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EU-Beihilfen für "grüne" Fernwärme sichern

Vorlagentyp: NRLINKE
63 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren6 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die Sicherstellung von EU-Beihilfen zur Förderung von grüner Fernwärme in Frankfurt. Ziel ist es, die Umstellung auf erneuerbare Energien und die Modernisierung der Fernwärmesysteme voranzutreiben, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Dies soll durch Machbarkeitsstudien und den Bau neuer Kraftwerke geschehen.

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat stellt sicher, dass die Mainova aus den jüngst genehmigten EU-Beihilfen zur Förderung von Fernwärme aus erneuerbaren Energiequellen direkte Zuschüsse erschließt für:

  1. eine Machbarkeitsstudie zur Umstellung des Heizkraftwerk West und des angeschlossenen Fernwärmeverbundnetzes auf erneuerbare Energiequellen und Abwärme.
  2. den Bau neuer Kraftwerke für die Wärmeerzeugung durch Solarenergie.
  3. die Modernisierung der bestehenden Fernwärmeleitungsnetze, um diese mit Abwärme und erneuerbaren Energien betreiben zu können.
  4. den Bau neuer mit Abwärme oder erneuerbaren Energien betriebener Fernwärmesysteme.

Begründung

Die EU-Kommission erlaubt seinen Mitgliedsstaaten in den nächsten 6 Jahren Beihilfen von knapp 3 Milliarden Euro zu vergeben, um Fernwärme aus erneuerbaren Energien zu fördern. Für Betreiber von Fernwärmesystemen wie die Mainova soll der Anreiz geschaffen werden, in der Fernwärmeproduktion erneuerbare Energien zu nutzen. Über direkte Zuschüsse können so Machbarkeitsstudien, der Bau neuer Kraftwerke für die Wärmeerzeugung durch Solarenergie oder die Modernisierung sowie den Neubau von Fernwärmesystemen gefördert werden. Laut Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sind grüne Fernwärmenetze vor allem in Städten und dicht besiedelten Gegenden die beste Lösung, um von Öl- und Gasheizungen wegzukommen und die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu mindern. Gerade auf Frankfurt trifft dies besonders zu. Im Heizkraftwerk West wurde bis vor Kurzem Steinkohle aus Russland und umstrittenen Förderregionen in Kolumbien verbrannt. Bis wahrscheinlich Ende 2026 wird dies nun mit Kohle aus Südafrika und Indonesien fortgeführt. Auch hier sind die Förderbedingungen in den Abbauregionen unklar. Ab 2026 soll dann eine gerade im Bau befindliche zusätzliche Gasturbine für eine Umstellung der Fernwärme von Kohle auf den etwas weniger klimaschädlichen Energieträger Gas sorgen. Diese Gasturbine wird zu einem hohen Anteil auch mit Wasserstoff betrieben werden können. Woher der Wasserstoff allerdings kommen soll und ob dieser dann auch "grün" sein wird, ist noch völlig unklar. Die Mainova macht das von der Marktverfügbarkeit von Wasserstoff abhängig. Das ist auch kein Wunder, denn Frankfurt hat bislang so gut wie keine eigenen erneuerbaren Energien erschlossen. Das lokale Potenzial aus Solar-, Wind- und Wasserkraft, Biogas, Geothermie als auch Abwärme der verschiedenen Abwärmequellen wie Rechenzentren oder der Kanalisation bleibt weiterhin ungenutzt. Dabei hat die Bundesregierung mit dem Osterpaket eine Erhöhung der Ausbauziele für erneuerbare Energien festgeschrieben, die durch eine Neufassung des Hessischen Energiegesetzes auch in Hessen Gültigkeit erlangen. Künftig gilt eine Photovoltaikpflicht auf landeseigenen Gebäuden und Stellplätzen. Es müssen zwei Prozent der Landesfläche für die Windenergie an Land, sowie ein Prozent für Photovoltaikanlagen ausgewiesen werden, auch in Frankfurt. Zudem soll für Kommunen ab 20.000 Einwohner*innen eine kommunale Wärmeplanung verpflichtend werden. Kommunen müssen dann ganzheitliche Konzepte zur Wärmeeffizienz und -versorgung erstellen. Eine entsprechende Machbarkeitsstudie und die Neuausrichtung des Fernwärme-Verbundnetzes auf Abwärme und erneuerbare Energien könnte der Schlüssel zur Wärmewende in Frankfurt sein. Die Stadt Frankfurt muss sicherstellen, dass diese Chance ergriffen wird.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 5. August 2022Sie sind hier
    NRNR 459EU-Beihilfen für „grüne“ Fernwärme sichern
    STVV-Antrag · Linke
  2. 20. Oktober 2023Antwort des Magistrats · nach 63 WochenBB 388EU-Beihilfen für „grüne“ Fernwärme sichernMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf6 Beratungen
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
Sitzung 10 · 06.09.2022
TO I, TOP 14
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 459 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und FRAKTION

Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
Sitzung 10 · 08.09.2022
TO I, TOP 14
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 459 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltÖkoLinX-ELFBFF-BIGFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION

Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
Sitzung 11 · 04.10.2022
TO I, TOP 8
Beraten
nicht auf TO Die Vorlage NR 459 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDVoltBFF-BIG
Ablehnung:
CDUAfDLinkeFRAKTION
Sonstige:
FDP (Prüfung und Berichterstattung)ÖkoLinX-ELF (Annahme bei Streichung der Worte "Abwärme oder" in Ziffer 4.)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, Volt und BFF-BIG gegen CDU und AfD (= Ablehnung) sowie LINKE. und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP (= Prüfung und Berichterstattung) ÖkoLinX-ELF (= Annahme bei Streichung der Worte "Abwärme oder" in Ziffer 4.)

Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
Sitzung 11 · 06.10.2022
TO I, TOP 8
Beraten
nicht auf TO Die Vorlage NR 459 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPBFF-BIG
Ablehnung:
CDULinkeÖkoLinX-ELF
Sonstige:
AfD (Ablehnung)Gartenpartei (Ablehnung)Volt (Prüfung und Berichterstattung)FRAKTION (Annahme)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und BFF-BIG gegen CDU (= Ablehnung), LINKE. (= Annahme) sowie ÖkoLinX-ELF (= Annahme mit der Maßgabe, dass bei Ziffer 4. die Worte "mit Abwärme oder" gestrichen werden) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD und Gartenpartei (= Ablehnung) Volt (= Prüfung und Berichterstattung) FRAKTION (= Annahme)

Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
Sitzung 15 · 14.02.2023
TO I, TOP 3
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage NR 459 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPVoltBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt und BFF-BIG

Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
Sitzung 19 · 04.07.2023
TO I, TOP 3
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage NR 459 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeVoltFRAKTIONBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., Volt, FRAKTION und BFF-BIG

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