Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Fachkräfte sichern für Klimaschutz und Energiewende

Vorlagentyp: NRGRÜNESPDFDPVolt
91 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren5 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Antrag zielt darauf ab, Fachkräfte im Bereich Klimaschutz und Energiewende in Frankfurt zu sichern. Dies soll durch die Einladung relevanter Akteure zu Austauschformaten, die Förderung von Ausbildungsprogrammen und die Entwicklung von Schulungszentren geschehen. Das erwartete Ergebnis ist eine Verbesserung der Fachkräftesituation bis 2035.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Schulen und Bildung verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt,

  1. die für eine Fachkräfte-Offensive im Bereich Klimaschutz und Energiewende besonders relevanten Akteur*innen in Frankfurt und der Region Rhein/Main zeitnah zu einem geeigneten Austauschformat einzuladen, um gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, wie der aktuelle und bis 2035 weiter zunehmende Fachkräftemangel in der Klimaschutz- und Energiewende-Branche schnellstmöglich und wirksam in Frankfurt behoben werden kann.
  2. sich bei den Planungen zum "Campus für berufliche Bildung" in Rödelheim dafür einzusetzen, dass der Schwerpunkt auf Ausbildungsgänge im Bereich Klimaschutz und Energiewende (insbes. Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Solartechnik-Anlagen) gelegt und diese aus der Philipp-Holzmann-Schule übernommen werden. Zudem soll ein zukunftsweisendes Schulungscenter für Wärmepumpen und Technik zur regenerativen Wärme-/Energieversorgung entstehen.
  3. sich beim hessischen Kultusministerium als Vertretung im Bund-Länder-Koordinierungsausschuss "Ausbildungsordnungen/Rahmenlehrpläne" der KMK (Kultusministerkonferenz) dafür einzusetzen, dass die Rahmenlehrpläne für die Berufsausbildung im Bereich Klimaschutz und Energiewende weiterhin kontinuierlich und angemessen weiterentwickelt werden, damit sie den rasanten technischen Fortschritt bei der Anlagentechnik und die zunehmende Ausdifferenzierung der Berufsbilder abbilden können. Diesem Erfordernis soll auch das hessische Kultusministerium bei der Umsetzung des Rahmenlehrplans in einen eigenen Lehrplan für Hessen nachkommen.
  4. zu prüfen und berichten, in welcher Form Schüler*innen an Frankfurter Schulen (insbesondere 9. und 10. Klasse aller Schulformen) über die Chancen und Möglichkeiten von Ausbildungsberufen im Bereich Klimaschutz und Energiewende in Frankfurt/Rhein-Main informiert werden. Dafür sollen Angebote des Berufsinformationszentrums der Arbeitsagentur, Angebote zur aufsuchenden Berufsberatung in Schulen, Berufspraktika in Handwerksbetrieben, Berufsbildungsmessen usw. betrachtet werden.
  5. sich bei den Hochschulen in Frankfurt und der Region Rhein/Main dafür einzusetzen, dass im Rahmen der Beratung von Studienabbrecher*innen attraktive Angebote zur Vermittlung in Ausbildungsberufe im Bereich Klimaschutz und Energiewende eingeführt bzw. etabliert werden.

Begründung

Wichtige Pfeiler, um Frankfurt bis 2035 und die Stadtverwaltung bis 2030 klimaneutral zu gestalten, sind die energetische Sanierung aller städtischen Gebäude sowie der privaten Wohn- und Gewerbegebäude im Bestand und der Umstieg auf eine Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen. Laut Umweltbundesamt verursacht der Betrieb von Gebäuden in Deutschland 35 % des Endenergieverbrauchs und 30 % der CO2-Emissionen. Das Wuppertal Institut geht davon aus, dass eine Sanierungsquote von 4 % pro Jahr nötig wäre, um Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen. Eine der zentralen Herausforderungen auf diesem Weg ist der akute und perspektivische Personal- und Fachkräftemangel im Handwerk, z.B. beim Heizungswechsel zu einer nachhaltigen Wärmepumpe, bei der energetischen Dämmung von Gebäuden oder bei der Installation von Solaranlagen. Branchenverbände und IG Metall teilten im April 2022 mit, dass bundesweit 190.000 Handwerker*innen für eine erfolgreiche Klima- und Energiewende fehlten. Der Deutsche Handwerkskammertag spricht sogar von 250.000 fehlenden Fachkräften im Handwerk - mit steigender Tendenz. Jedes Jahr blieben zudem rund 20.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Neben der hohen Auslastung der Betriebe und zu geringen Ausbildungszahlen entspricht auch die Ausbildung gerade im Heizungsbereich noch nicht den Erfordernissen der Energiewende. Jahrzehntelang wurden überwiegend Öl- und Gasheizungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden verbaut und gewartet, natürlich spiegelt sich das in der Ausbildung im Heizungshandwerk wider. In den Ausbildungsplänen für SanitärHeizungKlima-Anlagenmechaniker*innen und -Techniker*innen fehlt der fachliche Fokus auf die Installation regenerativer Wärmetechnik deshalb noch, die Vermittlung entsprechender Kenntnisse und Praxis hat eher optionalen Charakter. Diesen geringen Stellenwert machen staatliche wie private schulische Ausbildungsmodule für diesen Beruf deutlich. Sicher hängt dies auch mit der gewachsenen Breite der gesamten Ausbildungsinhalte dieses Berufsfeldes zusammen - da eine mögliche Herauslösung hin zu einem spezialisierten Berufsbild Heizungs-Anlagenmechaniker*innen auf Bundes- und Landesebene entschieden werden würde, müssen andere Möglichkeiten zur Gewichtung der Ausbildung in regenerativer Wärmetechnik gefunden werden. Schließlich haben auch die Ausbildungsbetriebe zwangsläufig einen ganz unterschiedlichen praktischen Erfahrungshorizont beim Einbau von Wärmepumpen, vor allem in Bestandsgebäude, so dass die Fähigkeiten in dieser Zukunftstechnik bei Berufstätigen wie Berufseinsteiger*innen derzeit erheblich vom (ausbildenden) Betrieb abhängen. Beim systematischen Austausch der fossilen Heizungsanlagen mit dem Ziel klimaneutraler Wärmeversorgung werden Wärmepumpen jedoch eine zentrale Rolle spielen - die Lücken in Aus- bzw. Weiterbildung der aktuellen und zukünftigen Fachkräfte für eine der Schlüsseltechnologien der Wärme- und Energiewende müssen geschlossen werden. Hersteller von Heiz-, Kühl-, und Klimasystemen wie Viessmann, Buderus und Panasonic betreiben in Hessen Schulungszentren für ihre Produkte. Eine stärkere Nutzung derartiger Kompetenzen für die Ausbildung, aber auch die Einrichtung eines herstellerübergreifenden Schulungszentrums zum Praxistraining in der Region, z. B. im "Campus für berufliche Bildung" in Rödelheim, könnten ein Baustein sein. Die Fachkräfte-Offensive der Stadt Frankfurt ergänzt und komplettiert die Anstrengungen des Bundes und des Landes zur Sicherung von Fachkräften im Bereich Klimaschutz und Energiewende. Die Bundesregierung hat im Rahmen ihrer "Fachkräftestrategie" ein "Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung" eingerichtet und u.a. bereits den Fachkräftebedarf für den beschleunigten Ausbau von Wind- und Sonnenkraft im Bundesgebiet erhoben. Die hessische Landesregierung hat ein Bündnis initiiert, welches gemeinsam Lösungen zur Fachkräftesicherung in verschiedenen Berufsfeldern entwickelt, eine "Fachkräfteoffensive" gestartet und hierfür eine eigene "Stabsstelle Fachkräftesicherung" eingerichtet.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 27. Juni 2023Sie sind hier
    NRNR 710Fachkräfte sichern für Klimaschutz und Energiewende
    STVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
  2. 23. Februar 2024BB 84Fachkräfte sichern für Klimaschutz und EnergiewendeMagistratsbericht
  3. 12. August 2024BB 306Fachkräfte sichern für Klimaschutz und EnergiewendeMagistratsbericht
  4. 28. März 2025Antwort des Magistrats · nach 91 WochenBB 133Fachkräfte sichern für Klimaschutz und EnergiewendeMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
Sitzung 20 · 12.09.2023
TO I, TOP 11
Angenommen
Der Vorlage NR 710 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltFRAKTIONÖkoLinX-ELFBFF-BIG
Ablehnung:
CDUAfD
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION und ÖkoLinX-ELF gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Annahme)

Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
Sitzung 20 · 14.09.2023
TO I, TOP 7
Angenommen
Der Vorlage NR 710 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltFRAKTIONÖkoLinX-ELFBFF-BIGGartenpartei
Ablehnung:
CDUAfD
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) und AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Annahme mit der Maßgabe, im Magistrat Photovoltaik-Spezialisten einzustellen)

Ausschusses für Bildung und Schulbau
Sitzung 20 · 18.09.2023
TO I, TOP 10
Angenommen
Der Vorlage NR 710 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltFRAKTIONBFF-BIG
Ablehnung:
CDUAfDÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION und BFF-BIG gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) und AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 25 · 28.09.2023
TO I, TOP 11
Angenommen
a) Der Vorlage NR 710 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Huber, Edelmann, Thoma, Schwander und Podstatny dienen zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltFRAKTIONÖkoLinX-ELFBFF-BIG
Ablehnung:
CDUAfDGartenpartei
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu a) GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung), AfD (= Ablehnung) und Gartenpartei (= Annahme mit der Maßgabe, im Magistrat Photovoltaik-Spezialisten einzustellen)

Ausschusses für Bildung und Schulbau
Sitzung 24 · 19.02.2024
TO I, TOP 4
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage NR 710 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPLinkeAfDVoltBFF-BIG
Ablehnung:
ÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., AfD, Volt und BFF-BIG gegen ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung)

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen