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S 6 während des Ausbaus: ÖPNV im Frankfurter Norden sichern

Vorlagentyp: NRFRANKFURTER
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Thema Verkehr und Straße verfolgen

Begründung

Ausbaus: ÖPNV im Frankfurter Norden sichern Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 22.02.2019 Der Ausbau der Main-Weser-Bahn (S 6 - Strecke) wird von vielen Anwohnern begrüßt, verspricht er doch, den öffentlichen Nahverkehr im Frankfurter Norden mittelfristig zu verbessern. Es sollte der Deutschen Bahn und der Stadt Frankfurt ein selbstverständliches Anliegen sein, während der Bauzeit die Belastungen für die Bevölkerung und vor allem für die umweltfreundlichen Verkehrs-teilnehmer möglichst gering zu halten. Davon ist jedoch bislang wenig zu erkennen. So werden z.B. Ersatzverkehre an den NutzerInnen vorbei geplant (NR 562) und Vorschläge aus dem Ortsbeirat 14 zur Aufrechterhaltung eines zumindest erträglichen ÖPNVs während der Bauzeit (OM 3099) abgelehnt. Offensichtlich ist den verantwortlichen Stellen nicht bekannt, dass am Bahnhof Berkersheim die S-Bahnen in zwei Richtungen verkehren und auch genutzt werden. Der Frankfurter Stadtteil Harheim, der noch heute über die Telefon-Vorwahl von Bad Vilbel verfügt, ist über den Bahnhof Berkersheim nur zwei Minuten S-Bahn-Fahrzeit von Bad Vilbel entfernt. Deshalb gehen viele Harheimer Kinder in Bad Vilbel zur Schule und viele Menschen dort zu den Fachärzten. Im Stadtteil Harheim leben viele Familien und sehr viele ältere Menschen, beide Bevölkerungs-gruppen sind auf guten öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Bereits vor einigen Jahren wurde, um Personalkosten zu sparen, die Taktung des Busverkehrs der Linie 25 vom Bahnhof Berkersheim nach Harheim verschlechtert, ein Anschluss aus Richtung Friedberg/Bad Vilbel wird seitdem von Traffiq nicht mehr angestrebt. Das muss sich ändern. Wie aus dem Ortsbeirat 14 zu hören ist, soll Anfang 2019 für drei Monate die Nidda-Brücke in Harheim für alle Verkehrsteilnehmer (!) gesperrt werden - welche Konsequenzen dies für die Fahrgäste nach Bad Vilbel und Frankfurt hat, ist diesen noch nicht bekannt. Aber auch für die Zeit danach gibt es noch große Unklarheiten, so ist noch immer nicht klar, welche barrierefreie Brückenlösung gebaut werden wird. Laut Ortsbeirat fühlt sich die Deutsche Bahn für die Belange der Harheimer ÖPNV-Nutzer nicht zuständig, aus dem Verkehrsdezernat hingegen wartet man angeblich darauf, dass sich die Ortsbeiräte 10 und 14 auf eine gemeinsame Brückenlösung einigen. Warum ausgerechnet bei einem Bauprojekt, dass Tausende von Menschen täglich betreffen wird, die Verantwortung auf Ortsbeiräte geschoben wird - die verständlicherweise die jeweiligen und unterschiedlichen Interessen ihres Stadtteils im Blick haben - statt die Expertise aus dem Fachdezernat einzusetzen, ist völlig unverständlich.

Inhalt

Antrag vom 08.10.2018, NR 667

Betreff: S 6 während des Ausbaus: ÖPNV im Frankfurter Norden sichern Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 22.02.2019 Der Ausbau der Main-Weser-Bahn (S 6 - Strecke) wird von vielen Anwohnern begrüßt, verspricht er doch, den öffentlichen Nahverkehr im Frankfurter Norden mittelfristig zu verbessern. Es sollte der Deutschen Bahn und der Stadt Frankfurt ein selbstverständliches Anliegen sein, während der Bauzeit die Belastungen für die Bevölkerung und vor allem für die umweltfreundlichen Verkehrs-teilnehmer möglichst gering zu halten. Davon ist jedoch bislang wenig zu erkennen. So werden z.B. Ersatzverkehre an den NutzerInnen vorbei geplant (NR 562) und Vorschläge aus dem Ortsbeirat 14 zur Aufrechterhaltung eines zumindest erträglichen ÖPNVs während der Bauzeit (OM 3099) abgelehnt. Offensichtlich ist den verantwortlichen Stellen nicht bekannt, dass am Bahnhof Berkersheim die S-Bahnen in zwei Richtungen verkehren und auch genutzt werden. Der Frankfurter Stadtteil Harheim, der noch heute über die Telefon-Vorwahl von Bad Vilbel verfügt, ist über den Bahnhof Berkersheim nur zwei Minuten S-Bahn-Fahrzeit von Bad Vilbel entfernt. Deshalb gehen viele Harheimer Kinder in Bad Vilbel zur Schule und viele Menschen dort zu den Fachärzten. Im Stadtteil Harheim leben viele Familien und sehr viele ältere Menschen, beide Bevölkerungs-gruppen sind auf guten öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Bereits vor einigen Jahren wurde, um Personalkosten zu sparen, die Taktung des Busverkehrs der Linie 25 vom Bahnhof Berkersheim nach Harheim verschlechtert, ein Anschluss aus Richtung Friedberg/Bad Vilbel wird seitdem von Traffiq nicht mehr angestrebt. Das muss sich ändern. Wie aus dem Ortsbeirat 14 zu hören ist, soll Anfang 2019 für drei Monate die Nidda-Brücke in Harheim für alle Verkehrsteilnehmer (!) gesperrt werden - welche Konsequenzen dies für die Fahrgäste nach Bad Vilbel und Frankfurt hat, ist diesen noch nicht bekannt. Aber auch für die Zeit danach gibt es noch große Unklarheiten, so ist noch immer nicht klar, welche barrierefreie Brückenlösung gebaut werden wird. Laut Ortsbeirat fühlt sich die Deutsche Bahn für die Belange der Harheimer ÖPNV-Nutzer nicht zuständig, aus dem Verkehrsdezernat hingegen wartet man angeblich darauf, dass sich die Ortsbeiräte 10 und 14 auf eine gemeinsame Brückenlösung einigen. Warum ausgerechnet bei einem Bauprojekt, dass Tausende von Menschen täglich betreffen wird, die Verantwortung auf Ortsbeiräte geschoben wird - die verständlicherweise die jeweiligen und unterschiedlichen Interessen ihres Stadtteils im Blick haben - statt die Expertise aus dem Fachdezernat einzusetzen, ist völlig unverständlich. Dies vorausgeschickt möge die Stadtverordnetenversammlung beschließen:

  1. Der Magistrat legt umgehend dar, wie die Harheimer Bevölkerung während der Schließung der Nidda-Brücke in 2019 an den ÖPNV angebunden bleibt. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Ersatzverkehr möglichst komfortabel, das heißt eng und an beide S-Bahn-Richtungen getaktet, d.h. Richtung Friedberg und Richtung Frankfurt, geplant wird.
  2. Wird eine Umleitung der Buslinie 25 zum S-Bahnhalt Frankfurter Berg in Betracht gezogen, stellt der Magistrat sicher, dass diese Linie während der Bauphase ganztags und auch am Wochenende alle 15 Minuten verkehrt. Denn während zurzeit viele Fahrgäste - vor allem am schlecht getakteten Wochenende - zu Fuß vom S-Bahn-Halt nach Harheim gehen, wird dies vom Frankfurter Berg nicht möglich sein.
  3. Der Bus 28 fährt ab Januar 2019 von 9 bis 16 Uhr alle 15 Minuten von Harheim zur U-Bahn-Station Kalbach, statt bisher nur zweimal in der Stunde, um die Buslinie 25 zu entlasten und zu verhindern, dass noch mehr Harheimer Bürger auf den Autoverkehr umsteigen.
  4. Damit auch Fahrgäste nach Bad Vilbel und Friedberg sinnvoll an den öffentlichen Nahverkehr angebunden bleiben, wird der Bus 65 ab Nieder-Erlenbach nach Bad Vilbel (und zurück) mit der Linie 25 nach Harheim getaktet, d.h. die Umsteigezeit dementsprechend angepasst.
  5. Der Magistrat legt umgehend die Planung für das Brückenbauwerk am Bahnhof Berkersheim vor.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 8. Oktober 2018Sie sind hier
    NRNR 667S 6 während des Ausbaus: ÖPNV im Frankfurter Norden sichern
    STVV-Antrag · FRANKFURTER
  2. 5. August 2019BB 276S 6 während des Ausbaus: ÖPNV im Frankfurter Norden sichernMagistratsbericht
  3. 28. August 2020Antwort des Magistrats · nach 99 WochenBB 411S 6 während des Ausbaus: ÖPNV im Frankfurter Norden sichernMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
OBR 14
Sitzung 26 · 22.10.2018
TO I, TOP 13
Angenommen
Der Vorlage NR 667 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 10
Sitzung 26 · 23.10.2018
TO I, TOP 25
Zur Kenntnis
Die Vorlage NR 667 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneLinkeBFFFDP
Ablehnung:
SPD
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, LINKE., BFF und FDP gegen SPD (= Zurückweisung)

Verkehrsausschusses
Sitzung 25 · 30.10.2018
TO I, TOP 11
Beraten
nicht auf TO Die Vorlage NR 667 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDP
Sonstige:
BFF (Annahme)Frankfurter (Annahme)FRAKTION (Prüfung und Berichterstattung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE. und FDP Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF und FRANKFURTER (= Annahme) FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung)

Verkehrsausschusses
Sitzung 29 · 26.03.2019
TO I, TOP 6
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage NR 667 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER

Verkehrsausschusses
Sitzung 32 · 20.08.2019
TO I, TOP 6
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage NR 667 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRAKTION

Mitdiskutieren

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