Ein Miteinander von Leistungs- und Freizeitsport, Erholungspark und Landschaftsschutz auf dem Rennbahngelände
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- Parksuchverkehr um den Hafenpark reduzieren11.10.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Standortvorschläge für orangefarbene Bänke im Ortsbezirk 421.09.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Boulderwand für Erwachsene im Hafenpark errichten14.09.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
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Freizeitsport, Erholungspark und Landschaftsschutz auf dem Rennbahngelände Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt die Realisierung der DFB-Akademie auf dem Gelände der Galopprennbahn in Frankfurt am Main.
- Der Magistrat wird beauftragt,
- a)sollte eine Prüfung ergeben, dass kein gemeinsamer Betrieb von DFB-Akademie und Rennbetrieb möglich ist, wird das verbleibende Rennbahnareal sowohl für Vereinssport als auch als nutzungsungebundener Freizeitsport- und Erholungspark für die Bürgerinnen und Bürger festgeschrieben und entwickelt.
- b)Planung und Konzeption für das Gelände und den Park sollen dabei in besonderem Maße von der Idee der Nachhaltigkeit geleitet werden. Wertvolle Grünflächen, Biotope und Bodendenkmäler wie z.B. der Wald, die Magerwiesen und die Hünengräber werden erhalten, geschützt und behutsam in den Park integriert. Bodenversiegelungen über das DFB Gelände und den Bestand hinaus sollen unterbleiben.
- c)der Stadtverordnetenversammlung wird ein unter diesen Gesichtspunkten entwickelter Rahmenplan vorgelegt.
- d)Für die weitere Ausgestaltung des Rahmenplans wird zusätzlich zur Einbindung des Ortsbeirates auch eine breite Bürgerbeteiligung sichergestellt. Ebenso ist der Sportkreis Frankfurt einzubinden.
- e)Für die erforderlichen Investitionen zur Neugestaltung der öffentlich genutzten Bürgerparkfläche werden alle Möglichkeiten zur Generierung von öffentlichen und privaten Drittmitteln untersucht und genutzt.
- f)Die Nutzungen für den Park werden mit besonderem Augenmerk auf Instandhaltungs- und Pflegekosten gewählt. Dabei sollen sowohl Modelle ehrenamtlicher Pflegepatenschaften wie die Gewinnung von Sponsoren geprüft werden.
- g)Bei der Entwicklung des Areals wird auch der sich anschließende öffentliche Raum bis zur Kreuzung Kennedyallee, Schwarzwaldstraße, Mörfelder Landstraße im Sinne einer optimierten städtebaulichen Lösung mitbedacht. Begründung: Die Ansiedlung der DFB-Akademie auf dem Gelände der Galopprennbahn bietet Frankfurt am Main eine historische Chance, die nicht nur in der Bindung des DFB und des Spitzenfußballs liegt. Von dem gesamten 40 ha großen Gelände würden vom DFB zunächst 15 ha, langfristig maximal 20 ha belegt werden. Weitere 10 ha des Geländes sind Bannwald. So verblieben, für den Fall, dass ein Miteinander von DFB Akademie und Rennbetrieb nicht möglich ist, immer noch 9 ha, also mehr als die doppelte Fläche des Hafenparks. Auf dieser Fläche wäre es wünschenswert, einen Sport- und Freizeitpark für die Frankfurterinnen und Frankfurter, einzurichten. Hier könnten sowohl einige der in der Sportentwicklungsplanung von Vereinen und Bürgerinnen und Bürgern angeregten Angebote wie Flächen zur freien Nutzung verwirklicht werden. Nicht nur Kinder und Jugendliche wünschen sich heute auf Spielplätzen mehr Freiraum. Auch die erwachsenen Bewohnerinnen und Bewohner der verdichteten Großstadt wünschen sich neben Sportstätten und Einrichtungen mehr öffentlichen Raum zur freien Gestaltung. Um eine gute Auswahl künftiger, von vielen Bevölkerungsgruppen angenommener (Sport- und Freizeit) Angebote vornehmen zu können, sollte deshalb bei den Planungen für das Gelände eine breite Bürgerbeteiligung zusätzlich zur Einbindung von Sportkreis und Ortsbeirat sichergestellt werden. Das Gelände liegt jedoch zu nicht unerheblichen Teilen im Grüngürtel. Es gibt besonders schützenswerte Naturbereiche und Bodendenkmäler wie den Wald, die Magerwiesen und die Hünengräber. Diese sind zu erhalten und zu schützen. Auch weitere Bodenversiegelungen sollen im Hinblick auf die schon durch die DFB-Akademie und die mögliche Ansiedlung der DFB-Verwaltung erforderlichen Eingriffe und Ausgleichsmaßnahmen unterbleiben. Im Hinblick auf die Neuordnung und Neuentwicklung des Areals erscheint es sinnvoll, den öffentlichen Raum bis zur Kreuzung Kennedyallee /Schwarzwaldstraße/ Mörfelder Landstraße mit zu betrachten. Die Fläche ist städtebaulich optimierbar. Neben ökologischen Überlegungen sollten die Planungen auch von ökonomischen Überlegungen getragen sein. Nicht nur die Anlage einer 9 bzw. 19 ha großen Freifläche, vor allem die Pflege und die Instandhaltungskosten stellen eine nicht zu vernachlässigende Größenordnung dar. Für Beides sind abgestimmte Planungen und kreative Vorgehensweisen geboten. Die breite Bürgerbeteiligung ist ein wesentlicher Bestandteil für die Akzeptanz der Ansiedlung des DFB auf dem Rennbahnareal und die mögliche Aufgabe des Rennbetriebes. Ökologische und ökonomische Leitplanken sind jedoch im Vorfeld zu definieren, damit Erwartungen und Möglichkeiten zu einem guten Ergebnis führen.
Inhalt
Antrag vom 03.07.2014, NR 957
Betreff: Ein Miteinander von Leistungs- und Freizeitsport, Erholungspark und Landschaftsschutz auf dem Rennbahngelände Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt die Realisierung der DFB-Akademie auf dem Gelände der Galopprennbahn in Frankfurt am Main.
- Der Magistrat wird beauftragt,
- a)sollte eine Prüfung ergeben, dass kein gemeinsamer Betrieb von DFB-Akademie und Rennbetrieb möglich ist, wird das verbleibende Rennbahnareal sowohl für Vereinssport als auch als nutzungsungebundener Freizeitsport- und Erholungspark für die Bürgerinnen und Bürger festgeschrieben und entwickelt.
- b)Planung und Konzeption für das Gelände und den Park sollen dabei in besonderem Maße von der Idee der Nachhaltigkeit geleitet werden. Wertvolle Grünflächen, Biotope und Bodendenkmäler wie z.B. der Wald, die Magerwiesen und die Hünengräber werden erhalten, geschützt und behutsam in den Park integriert. Bodenversiegelungen über das DFB Gelände und den Bestand hinaus sollen unterbleiben.
- c)der Stadtverordnetenversammlung wird ein unter diesen Gesichtspunkten entwickelter Rahmenplan vorgelegt.
- d)Für die weitere Ausgestaltung des Rahmenplans wird zusätzlich zur Einbindung des Ortsbeirates auch eine breite Bürgerbeteiligung sichergestellt. Ebenso ist der Sportkreis Frankfurt einzubinden.
- e)Für die erforderlichen Investitionen zur Neugestaltung der öffentlich genutzten Bürgerparkfläche werden alle Möglichkeiten zur Generierung von öffentlichen und privaten Drittmitteln untersucht und genutzt.
- f)Die Nutzungen für den Park werden mit besonderem Augenmerk auf Instandhaltungs- und Pflegekosten gewählt. Dabei sollen sowohl Modelle ehrenamtlicher Pflegepatenschaften wie die Gewinnung von Sponsoren geprüft werden.
- g)Bei der Entwicklung des Areals wird auch der sich anschließende öffentliche Raum bis zur Kreuzung Kennedyallee, Schwarzwaldstraße, Mörfelder Landstraße im Sinne einer optimierten städtebaulichen Lösung mitbedacht. Begründung: Die Ansiedlung der DFB-Akademie auf dem Gelände der Galopprennbahn bietet Frankfurt am Main eine historische Chance, die nicht nur in der Bindung des DFB und des Spitzenfußballs liegt. Von dem gesamten 40 ha großen Gelände würden vom DFB zunächst 15 ha, langfristig maximal 20 ha belegt werden. Weitere 10 ha des Geländes sind Bannwald. So verblieben, für den Fall, dass ein Miteinander von DFB Akademie und Rennbetrieb nicht möglich ist, immer noch 9 ha, also mehr als die doppelte Fläche des Hafenparks. Auf dieser Fläche wäre es wünschenswert, einen Sport- und Freizeitpark für die Frankfurterinnen und Frankfurter, einzurichten. Hier könnten sowohl einige der in der Sportentwicklungsplanung von Vereinen und Bürgerinnen und Bürgern angeregten Angebote wie Flächen zur freien Nutzung verwirklicht werden. Nicht nur Kinder und Jugendliche wünschen sich heute auf Spielplätzen mehr Freiraum. Auch die erwachsenen Bewohnerinnen und Bewohner der verdichteten Großstadt wünschen sich neben Sportstätten und Einrichtungen mehr öffentlichen Raum zur freien Gestaltung. Um eine gute Auswahl künftiger, von vielen Bevölkerungsgruppen angenommener (Sport- und Freizeit) Angebote vornehmen zu können, sollte deshalb bei den Planungen für das Gelände eine breite Bürgerbeteiligung zusätzlich zur Einbindung von Sportkreis und Ortsbeirat sichergestellt werden. Das Gelände liegt jedoch zu nicht unerheblichen Teilen im Grüngürtel. Es gibt besonders schützenswerte Naturbereiche und Bodendenkmäler wie den Wald, die Magerwiesen und die Hünengräber. Diese sind zu erhalten und zu schützen. Auch weitere Bodenversiegelungen sollen im Hinblick auf die schon durch die DFB-Akademie und die mögliche Ansiedlung der DFB-Verwaltung erforderlichen Eingriffe und Ausgleichsmaßnahmen unterbleiben. Im Hinblick auf die Neuordnung und Neuentwicklung des Areals erscheint es sinnvoll, den öffentlichen Raum bis zur Kreuzung Kennedyallee /Schwarzwaldstraße/ Mörfelder Landstraße mit zu betrachten. Die Fläche ist städtebaulich optimierbar. Neben ökologischen Überlegungen sollten die Planungen auch von ökonomischen Überlegungen getragen sein. Nicht nur die Anlage einer 9 bzw. 19 ha großen Freifläche, vor allem die Pflege und die Instandhaltungskosten stellen eine nicht zu vernachlässigende Größenordnung dar. Für Beides sind abgestimmte Planungen und kreative Vorgehensweisen geboten. Die breite Bürgerbeteiligung ist ein wesentlicher Bestandteil für die Akzeptanz der Ansiedlung des DFB auf dem Rennbahnareal und die mögliche Aufgabe des Rennbetriebes. Ökologische und ökonomische Leitplanken sind jedoch im Vorfeld zu definieren, damit Erwartungen und Möglichkeiten zu einem guten Ergebnis führen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 3. Juli 2014Sie sind hierNRNR 957Ein Miteinander von Leistungs- und Freizeitsport, Erholungspark und Landschaftsschutz auf dem RennbahngeländeSTVV-Antrag · CDU, GRÜNE
- 8. Dezember 2017Antwort des Magistrats · nach 179 WochenBB 393Ein Miteinander von Leistungs- und Freizeitsport, Erholungspark und Landschaftsschutz auf dem RennbahngeländeMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, FREIE WÄHLER, ELF Piraten und RÖMER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und ELF Piraten; SPD und LINKE. (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP (= Annahme im Rahmen NR 844) FREIE WÄHLER (= Ablehnung) RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD und FREIE WÄHLER (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und ELF Piraten gegen FDP (= Annahme im Rahmen NR 844), FREIE WÄHLER (= Ablehnung) und RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und ELF Piraten gegen FDP (= Annahme im Rahmen NR 844), FREIE WÄHLER (= Ablehnung) und RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung)