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Ein Miteinander von Leistungs- und Freizeitsport, Erholungspark und Landschaftsschutz auf dem Rennbahngelände

Vorlagentyp: NRCDUGRÜNE
179 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren5 SitzungenAngenommen
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Begründung

Freizeitsport, Erholungspark und Landschaftsschutz auf dem Rennbahngelände Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt die Realisierung der DFB-Akademie auf dem Gelände der Galopprennbahn in Frankfurt am Main.
  2. Der Magistrat wird beauftragt,
    • a)sollte eine Prüfung ergeben, dass kein gemeinsamer Betrieb von DFB-Akademie und Rennbetrieb möglich ist, wird das verbleibende Rennbahnareal sowohl für Vereinssport als auch als nutzungsungebundener Freizeitsport- und Erholungspark für die Bürgerinnen und Bürger festgeschrieben und entwickelt.
    • b)Planung und Konzeption für das Gelände und den Park sollen dabei in besonderem Maße von der Idee der Nachhaltigkeit geleitet werden. Wertvolle Grünflächen, Biotope und Bodendenkmäler wie z.B. der Wald, die Magerwiesen und die Hünengräber werden erhalten, geschützt und behutsam in den Park integriert. Bodenversiegelungen über das DFB Gelände und den Bestand hinaus sollen unterbleiben.
    • c)der Stadtverordnetenversammlung wird ein unter diesen Gesichtspunkten entwickelter Rahmenplan vorgelegt.
    • d)Für die weitere Ausgestaltung des Rahmenplans wird zusätzlich zur Einbindung des Ortsbeirates auch eine breite Bürgerbeteiligung sichergestellt. Ebenso ist der Sportkreis Frankfurt einzubinden.
    • e)Für die erforderlichen Investitionen zur Neugestaltung der öffentlich genutzten Bürgerparkfläche werden alle Möglichkeiten zur Generierung von öffentlichen und privaten Drittmitteln untersucht und genutzt.
    • f)Die Nutzungen für den Park werden mit besonderem Augenmerk auf Instandhaltungs- und Pflegekosten gewählt. Dabei sollen sowohl Modelle ehrenamtlicher Pflegepatenschaften wie die Gewinnung von Sponsoren geprüft werden.
    • g)Bei der Entwicklung des Areals wird auch der sich anschließende öffentliche Raum bis zur Kreuzung Kennedyallee, Schwarzwaldstraße, Mörfelder Landstraße im Sinne einer optimierten städtebaulichen Lösung mitbedacht. Begründung: Die Ansiedlung der DFB-Akademie auf dem Gelände der Galopprennbahn bietet Frankfurt am Main eine historische Chance, die nicht nur in der Bindung des DFB und des Spitzenfußballs liegt. Von dem gesamten 40 ha großen Gelände würden vom DFB zunächst 15 ha, langfristig maximal 20 ha belegt werden. Weitere 10 ha des Geländes sind Bannwald. So verblieben, für den Fall, dass ein Miteinander von DFB Akademie und Rennbetrieb nicht möglich ist, immer noch 9 ha, also mehr als die doppelte Fläche des Hafenparks. Auf dieser Fläche wäre es wünschenswert, einen Sport- und Freizeitpark für die Frankfurterinnen und Frankfurter, einzurichten. Hier könnten sowohl einige der in der Sportentwicklungsplanung von Vereinen und Bürgerinnen und Bürgern angeregten Angebote wie Flächen zur freien Nutzung verwirklicht werden. Nicht nur Kinder und Jugendliche wünschen sich heute auf Spielplätzen mehr Freiraum. Auch die erwachsenen Bewohnerinnen und Bewohner der verdichteten Großstadt wünschen sich neben Sportstätten und Einrichtungen mehr öffentlichen Raum zur freien Gestaltung. Um eine gute Auswahl künftiger, von vielen Bevölkerungsgruppen angenommener (Sport- und Freizeit) Angebote vornehmen zu können, sollte deshalb bei den Planungen für das Gelände eine breite Bürgerbeteiligung zusätzlich zur Einbindung von Sportkreis und Ortsbeirat sichergestellt werden. Das Gelände liegt jedoch zu nicht unerheblichen Teilen im Grüngürtel. Es gibt besonders schützenswerte Naturbereiche und Bodendenkmäler wie den Wald, die Magerwiesen und die Hünengräber. Diese sind zu erhalten und zu schützen. Auch weitere Bodenversiegelungen sollen im Hinblick auf die schon durch die DFB-Akademie und die mögliche Ansiedlung der DFB-Verwaltung erforderlichen Eingriffe und Ausgleichsmaßnahmen unterbleiben. Im Hinblick auf die Neuordnung und Neuentwicklung des Areals erscheint es sinnvoll, den öffentlichen Raum bis zur Kreuzung Kennedyallee /Schwarzwaldstraße/ Mörfelder Landstraße mit zu betrachten. Die Fläche ist städtebaulich optimierbar. Neben ökologischen Überlegungen sollten die Planungen auch von ökonomischen Überlegungen getragen sein. Nicht nur die Anlage einer 9 bzw. 19 ha großen Freifläche, vor allem die Pflege und die Instandhaltungskosten stellen eine nicht zu vernachlässigende Größenordnung dar. Für Beides sind abgestimmte Planungen und kreative Vorgehensweisen geboten. Die breite Bürgerbeteiligung ist ein wesentlicher Bestandteil für die Akzeptanz der Ansiedlung des DFB auf dem Rennbahnareal und die mögliche Aufgabe des Rennbetriebes. Ökologische und ökonomische Leitplanken sind jedoch im Vorfeld zu definieren, damit Erwartungen und Möglichkeiten zu einem guten Ergebnis führen.

Inhalt

Antrag vom 03.07.2014, NR 957

Betreff: Ein Miteinander von Leistungs- und Freizeitsport, Erholungspark und Landschaftsschutz auf dem Rennbahngelände Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt die Realisierung der DFB-Akademie auf dem Gelände der Galopprennbahn in Frankfurt am Main.
  2. Der Magistrat wird beauftragt,
    • a)sollte eine Prüfung ergeben, dass kein gemeinsamer Betrieb von DFB-Akademie und Rennbetrieb möglich ist, wird das verbleibende Rennbahnareal sowohl für Vereinssport als auch als nutzungsungebundener Freizeitsport- und Erholungspark für die Bürgerinnen und Bürger festgeschrieben und entwickelt.
    • b)Planung und Konzeption für das Gelände und den Park sollen dabei in besonderem Maße von der Idee der Nachhaltigkeit geleitet werden. Wertvolle Grünflächen, Biotope und Bodendenkmäler wie z.B. der Wald, die Magerwiesen und die Hünengräber werden erhalten, geschützt und behutsam in den Park integriert. Bodenversiegelungen über das DFB Gelände und den Bestand hinaus sollen unterbleiben.
    • c)der Stadtverordnetenversammlung wird ein unter diesen Gesichtspunkten entwickelter Rahmenplan vorgelegt.
    • d)Für die weitere Ausgestaltung des Rahmenplans wird zusätzlich zur Einbindung des Ortsbeirates auch eine breite Bürgerbeteiligung sichergestellt. Ebenso ist der Sportkreis Frankfurt einzubinden.
    • e)Für die erforderlichen Investitionen zur Neugestaltung der öffentlich genutzten Bürgerparkfläche werden alle Möglichkeiten zur Generierung von öffentlichen und privaten Drittmitteln untersucht und genutzt.
    • f)Die Nutzungen für den Park werden mit besonderem Augenmerk auf Instandhaltungs- und Pflegekosten gewählt. Dabei sollen sowohl Modelle ehrenamtlicher Pflegepatenschaften wie die Gewinnung von Sponsoren geprüft werden.
    • g)Bei der Entwicklung des Areals wird auch der sich anschließende öffentliche Raum bis zur Kreuzung Kennedyallee, Schwarzwaldstraße, Mörfelder Landstraße im Sinne einer optimierten städtebaulichen Lösung mitbedacht. Begründung: Die Ansiedlung der DFB-Akademie auf dem Gelände der Galopprennbahn bietet Frankfurt am Main eine historische Chance, die nicht nur in der Bindung des DFB und des Spitzenfußballs liegt. Von dem gesamten 40 ha großen Gelände würden vom DFB zunächst 15 ha, langfristig maximal 20 ha belegt werden. Weitere 10 ha des Geländes sind Bannwald. So verblieben, für den Fall, dass ein Miteinander von DFB Akademie und Rennbetrieb nicht möglich ist, immer noch 9 ha, also mehr als die doppelte Fläche des Hafenparks. Auf dieser Fläche wäre es wünschenswert, einen Sport- und Freizeitpark für die Frankfurterinnen und Frankfurter, einzurichten. Hier könnten sowohl einige der in der Sportentwicklungsplanung von Vereinen und Bürgerinnen und Bürgern angeregten Angebote wie Flächen zur freien Nutzung verwirklicht werden. Nicht nur Kinder und Jugendliche wünschen sich heute auf Spielplätzen mehr Freiraum. Auch die erwachsenen Bewohnerinnen und Bewohner der verdichteten Großstadt wünschen sich neben Sportstätten und Einrichtungen mehr öffentlichen Raum zur freien Gestaltung. Um eine gute Auswahl künftiger, von vielen Bevölkerungsgruppen angenommener (Sport- und Freizeit) Angebote vornehmen zu können, sollte deshalb bei den Planungen für das Gelände eine breite Bürgerbeteiligung zusätzlich zur Einbindung von Sportkreis und Ortsbeirat sichergestellt werden. Das Gelände liegt jedoch zu nicht unerheblichen Teilen im Grüngürtel. Es gibt besonders schützenswerte Naturbereiche und Bodendenkmäler wie den Wald, die Magerwiesen und die Hünengräber. Diese sind zu erhalten und zu schützen. Auch weitere Bodenversiegelungen sollen im Hinblick auf die schon durch die DFB-Akademie und die mögliche Ansiedlung der DFB-Verwaltung erforderlichen Eingriffe und Ausgleichsmaßnahmen unterbleiben. Im Hinblick auf die Neuordnung und Neuentwicklung des Areals erscheint es sinnvoll, den öffentlichen Raum bis zur Kreuzung Kennedyallee /Schwarzwaldstraße/ Mörfelder Landstraße mit zu betrachten. Die Fläche ist städtebaulich optimierbar. Neben ökologischen Überlegungen sollten die Planungen auch von ökonomischen Überlegungen getragen sein. Nicht nur die Anlage einer 9 bzw. 19 ha großen Freifläche, vor allem die Pflege und die Instandhaltungskosten stellen eine nicht zu vernachlässigende Größenordnung dar. Für Beides sind abgestimmte Planungen und kreative Vorgehensweisen geboten. Die breite Bürgerbeteiligung ist ein wesentlicher Bestandteil für die Akzeptanz der Ansiedlung des DFB auf dem Rennbahnareal und die mögliche Aufgabe des Rennbetriebes. Ökologische und ökonomische Leitplanken sind jedoch im Vorfeld zu definieren, damit Erwartungen und Möglichkeiten zu einem guten Ergebnis führen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 3. Juli 2014Sie sind hier
    NRNR 957Ein Miteinander von Leistungs- und Freizeitsport, Erholungspark und Landschaftsschutz auf dem Rennbahngelände
    STVV-Antrag · CDU, GRÜNE
  2. 8. Dezember 2017Antwort des Magistrats · nach 179 WochenBB 393Ein Miteinander von Leistungs- und Freizeitsport, Erholungspark und Landschaftsschutz auf dem RennbahngeländeMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 31 · 10.07.2014
TO I, TOP 6
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 957 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDFreie WählerElf PiratenRömer
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, FREIE WÄHLER, ELF Piraten und RÖMER

Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau
Sitzung 31 · 14.07.2014
TO I, TOP 7
Angenommen
Der Vorlage NR 957 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneElf PiratenFDP
Ablehnung:
Freie Wähler
Sonstige:
SPD (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)Linke (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)Römer (Prüfung und Berichterstattung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE und ELF Piraten; SPD und LINKE. (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP (= Annahme im Rahmen NR 844) FREIE WÄHLER (= Ablehnung) RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung)

OBR 5
Sitzung 32 · 18.07.2014
TO I, TOP 57
Zur Kenntnis
Die Vorlage NR 957 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneFDP
Ablehnung:
SPDFreie Wähler
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD und FREIE WÄHLER (= Ablehnung)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 32 · 22.07.2014
TO I, TOP 23
Angenommen
Der Vorlage NR 957 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeElf Piraten
Ablehnung:
FDPFreie WählerRömer
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und ELF Piraten gegen FDP (= Annahme im Rahmen NR 844), FREIE WÄHLER (= Ablehnung) und RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 33 · 24.07.2014
TO I, TOP 12
Angenommen
Der Vorlage NR 957 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeElf Piraten
Ablehnung:
FDPFreie WählerRömer
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und ELF Piraten gegen FDP (= Annahme im Rahmen NR 844), FREIE WÄHLER (= Ablehnung) und RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung)

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