Abitur auf Umwegen - endlich Zahlen vorlegen
Zusammenfassung
Der Antrag fordert den Magistrat auf, umfassende Daten über die Bildungswege von Schülerinnen und Schülern in Frankfurt zu erheben, insbesondere für diejenigen, die das Abitur auf Umwegen erlangt haben. Dies ist notwendig, um die Wirksamkeit bildungs- und sozialpolitischer Investitionen zu evaluieren und um die individuellen Bildungswege besser nachvollziehen zu können.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
- Wie viele Schülerinnen und Schüler, die einen qualifizierenden Realschulabschluss erlangt haben und anschließend die Sekundarstufe II eines Gymnasiums besuchten, haben in den letzten 10 Jahren in Frankfurt mit Abitur abgeschlossen?
- Wie viele Schülerinnen und Schüler, die nach der Grundschule nicht direkt auf ein Gymnasium wechselten, absolvierten in den letzten 10 Jahren auf welchen Wegen in Frankfurt ihr Abitur? Wir bitten um eine nach Schuljahren aufgeschlüsselte Angabe.
- Wie hoch war der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund an den Zahlen nach Ziffer 1. und 2.?
Begründung
Seit 2013 stellt der Antragsteller dem Magistrat diese Fragen, ohne je eine qualifizierte Antwort erhalten zu haben. Auch der Versuch mithilfe des Antrags NR 1100/2020 den Magistrat zur Einholung der Daten zu verpflichten, scheiterte. In der Begründung zum Antrag heißt es: "Individuelle Wege durch das Schulsystem auswerten zu können, wäre nach Einschätzung eines Vertreters des Stadtschulamtes auf Basis der hessischen Lehrer- und Schülerdatenbank (LUSD) jedoch technisch möglich. Umgesetzt wird das bislang offenbar nicht. Bereits 2003 hatte die Kultusministerkonferenz (KMK) einen Kerndatensatz für schulstatistische Individualdaten der Länder verabredet. Ermöglicht werden sollte die Rekonstruktion von Bildungsverläufen anhand von Längsschnittdaten. In Bayern, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen sollte mit der stufenweisen Umstellung der Schulstatistik auf Individualdaten begonnen werden. Eine kritische Diskussion zum "gläsernen Schüler" behinderte das. Eigene Bestrebungen des Hessischen Statistischen Landesamts vor einigen Jahren, versuchsweise eine entsprechende Datei aufzubauen, sind offenbar ebenfalls ohne Ergebnis geblieben. Schulstatistische Längsschnittdaten und mit ihnen die Darstellung von Entwicklungs- und Bildungsverläufen (und ihrer Hintergrundbedingungen) sind von fundamentaler Bedeutung, will man Schlüsse gewinnen, ob und wie bildungs- und sozialpolitische Investitionen wirken. Bevor derartiges hessenweit in Gang gebracht ist, müssen jedoch schon heute Erkenntnisse zum Abiturabschluss auf 'Umwegen' für Frankfurt gewonnen werden. Die gefragten Daten liegen den Schulen mit gymnasialer Oberstufe elektronisch vor. Dem Datenschutz, um aus Individualdaten keine 'Personendaten' erkennen zu können, ist Rechnung zu tragen. Für die Abfrage, wie viele SchülerInnen von Förderschulen auf Regelschulen wechseln, wird das schon lange praktiziert. Es ist deshalb dringend erforderlich, dass der Magistrat endlich mit Nachdruck die Zahlen zu den Bildungsverläufen in Frankfurt eruiert und vorlegt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 28. Oktober 2021Sie sind hierNRNR 146Abitur auf Umwegen - endlich Zahlen vorlegenSTVV-Antrag · ÖkoLinX-ELF
- 9. September 2022Antwort des Magistrats · nach 45 WochenBB 349Abitur auf Umwegen - endlich Zahlen vorlegenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf11 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme); AfD (= Enthaltung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP und Volt
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE. und ÖkoLinX-ELF (= Annahme) AfD (= Enthaltung)