem sicheren Hafen erklären und sich angesichts der aktuellen Situation in Afghanistan darüber hinaus bereit erklären, Menschen, die vor den Taliban fliehen, hier aufzunehmen. Damit orientiert sich Frankfurt an den 18 hessischen Kommunen, die bereits Teil des Seebrücke-Bündnisses sind.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 23. August 2021 brachte LINKE. diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 23.09.2021 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 1 · 09.09.2021
TO I, TOP 13
Abgelehnt
1. Die Vorlage NR 98 wird abgelehnt. 2. Der Vorlage NR 103 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPVolt
Sonstige:
Linke (NR 98 und NR 103 = Annahme)FRAKTION (NR 98 und NR 103 = Annahme)AfD (NR 98 und NR 103 = Ablehnung)ÖkoLinX-ELF (NR 98 = Annahme)BFF-BIG (NR 98 = Ablehnung, NR 103 = Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
zu 2)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPVolt
Ablehnung:
CDU
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, CDU, SPD, FDP und Volt zu 2. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE. und FRAKTION (NR 98 und NR 103 = Annahme) AfD (NR 98 und NR 103 = Ablehnung) ÖkoLinX-ELF (NR 98 = Annahme) BFF-BIG (NR 98 = Ablehnung, NR 103 = Votum im Haupt- und Finanzausschuss)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 4 · 21.09.2021
TO I, TOP 26
Abgelehnt
1. Die Vorlage NR 98 wird abgelehnt. 2. Der Vorlage NR 103 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPAfDVoltBFF-BIGFRAKTION
Ablehnung:
LinkeÖkoLinX-ELF
Sonstige:
Gartenpartei (NR 98 = Annahme, NR 103 = Ablehnung)
zu 2)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPVoltFRAKTION
Ablehnung:
CDUAfDBFF-BIGLinkeÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION gegen LINKE. und ÖkoLinX-ELF (= Annahme) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, Volt, und FRAKTION gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Ablehnung) sowie LINKE. und ÖkoLinX-ELF (= Annahme im Rahmen NR 98) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (NR 98 = Annahme, NR 103 = Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 6 · 23.09.2021
TO I, TOP 8
Abgelehnt
1. Die Vorlage NR 98 wird abgelehnt. 2. a) Der Vorlage NR 103 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Dr. Rosenbaum, Dr. Mehler-Würzbach, Pürsün, David, Kunze, Huber, Telyakar, Fuchs und Zieran sowie von Bürgermeisterin Dr. Eskandari-Grünberg und Stadträtin Voitl dienen zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPAfDVoltBFF-BIGFRAKTION
Ablehnung:
LinkeÖkoLinX-ELFGartenpartei
zu 2 / a)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPVoltFRAKTION
Ablehnung:
CDUAfDBFF-BIGLinkeÖkoLinX-ELF
Enthaltung:
Gartenpartei
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION gegen LINKE., ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei (= Annahme) zu 2. zu a) GRÜNE, SPD, FDP, Volt und FRAKTION gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Ablehnung) sowie LINKE. und ÖkoLinX-ELF (= Annahme im Rahmen NR 98); Gartenpartei (= Enthaltung)

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