Stellplatzsatzung sozial-ökologisch novellieren - Baukosten senken und Mobilitätswende sichern
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, die Stellplatzsatzung in Frankfurt am Main sozial-ökologisch zu novellieren. Dies geschieht mit der Absicht, Baukosten zu senken und die Mobilitätswende zu sichern, indem die Vorgaben an den tatsächlichen Bedarf und an eine gute ÖPNV-Anbindung angepasst werden. Der seit langem geforderte Umbau soll eine nachhaltige und bedarfsgerechte Parkplatzregelung schaffen.
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Thema Fahrradfahren verfolgenAntrag
- die Stellplatzsatzung der Stadt Frankfurt am Main vor dem Hintergrund der Novellierung des § 52 HBO zu evaluieren und einen Entwurf für ihre Neufassung vorzulegen;
- dabei insbesondere zu prüfen, wie die Pflicht zur Bereitstellung von Pkw-Stellplätzen über die unmittelbar geltenden Vorgaben der HBO hinaus reduziert oder aufgehoben werden kann, insbesondere bei gutem ÖPNV-Anschluss, gefördertem und gemeinwohlorientiertem Wohnungsbau sowie bei verbindlichen autoarmen Mobilitätskonzepten;
- die Anforderungen an sichere, barrierefrei erreichbare und alltagstaugliche Fahrradabstellplätze sowie an Stellplätze für Menschen mit Behinderung zu erhalten und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln;
- die Auswirkungen unterschiedlicher Regelungen auf Baukosten, bezahlbare Mieten, Flächenverbrauch, den öffentlichen Straßenraum, die Barrierefreiheit sowie die Einnahmen und Verwendungsmöglichkeiten aus der Stellplatzablöse darzustellen;
- die Neufassung mit dem Ausbau der Parkraumbewirtschaftung, der Reduzierung des Parkens im öffentlichen Straßenraum und dem Ausbau von ÖPNV, Fuß-, Rad- und Sharing-Angeboten zu verbinden.
Begründung
Die Novellierung des § 52 HBO hat die Stellplatzpflicht für den Wohnungsbau bereits deutlich begrenzt. Deshalb ist eine Anpassung der Frankfurter Stellplatzsatzung notwendig. Verpflichtende Pkw-Stellplätze können Flächen binden, versiegeln und insbesondere durch den Bau von Tiefgaragen die Baukosten erhöhen. Die Vorgaben sollten daher stärker am tatsächlichen Bedarf, an der ÖPNV-Anbindung und an verbindlichen Mobilitätskonzepten ausgerichtet werden.
Eine vollständige Abschaffung der Satzung greift jedoch zu kurz. Sie würde Pkw- und Fahrradstellplätze undifferenziert behandeln und kommunale Gestaltungsmöglichkeiten aufgeben. Ziel muss eine sozial-ökologische Neuregelung sein: weniger verpflichtende Pkw-Stellplätze, gute und barrierefrei erreichbare Fahrradabstellanlagen sowie eine Verbindung mit Parkraumbewirtschaftung und dem Ausbau umweltfreundlicher Mobilitätsangebote.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 18. September 2026 brachte Linke diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 01.10.2026 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, SPD, Linke, Volt und ÖkoLinX-ELF-PARTEI gegen AfD, FDP und BFF-DFRA-FREIE WÄHLER (= Annahme) zu 2. CDU, GRÜNE, SPD und Volt gegen Linke und ÖkoLinX-ELF-PARTEI (= Annahme); AfD, FDP und BFF-DFRA-FREIE WÄHLER (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, SPD und Linke gegen AfD, FDP, BFF-DFRA-FREIE WÄHLER und ÖkoLinX-ELF-PARTEI (= Annahme) zu 2. CDU, GRÜNE, SPD und AfD gegen Linke und ÖkoLinX-ELF-PARTEI (= Annahme); FDP und BFF-DFRA-FREIE WÄHLER (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss sowie Personal) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Volt (NR 54 und NR 64 = Ablehnung) Stadtv. Yilmaz (NR 54 = Ablehnung, NR 64 = Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, SPD, Linke und Volt gegen AfD, FDP und BFF-DFRA-FREIE WÄHLER (= Annahme) zu 2. CDU, GRÜNE, SPD, AfD, Volt, FDP und BFF-DFRA-FREIE WÄHLER gegen Linke (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF-PARTEI (NR 54 und NR 64 = Annahme) Stadtv. Yilmaz (NR 54 = Ablehnung, NR 64 = Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, SPD, Linke und Volt gegen AfD, FDP, BFF-DFRA-FREIE WÄHLER und ÖkoLinX-ELF-PARTEI (= Annahme) zu 2. CDU, GRÜNE, SPD, AfD, Volt, FDP und BFF-DFRA-FREIE WÄHLER gegen Linke und ÖkoLinX-ELF-PARTEI (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Stadtv. Yilmaz (NR 54 = Ablehnung, NR 64 = Prüfung und Berichterstattung)