Möglichkeiten für ein "Archiv für Migrationsfilme" erörtern
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Prüfung und den Aufbau eines Archivs für Migrationsfilme in Frankfurt, um die vielfältigen Perspektiven auf Migration zu dokumentieren und zugänglich zu machen. Dies soll das kulturelle Gedächtnis der Stadt bereichern und die Migrationsgeschichte in sozialpolitischer sowie kultureller Hinsicht beleuchten.
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Thema Kultur verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird gebeten zu prüfen und zu berichten, unter welchen Voraussetzungen, mit welchem finanziellen Aufwand und welchen Fördermitteln beim Filmarchiv des Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF) ein eigenes "Archiv für Migrationsfilme" in Frankfurt aufgebaut werden kann. In diesem sollen alle Filme genreübergreifend mit thematischen Bezug zu sämtlichen Formen der Migration nach Deutschland - insbesondere nach Frankfurt - berücksichtigt werden. Bei der Sammlung sollen ggf. auch private Filme oder Filmszenen zur Migrationsgeschichte miteinbezogen werden (z. B. durch einen Aufruf auf der Website des Museums). Neben der Sammlung und der Archivierung der sozial-, kultur-, wirtschafts- und alltagsgeschichtlichen Filmzeugnisse, soll auch geprüft werden, ob bzw. wie den Bürger*innen und den Schulen ein Zugriff auf die Filme oder eine Auswahl der Filme ermöglicht werden kann (z. B. digital oder durch eine Verbindung zu/mit der Frankfurt History App). Dabei soll sowohl eine eigenständige angemessene Präsentation der Filme im DFF als auch eine Ergänzung zu Ausstellungen in anderen Häusern aktuell und fortlaufend geprüft werden.
Begründung
Frankfurt beherbergt neben dem renommierten Deutschen Filminstitut&Filmmuseum (DFF) eine Vielzahl an Institutionen und Filmfestivals verschiedenster Interessensgruppen. Die Bandbreite reicht vom LICHTER Filmfest Frankfurt International über LUCAS (Internationales Festival für junge Filmfans) bis hin zum Türkischen Filmfestival Frankfurt International sowie dem New Generations - Independent Indisches Festival. Gleichzeitig ist Frankfurt bekannt für seine multikulturelle Einwohnerschaft, die sich aus ungefähr 180 verschiedenen Nationen zusammensetzt. Dies macht Frankfurt zu einem idealen Standort für ein zentrales "Archiv für Migrationsfilme". Darüber hinaus kann auf Vorarbeiten des DFF zurückgegriffen werden. Die meisten der heute hier lebenden Zugewanderten kamen aus einfachen Verhältnissen und unter schwierigen Bedingungen hierher, um beispielsweise Krieg, Verfolgung und Terror im Heimatland zu entkommen, um bessere Lebensbedingungen für sich zu schaffen oder auch einfach um ihr Glück zu finden. Einwanderer*innen, egal woher sie ursprünglich kommen, sind vielfach mit Problematiken unterschiedlichster Art konfrontiert - von alltäglichen Vorurteilen und struktureller Benachteiligung bis hin zu strukturellem Rassismus. Diese Thematiken sind auch von Filmschaffenden immer wieder aufgegriffen und verarbeitet worden. Ein "Archiv für Migrationsfilme" wäre somit ein integraler Bestandteil deutscher Migrationsgeschichte, und das in sozialpolitischer sowie kultureller Hinsicht. Ein solches Archiv würde das kulturelle Gedächtnis unserer Gesellschaft bereichern und die unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema Migration beleuchten können.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 28. August 2023Sie sind hierNRNR 741Möglichkeiten für ein „Archiv für Migrationsfilme“ erörternSTVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 18. Dezember 2023BB 484Möglichkeiten für ein „Archiv für Migrationsfilme“ erörternMagistratsbericht
- 19. April 2024Antwort des Magistrats · nach 34 WochenBB 149Möglichkeiten für ein „Archiv für Migrationsfilme“ erörternMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., Volt, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG gegen AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP und FRAKTION (= Annahme) Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., Volt und FRAKTION gegen AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung) BFF-BIG (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG gegen AfD (= Ablehnung) sowie Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)