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Gedenken an Srebrenica

Vorlagentyp: NRLINKE

Zusammenfassung

Die Stadtverordnetenversammlung wird aufgefordert, ein Konzept für ein jährliches Gedenken an den Völkermord von Srebrenica zu entwickeln. Dies soll in Zusammenarbeit mit Überlebenden und zivilgesellschaftlichen Initiativen geschehen. Ziel ist es, die Erinnerungs- und Bildungskultur in Frankfurt zu fördern und auf die Verantwortung im Umgang mit der Geschichte hinzuweisen.

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Bei Überweisung an den Magistrat läuft die Frist bis zum 27.01.2027.Warum?

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Thema Kultur verfolgen

Antrag

1. ein Konzept für ein jährliches städtisches Gedenken an den Völkermord von Srebrenica am 11. Juli gemeinsam mit Überlebenden, Angehörigen und bestehenden Erinnerungsinitiativen zu entwickeln und dieses ab 2027 umzusetzen; 2. das Gedenken durch historisch-politische Bildungsarbeit zu begleiten und bestehende zivilgesellschaftliche Aktivitäten zu unterstützen; 3. unter Beteiligung migrantischer Selbstorganisationen zu prüfen, wie die Erfahrungen von Krieg, Verfolgung und Vertreibung sowie die Erinnerung an Völkermorde und Verbrechen gegen die Menschlichkeit stärker in die Frankfurter Erinnerungskultur einfließen können.

Begründung

Am 11. Juli 1995 begann der Völkermord von Srebrenica. Im Umkreis der bosnischen Stadt wurden mehr als 8.000 bosnische Männer und Jungen im Alter zwischen 13 und 78 Jahren von bosnisch-serbische Truppen ermordet und in Massengräbern verscharrt. Dieser Genozid war das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Daraus erwächst die Verantwortung, Nationalismus, Rassismus und der Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit entgegenzutreten. Der Völkermord wurde durch internationale Gerichte festgestellt. 2026 wurde der Tag von den Vereinten Nationen zum dritten Mal als "Internationaler Tag der Besinnung und des Gedenkens an den Völkermord von Srebrenica 1995" begangen. Die Geschichte des Bosnienkriegs ist auch Teil der Frankfurter Stadtgeschichte. Viele Menschen fanden hier Zuflucht. Bis heute halten Überlebende, Angehörige und bosnisch-herzegowinische Initiativen die Erinnerung lebendig. Das Gedenken an die Opfer ist eine Mahnung daran, wie abgründig Ethno-Nationalismus und Rassismus enden können. Frankfurt ist eine postmigrantische Stadt. Die historischen Erfahrungen ihrer Einwohner*innen gehören zu ihrer gemeinsamen Geschichte und müssen auch in der öffentlichen Erinnerungskultur sichtbar werden. Frankfurt muss daher seiner Verantwortung nachkommen, die Erinnerung an die Opfer lebendig zu halten.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 29. Oktober 2026 brachte Linke diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein.

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