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Abschließende Gesundheitsuntersuchung zum Störfall von 1993

Vorlagentyp: NRSPDGRÜNE
2 Stationen im Verfahren5 SitzungenAngenommen

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Begründung

Gesundheitsuntersuchung zum Störfall von 1993 Im Januar 2005 hat die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat beauftragt, die bisherigen Gesundheitsuntersuchungen wegen des Hoechster Störfalls im Werk Griesheim von 1993 zum Abschluss zu bringen. Dazu sollte das Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin, BIPS, anstatt eines Abgleichs mit den Krebsregistern folgende Untersuchungen durchführen: - Adressrecherche (Adress-Follow-up) und Vitalitätserhebung - Analyse der Sterblichkeit (Mortalitätsstudie) einschließlich Auswertung und Berichterstattung Ein Krebsregisterabgleich erschien als nicht sinnvoll, denn das hessische Krebsregister hat nicht die erforderliche Vollständigkeit erreicht und nicht in allen Bundesländern wurde mit dem Aufbau eines Krebsregisters begonnen. Im September 2005 sind mehrere Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung vom BIPS angeschrieben worden, denn der Auftrag für die beiden Studien ist bisher nicht erteilt worden. Während der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main entgegen dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung die Studie ausgeschrieben hat und darum um die Herausgabe der vom BIPS erhobenen Daten drängt, besteht das BIPS darauf, seine Erkenntnisse aus den Studien für die weitere wissenschaftliche Arbeit veröffentlichen zu dürfen. Darüber hinaus hat das BIPS abgelehnt, die erhobenen Daten zu vernichten. Dies sei unethisch, denn eine Weiterverfolgung eventueller Spätfolgen sei hiernach unmöglich. Diese Auffassung würde, so das BIPS, durch eine Stellungnahme der Deutschen Forschungsgemeinschaft gestützt. Die Stadtverordnetenversammlung möge daher beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert, den Stadtverordnetenbeschluss § 8572 vom 27. Januar 2005 umzusetzen und das BIPS mit den genannten Studien zu beauftragen. Bedingungen, wie die Vernichtung der Daten nach Beendigung der Studie und das Verbot der Veröffentlichung der Ergebnisse durch das Institut unterbleiben.

Inhalt

Antrag vom 16.11.2005, NR 2123

Betreff: Abschließende Gesundheitsuntersuchung zum Störfall von 1993 Im Januar 2005 hat die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat beauftragt, die bisherigen Gesundheitsuntersuchungen wegen des Hoechster Störfalls im Werk Griesheim von 1993 zum Abschluss zu bringen. Dazu sollte das Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin, BIPS, anstatt eines Abgleichs mit den Krebsregistern folgende Untersuchungen durchführen: - Adressrecherche (Adress-Follow-up) und Vitalitätserhebung - Analyse der Sterblichkeit (Mortalitätsstudie) einschließlich Auswertung und Berichterstattung Ein Krebsregisterabgleich erschien als nicht sinnvoll, denn das hessische Krebsregister hat nicht die erforderliche Vollständigkeit erreicht und nicht in allen Bundesländern wurde mit dem Aufbau eines Krebsregisters begonnen. Im September 2005 sind mehrere Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung vom BIPS angeschrieben worden, denn der Auftrag für die beiden Studien ist bisher nicht erteilt worden. Während der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main entgegen dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung die Studie ausgeschrieben hat und darum um die Herausgabe der vom BIPS erhobenen Daten drängt, besteht das BIPS darauf, seine Erkenntnisse aus den Studien für die weitere wissenschaftliche Arbeit veröffentlichen zu dürfen. Darüber hinaus hat das BIPS abgelehnt, die erhobenen Daten zu vernichten. Dies sei unethisch, denn eine Weiterverfolgung eventueller Spätfolgen sei hiernach unmöglich. Diese Auffassung würde, so das BIPS, durch eine Stellungnahme der Deutschen Forschungsgemeinschaft gestützt. Die Stadtverordnetenversammlung möge daher beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert, den Stadtverordnetenbeschluss § 8572 vom 27. Januar 2005 umzusetzen und das BIPS mit den genannten Studien zu beauftragen. Bedingungen, wie die Vernichtung der Daten nach Beendigung der Studie und das Verbot der Veröffentlichung der Ergebnisse durch das Institut unterbleiben.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 16. November 2005Sie sind hier
    NRNR 2123Abschließende Gesundheitsuntersuchung zum Störfall von 1993
    STVV-Antrag · SPD, GRÜNE
  2. 22. Dezember 2006MM 245Abschließende Gesundheitsuntersuchungen zum Störfall Höchst von 1993Magistratsvortrag

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
OBR 6
Sitzung 47 · 10.01.2006
TO I, TOP 32
Zur Kenntnis
Die Vorlage NR 2123 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDREPFraktionslosGrüne
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, REP und fraktionslos; GRÜNE = Zustimmung

Gesundheitsausschusses
Sitzung 47 · 16.01.2006
TO I, TOP 4
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 2123 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG

Gesundheitsausschusses
Sitzung 48 · 13.02.2006
TO I, TOP 5
Zur Kenntnis
Es dient zur Kenntnis, dass der Gesundheitsausschuss die Beratung der Vorlage NR 2123 auf den Haupt- und Finanzausschuss delegiert hat.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 50 · 21.02.2006
TO I, TOP 28
Angenommen
Der Vorlage NR 2123 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneFDPFAGDie LinkeE.l
Ablehnung:
CDUGrüneFDPÖkoLinX-ARL
Sonstige:
REP (Prüfung und Berichterstattung)
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: erster Absatz: SPD, GRÜNE, FDP und FAG gegen CDU (= Ablehnung) zweiter Absatz: SPD, GRÜNE und FAG gegen CDU und FDP (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Prüfung und Berichterstattung) Die Linke. und E.L. (= Annahme) ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 52 · 23.02.2006
TO II, TOP 6
Angenommen
Der Vorlage NR 2123 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneFDPFAGDie LinkeE.l
Ablehnung:
CDUÖkoLinX-ARLREPGrüneFAGDie LinkeE.lFDP
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: erster Absatz: SPD, GRÜNE, FDP, FAG, Die Linke. und E.L. gegen CDU und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung) sowie REP (= Prüfung und Berichterstattung) zweiter Absatz: SPD, GRÜNE, FAG, Die Linke. und E.L. gegen CDU, FDP und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung) sowie REP (= Prüfung und Berichterstattung)

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