Weitere Nutzung der Elektrobusakkus für Photovoltaik
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Prüfung der weiteren Nutzung von Elektrobusakkus als Hausstromspeicher für Photovoltaikanlagen. Dies ist ökonomisch und ökologisch sinnvoll, da die Akkus am Ende ihrer Nutzung noch einen Großteil ihrer Kapazität besitzen und stationär weniger beansprucht werden. Die erwartete Lebensdauer der Akkus kann durch diese Maßnahme erheblich verlängert werden.
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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert zu prüfen und berichten, inwieweit die Akkus der von der Stadt oder städtischen Gesellschaften gekauften E-Busse und anderer Elektrofahrzeuge bei Ablauf der Nutzungszeit im Busbetrieb bzw. bei Unterschreiten der für die Fahrzeugnutzung notwendigen Restkapazität noch als Hausstromspeicher für von der Stadt oder deren Gesellschaften errichteten Photovoltaikanlagen oder anderer Nutzung wirtschaftlich verwendbar sind. Bei positiver Prüfung soll diese Weiterverwendung in die Wege geleitet werden.
Begründung
Wenn Akkus für den Einsatz im E-Fahrzeug nicht mehr leistungsfähig genug sind, haben sie immer noch 70 bis 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität. Sie in diesem Zustand bereits zu entsorgen, erscheint daher weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. Am Ende ihres mobilen Lebens können sie stattdessen stationär weiterhin gute Dienste leisten. Anders als im E-Auto ist es bei einem festen Energiespeicher auch weniger wichtig, möglichst viel Speicherkapazität auf möglichst kleinem Raum unterzubringen. Im stationären Betrieb werden die Akkus auch deutlich weniger gestresst als im Elektroauto, wo sie bei Beschleunigung und Rekuperation (der Energierückgewinnung beim Bremsvorgang) ständig stark gefordert werden. Der stationäre Betrieb ist deutlich gleichmäßiger, das Laden und Entladen geschieht langsamer und ist dadurch deutlich schonender für die Batterie. Das kommt auch der Lebensdauer der Akkumulatoren zugute. Messreihen von Alterungsprozessen im Labor haben ergeben, dass die so weiter verwendeten Akkus noch weitere 10 bis 12 Jahre genutzt werden können.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 4. Mai 2022Sie sind hierNRNR 397Weitere Nutzung der Elektrobusakkus für PhotovoltaikSTVV-Antrag · CDU
- 14. Oktober 2022Antwort des Magistrats · nach 23 WochenBB 404Weitere Nutzung der Elektrobusakkus für PhotovoltaikMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und FDP gegen CDU, LINKE., AfD und ÖkoLinX-ELF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Volt und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., AfD, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)