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Selbstverpflichtungserklärung für den Abschluss von Ausbildungsverträgen in der Stadtverwaltung und in städtischen Betrieben!

Vorlagentyp: NRSPD
2 Stationen im Verfahren9 SitzungenAbgelehnt

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Begründung

Es ist nicht zu akzeptieren, dass der Magistrat auf dieses Anliegen mit Ausflüchten über eine scheinbar nicht steuerbare Personalpolitik reagiert. Die Liste der Erklärungen ist lang: der Datenschutz mache es dem Magistrat unmöglich, aussagefähige Statistiken über den Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund in der Stadtverwaltung zu erstellen, eine Bevorzugung sei gleichzeitig auch eine Benachteiligung, qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber seien schwierig zu finden und überhaupt sei eine Forderung nach Erhöhung des Migrantenanteils längst erfüllt. Die Logik dieser Argumentation erschließt sich nicht. Aus dem vom zuständigen Personaldezernenten vorgetragenen Zahlen für die Jahre 2005 – 2007 ergibt sich folgendes Bild: Von 280 neueingestellten Azubis bei der Stadt während dieser Zeit hatten 45 einen Migrationshintergrund. Einstellungen für Ausbildungsplätze bei der Stadt Frankfurt am Main Jahr Bewerbungen gesamt Bewerber/innen mit Migrationshintergrund Einstellungen gesamt Geeignete Bewerber/innen mit Migrationshintergrund Einstellungen von Bewerber/innen mit Migrationshintergrund 2005 4867 728 97 18 2006 3209 454 83 19 9 2007 4598 661 100 24 18 Gesamt 12674 1843 280 43 45 16. Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung am 15.11.2007, hier: Frage Nr. 510, Antwort des Magistrats und Bericht des Magistrats B 694 vom 24.09.2007 Der derzeitige Anteil von Auszubildenden mit Migrationshintergrund in der Stadtverwaltung beträgt knapp 16%, während der Anteil der jungen Menschen mit Migrationshintergrund in der Stadtgesellschaft auf weit über 50% geschätzt wird. Da der Anteil der in der Stadtverwaltung beschäftigten Migranten trotz vieler Worte und Bekundungen und nach zahlreichen Anträgen der Stadtverordnetenversammlung immer noch nicht signifikant erhöht wurde, gibt es zur Selbstverpflichtung keine Alternative mehr.

Inhalt

Antrag vom 28.11.2007, NR 692

Betreff:

Selbstverpflichtungserklärung für den Abschluss von Ausbildungsverträgen in der Stadtverwaltung und in städtischen Betrieben!

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Bericht B 694 wird als Zwischenbericht zur Kenntnis genommen.
  2. Beim Abschluss von Ausbildungsverträgen in der städtischen Verwaltung und in städtischen Betrieben wird sofort angestrebt, dass 40 Prozent der Auszubildenden einen Migrationshintergrund haben sollen. Um als Auszubildende mit Migrationshintergrund erfasst werden zu können, sollen Bewerberinnen und Bewerber nachweislich mindestens ein Elternteil nicht deutscher Herkunft haben. Die Stadt Frankfurt am Main bekundet ihren Willen in einer Selbstverpflichtungserklärung, in der der Richtwert von 40 Prozent festgehalten wird. Begründung: Es ist nicht zu akzeptieren, dass der Magistrat auf dieses Anliegen mit Ausflüchten über eine scheinbar nicht steuerbare Personalpolitik reagiert. Die Liste der Erklärungen ist lang: der Datenschutz mache es dem Magistrat unmöglich, aussagefähige Statistiken über den Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund in der Stadtverwaltung zu erstellen, eine Bevorzugung sei gleichzeitig auch eine Benachteiligung, qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber seien schwierig zu finden und überhaupt sei eine Forderung nach Erhöhung des Migrantenanteils längst erfüllt. Die Logik dieser Argumentation erschließt sich nicht. Aus dem vom zuständigen Personaldezernenten vorgetragenen Zahlen für die Jahre 2005 – 2007 ergibt sich folgendes Bild: Von 280 neueingestellten Azubis bei der Stadt während dieser Zeit hatten 45 einen Migrationshintergrund. Einstellungen für Ausbildungsplätze bei der Stadt Frankfurt am Main Jahr Bewerbungen gesamt Bewerber/innen mit Migrationshintergrund Einstellungen gesamt Geeignete Bewerber/innen mit Migrationshintergrund Einstellungen von Bewerber/innen mit Migrationshintergrund 2005 4867 728 97 18 2006 3209 454 83 19 9 2007 4598 661 100 24 18 Gesamt 12674 1843 280 43 45
  3. Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung am 15.11.2007, hier: Frage Nr. 510, Antwort des Magistrats und Bericht des Magistrats B 694 vom 24.09.2007 Der derzeitige Anteil von Auszubildenden mit Migrationshintergrund in der Stadtverwaltung beträgt knapp 16%, während der Anteil der jungen Menschen mit Migrationshintergrund in der Stadtgesellschaft auf weit über 50% geschätzt wird. Da der Anteil der in der Stadtverwaltung beschäftigten Migranten trotz vieler Worte und Bekundungen und nach zahlreichen Anträgen der Stadtverordnetenversammlung immer noch nicht signifikant erhöht wurde, gibt es zur Selbstverpflichtung keine Alternative mehr. Hauptvorlage: Bericht des Magistrats vom 24.09.2007, B 694 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Recht, Verwaltung und Sicherheit Ausschuss für Bildung und Integration Zuständige sonstige Gremien: KAV Versandpaket: 05.12.2007

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 24. September 2007BB 694a) Migrantinnen und Migranten in der Stadtverwaltung: Genug der schönen Worte, konkrete Maßnahmen sind gefragt b) Eine Stadtverwaltung für und mit Migrantinnen und MigrantenMagistratsbericht
  2. 28. November 2007Sie sind hier
    NRNR 692Selbstverpflichtungserklärung für den Abschluss von Ausbildungsverträgen in der Stadtverwaltung und in städtischen Betrieben!
    STVV-Antrag · SPD

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf9 Beratungen
Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 16 · 03.12.2007
TO I, TOP 9
Beraten
nicht auf TO 1. Die Beratung der Vorlage B 694 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Beratung der Vorlage NR 692 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPBFF
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und BFF zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und BFF

Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit
Sitzung 16 · 10.12.2007
TO I, TOP 15
Beraten
1. Die Beratung der Vorlage B 694 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Beratung der Vorlage NR 692 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAG
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FAG zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FAG

KAV
Sitzung 21 · 15.01.2008
TO II, TOP 29
Angenommen
Der Vorlage NR 692 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 17 · 21.01.2008
TO I, TOP 11
Beraten
nicht auf TO 1. Die Beratung der Vorlage B 694 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Beratung der Vorlage NR 692 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGBFF
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF

Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit
Sitzung 17 · 28.01.2008
TO I, TOP 14
Beraten
nicht auf TO 1. Die Beratung der Vorlage B 694 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Beratung der Vorlage NR 692 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAG
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FAG zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FAG

Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 18 · 18.02.2008
TO I, TOP 97
Beraten
nicht auf TO 1. Die Beratung der Vorlage B 694 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Beratung der Vorlage NR 692 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGBFF
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF

Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit
Sitzung 18 · 25.02.2008
TO I, TOP 47
Abgelehnt
1. Die Vorlage B 694 dient zur Kenntnis. 2. Die Vorlage NR 692 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUGrüneFDPFAG
Ablehnung:
SPDLinke
Sonstige:
BFF (B 694 = Kenntnis, NR 692 = Ablehnung)REP (B 694 = Kenntnis, NR 692 = Ablehnung)NPD (B 694 = Kenntnis, NR 692 = Ablehnung)ÖkoLinX-ARL (B 694 = Zurückweisung, NR 692 = Ziffer 1. Ablehnung, Ziffer 2. Annahme)
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüneFDP
Ablehnung:
SPDLinkeFAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, FDP und FAG gegen SPD und LINKE. (= Kenntnis als Zwischenbericht) zu 2. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD (= Annahme), LINKE. (= Ziffer 1. und 2. Satz 1 Annahme, Ziffer 2. Satz 2 und 3 Ablehnung) und FAG (= Ziffer 1. Annahme, Ziffer 2. Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF, REP und NPD (B 694 = Kenntnis, NR 692 = Ablehnung) ÖkoLinX-ARL (B 694 = Zurückweisung, NR 692 = Ziffer 1. Ablehnung, Ziffer 2. Annahme)

Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 19 · 10.03.2008
TO I, TOP 12
Abgelehnt
1. Die Vorlage B 694 dient zur Kenntnis. 2. Die Vorlage NR 692 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUGrüneLinkeFDPBFF
Ablehnung:
SPDFAG
Sonstige:
NPD (B 694 = Kenntnis, NR 692 = Ablehnung)
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüneFDPBFF
Ablehnung:
SPDLinkeFAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, LINKE., FDP und BFF gegen SPD und FAG (= Kenntnis als Zwischenbericht) zu 2. CDU, GRÜNE, FDP und BFF gegen SPD, LINKE. und FAG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: NPD (B 694 = Kenntnis, NR 692 = Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 22 · 18.03.2008
TO II, TOP 43
Abgelehnt
1. Die Vorlage B 694 dient zur Kenntnis. 2. Die Vorlage NR 692 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUGrüneFDPFAGBFFREPNPD
Ablehnung:
SPDLinkeÖkoLinX-ARL
zu 2 / Ziffer 1)
Zustimmung:
CDUGrüneFDPBFFREPNPDÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
SPDLinkeFAGGrüneFDPBFFREPNPD
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, FDP, FAG, BFF, REP und NPD gegen SPD und LINKE. (= Kenntnis als Zwischenbericht) sowie ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung) zu 2. NR 692 Ziffer 1.: CDU, GRÜNE, FDP, BFF, REP, NPD und ÖkoLinX-ARL gegen SPD, LINKE. und FAG (= Annahme) Ziffer 2. Satz 1: CDU, GRÜNE, FDP, FAG, BFF, REP, NPD und ÖkoLinX-ARL gegen SPD und LINKE. (= Annahme) Ziffer 2. Sätze 2 und 3: CDU, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG, BFF, REP, NPD und ÖkoLinX-ARL gegen SPD (= Annahme)

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