Struwwelpeter-Museum - Chancen am neuen Standort in der Altstadt
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Thema Kultur verfolgenBegründung
Standort in der Altstadt Der geplante Umzug des Struwwelpeter-Museums aus der Liegenschaft im Westend in die wiedererbaute Altstadt bietet eine große Chance für das Museum und die Altstadt. Die Werke Heinrich Hoffmanns sind weltberühmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden. Seine enge Verbindung mit der Stadt Frankfurt ist jedoch kaum bekannt. Hoffmann machte sich nicht nur in der Literatur einen Namen, sondern war auch stets politisch engagiert - zum Beispiel als Mitglied im Vorparlament, das 1848 die erste deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche vorbereitete. Ferner machte er sich in der Armenpflege verdient und setzte sich als Nervenarzt fast 40 Jahre lang für eine humanere Behandlung von psychisch Kranken ein. Heinrich Hoffmann verbrachte mit Ausnahme weniger Studienjahre sein ganzes Leben in Frankfurt und besitzt bis heute weit über Stadt- und Landesgrenzen hinaus große Popularität. Die neue Heimstätte für das Struwwelpeter-Museum "Hinter den Lämmchen 2 und 4" eröffnet der Stadt, dank der zentralen Lage und der vergrößerten Ausstellungsfläche von rund 600 m2, zukünftig die Möglichkeit, noch mehr Besucherinnen und Besuchern aus der Region und aus aller Welt ganz unterschiedliche politische, historische und künstlerische Facetten der Stadt näherzubringen, die mit dem Wirken Hoffmanns in Frankfurt verbunden sind. Damit wird das Museum dazu beitragen, die Altstadt zu einem zentralen touristischen Anziehungspunkt zu machen. Es wird mit einer Vervierfachung der Besucherzahl gerechnet. Darüber hinaus soll das Struwwelpeter-Museum weiterhin eine Funktion als Lernort erfüllen, damit die neue Altstadt - geplant als ein urbanes Wohnquartier - auch montags und in den frühen Abendstunden lebendig bleibt. Die Absicht des Museums, außerhalb des unmittelbaren Museumsprogramms anspruchsvolle Veranstaltungen anzubieten, ist sehr zu begrüßen. Zudem gibt es für den Erdgeschossbereich verschiedene potentielle Nutzungsmöglichkeiten (z. B. als Shop mit einem damit verbundenen Getränkeausschank oder kleinem Café), die den Anwohnerinnen und Anwohnern vor Ort sehr zugutekommen könnten. Das neue Konzept für Ausstellung und Museumspädagogik wird derzeit erarbeitet. Für die anstehenden Etat-Beratungen wäre es in diesem Zusammenhang wichtig, nähere Informationen zu der geplanten Umsetzung, den anfallenden, laufenden Betriebskosten und eventuell notwendigen städtischen Zuschüssen zu erhalten, um eine reibungslose Umsetzung des Projektes zu gewährleisten und eine optimale Nutzung des Hauses für Museumsbesucherinnen und -besucher sowie Anwohnerinnen und Anwohner zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund möge die Stadtverordnetenversammlung beschließen: Der Magistrat wird gebeten, a) die Konzepte für Ausstellung und Museumspädagogik für den neuen Standort in der Altstadt den städtischen Gremien vorzustellen, b) die damit für den städtischen Haushalt verbundenen Kosten zu beziffern, c) zu prüfen und zu berichten, wie auch außerhalb der üblichen Museumszeiten eine öffentliche und möglichst diverse Nutzung der beiden Erdgeschoss-Bereiche realisiert werden kann.
Inhalt
Antrag vom 08.03.2017, NR 278
Betreff: Struwwelpeter-Museum - Chancen am neuen Standort in der Altstadt Der geplante Umzug des Struwwelpeter-Museums aus der Liegenschaft im Westend in die wiedererbaute Altstadt bietet eine große Chance für das Museum und die Altstadt. Die Werke Heinrich Hoffmanns sind weltberühmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden. Seine enge Verbindung mit der Stadt Frankfurt ist jedoch kaum bekannt. Hoffmann machte sich nicht nur in der Literatur einen Namen, sondern war auch stets politisch engagiert - zum Beispiel als Mitglied im Vorparlament, das 1848 die erste deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche vorbereitete. Ferner machte er sich in der Armenpflege verdient und setzte sich als Nervenarzt fast 40 Jahre lang für eine humanere Behandlung von psychisch Kranken ein. Heinrich Hoffmann verbrachte mit Ausnahme weniger Studienjahre sein ganzes Leben in Frankfurt und besitzt bis heute weit über Stadt- und Landesgrenzen hinaus große Popularität. Die neue Heimstätte für das Struwwelpeter-Museum "Hinter den Lämmchen 2 und 4" eröffnet der Stadt, dank der zentralen Lage und der vergrößerten Ausstellungsfläche von rund 600 m2, zukünftig die Möglichkeit, noch mehr Besucherinnen und Besuchern aus der Region und aus aller Welt ganz unterschiedliche politische, historische und künstlerische Facetten der Stadt näherzubringen, die mit dem Wirken Hoffmanns in Frankfurt verbunden sind. Damit wird das Museum dazu beitragen, die Altstadt zu einem zentralen touristischen Anziehungspunkt zu machen. Es wird mit einer Vervierfachung der Besucherzahl gerechnet. Darüber hinaus soll das Struwwelpeter-Museum weiterhin eine Funktion als Lernort erfüllen, damit die neue Altstadt - geplant als ein urbanes Wohnquartier - auch montags und in den frühen Abendstunden lebendig bleibt. Die Absicht des Museums, außerhalb des unmittelbaren Museumsprogramms anspruchsvolle Veranstaltungen anzubieten, ist sehr zu begrüßen. Zudem gibt es für den Erdgeschossbereich verschiedene potentielle Nutzungsmöglichkeiten (z. B. als Shop mit einem damit verbundenen Getränkeausschank oder kleinem Café), die den Anwohnerinnen und Anwohnern vor Ort sehr zugutekommen könnten. Das neue Konzept für Ausstellung und Museumspädagogik wird derzeit erarbeitet. Für die anstehenden Etat-Beratungen wäre es in diesem Zusammenhang wichtig, nähere Informationen zu der geplanten Umsetzung, den anfallenden, laufenden Betriebskosten und eventuell notwendigen städtischen Zuschüssen zu erhalten, um eine reibungslose Umsetzung des Projektes zu gewährleisten und eine optimale Nutzung des Hauses für Museumsbesucherinnen und -besucher sowie Anwohnerinnen und Anwohner zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund möge die Stadtverordnetenversammlung beschließen: Der Magistrat wird gebeten, a) die Konzepte für Ausstellung und Museumspädagogik für den neuen Standort in der Altstadt den städtischen Gremien vorzustellen, b) die damit für den städtischen Haushalt verbundenen Kosten zu beziffern, c) zu prüfen und zu berichten, wie auch außerhalb der üblichen Museumszeiten eine öffentliche und möglichst diverse Nutzung der beiden Erdgeschoss-Bereiche realisiert werden kann.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 8. März 2017Sie sind hierNRNR 278Struwwelpeter-Museum - Chancen am neuen Standort in der AltstadtSTVV-Antrag · CDU, SPD, GRÜNE
- 31. Juli 2017BB 235Struwwelpeter-Museum - Chancen am neuen Standort in der AltstadtMagistratsbericht
- 18. Dezember 2017Antwort des Magistrats · nach 41 WochenBB 412Struwwelpeter-Museum - Chancen am neuen Standort in der AltstadtMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRANKFURTER Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Annahme) ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER gegen ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)