Taktisches Feuerwehrkonzept 2020
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Antrag vom 13.07.2004, NR 1451
Betreff:
Taktisches Feuerwehrkonzept 2020
Die Vorlage M 116 wird bis zur abschließenden Beantwortung der folgenden Fragen zurückgestellt:
Zu 1.:
Wann wurde das HBKG eingeführt beziehungsweise beschlossen ?
Zu 2.:
Warum wurden die neue Zentralwache und die später gebaute Hafenwache nicht bei der Planung bereits in ein Gesamtkonzept aufgenommen?
Warum war es bisher nicht möglich, die elektronischen Kommunikationsanlagen (Notruf- und Einsatzsteuerung), die noch am alten Standort (FW 1 - Ernst-Achilles-Platz/Hanauer Landstraße) in die neue Zentralwache Hügelstraße zu überführen?
Zu 3.:
Waren die Begründungen für die oben genannte Wachen gegenläufig zum jetzigen Antrag?
Zu 4.:
Welche Abstimmung der Belange der medizinischen Notfallversorgung soll geschehen?
Sollen die Hilfsorganisationen in die Staffelwachen aufgenommen werden?
Zu 5.:
Sollen jahrelange Provisorien geschaffen werden zu Lasten des Einsatzpersonals?
Steht der Absatz nicht im Widerspruch zum Absatz 3 - "schnellstmöglich“ -?
Zu 6. und 7.:
Setzt man für die im Staffelkonzept reduzierte Mannschaft auf 1/5 nicht einen hohen Ausbildungsstand voraus?
Welche Bewertung erfahren diese Stellen?
Warum ist die im Laufbahnrecht geschaffene, unterste Funktion nach A8 BBO nicht umgesetzt und wurde durch weitere Erschwernisse belastet?
Während bei Polizei und Justiz in Hessen die dortigen Stellen mindestens nach Ausbildung und Aufnahme der beruflichen Tätigkeit im gehobenen Dienst (A 9 bis A13) ausgewiesen sind, verbleiben die Beamten der BF zu 90% im mittleren Dienst. Dabei müssen die Beamten der BF neben einer handwerklichen Ausbildung für den Dienst bei der BF drei weitere Ausbildungsgänge absolvieren. Gleichzeitig ist dabei zu beachten, dass jeder Einsatz nicht nur enorme physische und psychische Leistungskräfte erfordern, sondern auch zu lebensgefährlichen Situationen für die Einsatzkräfte selbst führen kann. Diese Fragen wurden in der vorliegenden M 116 kaum als wichtige und durchgängige Kriterien einbezogen.
Zu 8.:
Muss nicht bei einer so radikalen Veränderung auch mehr Raum für heute noch nicht erkennbare Notwendigkeiten im Funktionsplan vorgesehen werden?
Hintergrund
Seit wann wird der "Erreichungsgrad“ der Hilfsfristen nicht erreicht?
Wann wird die Honsellbrücke für die Anfahrt des östlichen Stadtteils Oberrad gebaut?
Wird mit der geplanten Veränderung die Gefahrenbelasung der City geringer eingeschätzt als bisher? Es gibt täglich 100000 Pendler und Touristen, die sich überwiegend im Citybereich aufhalten.
Lösung
Die Angaben zeigen den Zeitraum der für die Rettung und Brandbekämpfung bleibt und welche Situationen die ersten Einsatzkräfte vorfinden. Die bisherigen Besatzungsstärken hatten zumindest noch eine Chance, Menschenrettung vorrangig und Brandbekämpfung parallel durchzuführen.
Feuerwachen ohne Drehleiter haben längere Wartezeiten und gefährdete Bürger geringere Aussichten auf Rettung.
Man spricht ja auch von Einleitung aber nicht von Durchführung von Rettungsmaßnahmen.
Die auf Seite 5 im vorletzten Absatz angenommene Aufhebung des Nachteils der weniger vorhandenen Hilfskräfte ist nur theoretisch mit einem Zeitvorteil auszugleichen.
Zur Seite 6
Das Standortkonzept ist unvollständig, weil der Stadtteil Fechenheim nicht im Plan aufgenommen ist.
Nicht berücksichtigt ist in der Vorlage, dass von der Schließung der Feuerwachen 3 und 4 auch Wohnungen von Feuerwehrleuten betroffen sind (Feuerwache 3 in Bockenheim, bei der Feuerwache 4 die Häuser Frankenallee 27-29). Bei einem Verkauf müsste Ersatzwohnraum zur Verfügung gestellt werden.
Antragstellende Fraktion: PDS Antragsteller/innen: Stadtv. Heiner Halberstadt Stadtv. Dr. Eberhard DähneHauptvorlage: Vortrag des Magistrats vom 25.06.2004, M 116 Zuständige Ausschüsse: Haupt- und Finanzausschuss Versandpaket: 14.07.2004
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 25. Juni 2004MM 116Taktisches Feuerwehrkonzept 2020Magistratsvortrag
- 13. Juli 2004Sie sind hierNRNR 1451Taktisches Feuerwehrkonzept 2020STVV-Antrag · PDS
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (M 116 und NR 1451 = Annahme) PDS (M 116 = Enthaltung, NR 1451 = Annahme) ÖkoLinX-ARL (M 116 = Ablehnung, NR 1451 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG und REP gegen ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung); BFF (= Enthaltung) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG gegen REP, PDS und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)