Einrichtung einer Ausstellungs- und Gedenkstätte an das .KZ Katzbach. in den Adlerwerken
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Thema Wohnen verfolgenBegründung
Gedenkstätte an das "KZ Katzbach" in den Adlerwerken Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistrat wird aufgefordert, Räumlichkeiten in den Adlerwerken unverzüglich anzumieten, um in einer Gedenkausstellung das Erinnern an das ehemalige KZ Katzbach zu ermöglichen. Es ist zumindest eine Zwischenlösung zu ermöglichen bis zum Ausbau des Bunkers in der Friedberger Anlage für alle Opfergruppen.
- Der Magistrat wird außerdem aufgefordert, bis zu Haushaltsaufstellung 2012 eine Lösung zu finden, wie der Betrieb der Ausstellung durch die Claudy-Stiftung finanziell gesichert werden kann. Begründung: Der richtige Ort für das Gedenken an die im KZ Katzbach über 1.600 inhaftierten Opfer des Naziterrors, von den 528 in Frankfurt an Hunger und Kälte starben oder ermordet wurden, sind die Adlerwerke, die einen der wenigen in Frankfurt noch erhaltenen originären Tatorte des NS-Regimes darstellen. Die Claudy-Stiftung bemüht sich seit Jahren um Räumlichkeiten dort, um eine Ausstellung sowie Informations- und Bildungsstätte einrichten zu können. Für die vom Vermieter der Claudy-Stiftung kostengünstig angebotenen Räume müsste kurzfristig ein Mietvertrag geschlossen werden, ansonsten stehen sie für dieses wichtige Projekt nicht mehr zur Verfügung. Die Stiftung kann die Räume für zwei Jahre aus eigenen Mitteln bzw. Spendengeldern finanzieren, danach muss eine Lösung für die Finanzierung von rd. 30.000 Euro pro Jahr gefunden werden. Konzepte und Ausstellungsobjekte sind vorhanden und es bedarf lediglich eines guten Willens seitens des Magistrats, um diese Gedenk- und Bildungsstätte Wirklichkeit werden zu lassen. Die Unterbringung der Initiative im Bunker in der Friedberger Anlage gemeinsam mit anderen Initiativen ist in absehbarer Zeit noch nicht darstellbar. Eine "Bündelung der Aktivitäten" im Bunker Friedberger Anlage wird dem Anliegen der Initiatoren der Gedenkstätte Katzbach/Adlerwerke nicht gerecht.
Inhalt
Antrag vom 15.09.2010, NR 2007
Betreff: Einrichtung einer Ausstellungs- und Gedenkstätte an das "KZ Katzbach" in den Adlerwerken Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistrat wird aufgefordert, Räumlichkeiten in den Adlerwerken unverzüglich anzumieten, um in einer Gedenkausstellung das Erinnern an das ehemalige KZ Katzbach zu ermöglichen. Es ist zumindest eine Zwischenlösung zu ermöglichen bis zum Ausbau des Bunkers in der Friedberger Anlage für alle Opfergruppen.
- Der Magistrat wird außerdem aufgefordert, bis zu Haushaltsaufstellung 2012 eine Lösung zu finden, wie der Betrieb der Ausstellung durch die Claudy-Stiftung finanziell gesichert werden kann. Begründung: Der richtige Ort für das Gedenken an die im KZ Katzbach über 1.600 inhaftierten Opfer des Naziterrors, von den 528 in Frankfurt an Hunger und Kälte starben oder ermordet wurden, sind die Adlerwerke, die einen der wenigen in Frankfurt noch erhaltenen originären Tatorte des NS-Regimes darstellen. Die Claudy-Stiftung bemüht sich seit Jahren um Räumlichkeiten dort, um eine Ausstellung sowie Informations- und Bildungsstätte einrichten zu können. Für die vom Vermieter der Claudy-Stiftung kostengünstig angebotenen Räume müsste kurzfristig ein Mietvertrag geschlossen werden, ansonsten stehen sie für dieses wichtige Projekt nicht mehr zur Verfügung. Die Stiftung kann die Räume für zwei Jahre aus eigenen Mitteln bzw. Spendengeldern finanzieren, danach muss eine Lösung für die Finanzierung von rd. 30.000 Euro pro Jahr gefunden werden. Konzepte und Ausstellungsobjekte sind vorhanden und es bedarf lediglich eines guten Willens seitens des Magistrats, um diese Gedenk- und Bildungsstätte Wirklichkeit werden zu lassen. Die Unterbringung der Initiative im Bunker in der Friedberger Anlage gemeinsam mit anderen Initiativen ist in absehbarer Zeit noch nicht darstellbar. Eine "Bündelung der Aktivitäten" im Bunker Friedberger Anlage wird dem Anliegen der Initiatoren der Gedenkstätte Katzbach/Adlerwerke nicht gerecht.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 15. September 2010Sie sind hierNRNR 2007Einrichtung einer Ausstellungs- und Gedenkstätte an das .KZ Katzbach. in den AdlerwerkenSTVV-Antrag · SPD
- 4. Februar 2011Antwort des Magistrats · nach 20 WochenBB 80Einrichtung einer Ausstellungs- und Gedenkstätte an das .KZ Katzbach. in den AdlerwerkenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu a) Ablehnung der Dringlichkeit durch CDU, GRÜNE, FDP, FAG und FREIE WÄHLER gegen SPD und LINKE. (= Aufnahme auf TO)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE und LINKE. gegen FDP (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE. und FAG (= Annahme) sowie FREIE WÄHLER (= Prüfung und Berichterstattung ohne Zusatz) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP und NPD (= Ablehnung) ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., FAG und ÖkoLinX-ARL (= Annahme), FREIE WÄHLER (= Prüfung und Berichterstattung ohne Zusatz) sowie REP und NPD (= Ablehnung)