Schluss mit .vorne billig - hinten teuer. Frankfurt macht endlich ernst bei der energetischen Sanierung von Sportanlagen
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Investitionen in energetische Ertüchtigungen im Rahmen von sowieso vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen erscheinen nur vordergründig teuer. Vielmehr sind es die unterlassenen energetischen Sanierungen (beispielsweise in Höchst), die die Stadt Frankfurt am Main teuer kommen werden, zumal es für energiepolitisch sinnvolle Maßnahmen unzählige Förderprogramme gibt. So plant das Sportdezernat entgegen der von der SG Höchst 01 und dem Ortsbeirat 6 einstimmig festgestellten Notwendigkeit der energetischen Ertüchtigung der Sportanlage in Höchst, die sanierungstechnische Minimalvariante. Zwar wird in dem Erläuterungsbericht richtigerweise festgestellt, dass der Baubestand „aus energiewirtschaftlicher Sicht wesentliche Defizite auf(weist)“ und eine „nachhaltige und zeitgemäße Verbesserung in Hinblick auf (. .) eine Optimierung des Primärenergiebedarfes“ erforderlich ist. Dennoch fehlt das durchdachte energiewirtschaftliche Konzept bei der Sanierung. Lediglich die vorhandene, marode Dämmung des Gebäudes und Isolierungen der Wasserleitungen sind vorgesehen. Angezeigt, zeitgemäß und nachhaltig wäre hingegen den Primärenergie-bedarf durch eine solarthermische Anlage (OA 615), ggf. ergänzt durch die Nutzung von Erdwärme, zu reduzieren und die dann zu große Anlage für die Warmwasserbereitung zu ersetzen. Besser als vorne billig, ist hinten billig allemal!
Zu 2. Die Aussage im Magistratsbericht, es gäbe einen Entwurf für das geforderte energiepolitische Förderprogramm, der aber nicht verraten wird, ist unannehmbar!
Inhalt
Antrag vom 15.05.2008, NR 902
Betreff:
Schluss mit .vorne billig - hinten teuer' Frankfurt macht endlich ernst bei der energetischen Sanierung von Sportanlagen
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistratsbericht B 156/08 (Zwischenbericht) wird zurückgewiesen.
- Der Magistrat wird aufgefordert, den Entwurf für das "Förderprogramm zur Gewin-nung von erneuerbaren Energien und zur Energieeinsparung bei Einrichtungen von besitzenden Sportvereinen“ umgehend gegenüber der Stadtverordnetenver-sammlung zu veröffentlichen.
Der Magistrat wird aufgefordert, den Beschluss §10622 vom 26. Januar 2006 bezüglich des Funktionsgebäudes der Höchster Sportanlage so umzusetzen, dass der größtmögliche klimapolitische Nutzen generiert wird (siehe auch OA 615 vom 11. März 2008).
Begründung:
Investitionen in energetische Ertüchtigungen im Rahmen von sowieso vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen erscheinen nur vordergründig teuer. Vielmehr sind es die unterlassenen energetischen Sanierungen (beispielsweise in Höchst), die die Stadt Frankfurt am Main teuer kommen werden, zumal es für energiepolitisch sinnvolle Maßnahmen unzählige Förderprogramme gibt.
So plant das Sportdezernat entgegen der von der SG Höchst 01 und dem Ortsbeirat 6 einstimmig festgestellten Notwendigkeit der energetischen Ertüchtigung der Sportanlage in Höchst, die sanierungstechnische Minimalvariante. Zwar wird in dem Erläuterungsbericht richtigerweise festgestellt, dass der Baubestand "aus energiewirtschaftlicher Sicht wesentliche Defizite auf(weist)“ und eine "nachhaltige und zeitgemäße Verbesserung in Hinblick auf (. .) eine Optimierung des Primärenergiebedarfes“ erforderlich ist. Dennoch fehlt das durchdachte energiewirtschaftliche Konzept bei der Sanierung. Lediglich die vorhandene, marode Dämmung des Gebäudes und Isolierungen der Wasserleitungen sind vorgesehen. Angezeigt, zeitgemäß und nachhaltig wäre hingegen den Primärenergie-bedarf durch eine solarthermische Anlage (OA 615), ggf. ergänzt durch die Nutzung von Erdwärme, zu reduzieren und die dann zu große Anlage für die Warmwasserbereitung zu ersetzen. Besser als vorne billig, ist hinten billig allemal!
Zu 2. Die Aussage im Magistratsbericht, es gäbe einen Entwurf für das geforderte energiepolitische Förderprogramm, der aber nicht verraten wird, ist unannehmbar!
Hauptvorlage: Bericht des Magistrats vom 31.03.2008, B 156
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 31. März 2008BB 156a) Steigende Energiepreise - besitzende Sportvereine unterstützen b) Fotovoltaikanlage (Solaranlage) für den 1. Rödelheimer Fußballclub 02 e. V. c) Mit RegioSolar Sportvereine unterstützenMagistratsbericht
- 15. Mai 2008Sie sind hierNRNR 902Schluss mit .vorne billig - hinten teuer. Frankfurt macht endlich ernst bei der energetischen Sanierung von SportanlagenSTVV-Antrag · SPD
- 19. September 2008BB 621a) Steigende Energiepreise - besitzende Sportvereine unterstützen b) Mit RegioSolar Sportvereine unterstützenMagistratsbericht
- 2. Februar 2009BB 60a) Steigende Energiepreise - besitzende Sportvereine unterstützen b) Mit RegioSolar Sportvereine unterstützenMagistratsbericht
- 27. Juli 2009Antwort des Magistrats · nach 69 WochenBB 622a) Steigende Energiepreise - besitzende Sportvereine unterstützen b) Mit RegioSolar Sportvereine unterstützenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. Die Vorlage B 156 (Zwischenbericht) dient zur Kenntnis. 2. a) Die Ziffern 1. und 2. der Vorlage NR 902 werden abgelehnt. b) Die Ziffer 3. der Vorlage NR 902 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. 3. a) Die Ziffer 1. der Vorlage OA 662 wird abgelehnt. b) Die Ziffer 2. der Vorlage OA 662 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF gegen SPD (= Zurückweisung) zu 2. a) CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE. und FAG (= Annahme); BFF (= Enthaltung) b) CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE. und FAG (= Annahme) sowie FDP (= Ablehnung); BFF (= Enthaltung) zu 3. a) CDU und GRÜNE gegen SPD und BFF (= Annahme) sowie LINKE., FDP und FAG (= Prüfung und Berichterstattung) b) CDU, GRÜNE, LINKE., FDP und FAG gegen SPD und BFF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (B 156 = Kenntnis, NR 902 = Ziffer 1. Ablehnung, Ziffern 2. und 3. Annahme, OA 662 = Ziffer 1. Ablehnung, Ziffer 2. Prüfung und Berichterstattung) NPD (B 156 = Kenntnis, NR 902 = Ziffer 1. Ablehnung, Ziffern 2. und 3. Annahme, OA 662 = vereinfachtes Verfahren) ÖkoLinX-ARL (B 156 = Zurückweisung, NR 902 und OA 662 = Annahme) Stv. Seitz (B 156 = Kenntnis, NR 902 = Annahme im Rahmen OA 662, OA 662 = Annahme)
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. Die Vorlage B 156 (Zwischenbericht) dient zur Kenntnis. 2. a) Die Ziffern 1. und 2. der Vorlage NR 902 werden abgelehnt. b) Die Ziffer 3. der Vorlage NR 902 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. 3. a) Die Ziffer 1. der Vorlage OA 662 wird abgelehnt. b) Die Ziffer 2. der Vorlage OA 662 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG, BFF, REP, NPD und Stv. Seitz gegen SPD und ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung) zu 2. a) NR 902 Ziffer 1. CDU, GRÜNE, FDP, REP und NPD gegen SPD, LINKE., FAG und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) sowie Stv. Seitz (= Annahme im Rahmen OA 662); BFF (= Enthaltung) Ziffer 2. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., FAG, REP, NPD und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) sowie Stv. Seitz (= Annahme im Rahmen OA 662) ; BFF (= Enthaltung) b) CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE., FAG, REP, NPD und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) sowie FDP (= Ablehnung) und Stv. Seitz (= Annahme im Rahmen OA 662); BFF (= Enthaltung) zu 3. a) CDU, GRÜNE und REP gegen SPD, BFF, ÖkoLinX-ARL und Stv. Seitz (= Annahme) sowie LINKE., FDP und FAG (= Prüfung und Berichterstattung) und NPD (= vereinfachtes Verfahren) b) CDU, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und REP gegen SPD, BFF, ÖkoLinX-ARL und Stv. Seitz (= Annahme) sowie NPD (= vereinfachtes Verfahren)