Frankfurt braucht sie - und sie brauchen Wohnraum: Projekt für Fachkräfte der Zukunft
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, ein Wohnprojekt für Fachkräfte der Zukunft in Frankfurt am Main zu entwickeln, um den hohen Wohnraummangel für systemrelevante Berufe zu bekämpfen. Dies soll durch die Bereitstellung von günstigem Wohnraum und gemeinschaftlichen Wohnprojekten erreicht werden, um die Attraktivität der Stadt für Fachkräfte zu erhöhen und die soziale Stabilität zu fördern.
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Thema Stadtplanung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird beauftragt, in Kooperation mit der ABG Frankfurt Holding, dem Amt für Wohnungswesen sowie relevanten Berufs- und Sozialverbänden ein Wohnprojekt für Fachkräfte in dringend benötigten Zukunftsberufen zu entwickeln und umzusetzen. Das Projekt soll insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern offenstehen, die in Frankfurt am Main eine Tätigkeit aufnehmen möchten, deren Berufsfelder für die Zukunft der Stadt besonders wichtig sind, die aber aufgrund der hohen Mietpreise bislang kaum Chancen auf Wohnraum in Frankfurt haben.
Zielgruppen sind insbesondere Pflegekräfte und medizinisches Fachpersonal Frankfurter Krankenhäuser, Feuerwehrleute, Polizeikräfte sowie weitere systemrelevante Berufsgruppen, die zur Daseinsvorsorge und Zukunftsfähigkeit der Stadt beitragen.
Der Magistrat wird gebeten, folgende Punkte umzusetzen: - Bereitstellung von preisgünstigem Wohnraum für die genannten Berufsgruppen für mindestens ein Jahr nach Aufnahme ihrer Tätigkeit in Frankfurt am Main; - Entwicklung eines gemeinschaftlichen Wohnprojekts ("Wohnen der Zukunft") mit gemeinschaftlich nutzbaren Flächen zur Förderung von sozialem Zusammenhalt und Integration; - Prüfung geeigneter städtischer oder ABG-eigener Liegenschaften, die kurzfristig genutzt oder umgewidmet werden können - insbesondere Gebäude, die seit Jahren brachliegen, wie etwa in der Feuerwehrstraße; - Vorstellung eines Konzepts und Finanzierungsplans im zuständigen Ausschuss.
Begründung
Frankfurt am Main steht zunehmend vor dem Problem, dass qualifizierte Fachkräfte in sogenannten "Berufen der Zukunft" - etwa im Pflege-, Erziehungs- oder Sicherheitsbereich - dringend gesucht, aber kaum gewonnen werden können, weil die hohen Mietpreise den Zuzug erschweren oder unmöglich machen. Diese Entwicklung gefährdet langfristig die Versorgungssicherheit der Stadt. Ein gezieltes Wohnangebot für diese Berufsgruppen ist daher ein wichtiger Schritt, um Fachkräfte zu binden, soziale Stabilität zu sichern und die Attraktivität Frankfurts als Arbeits- und Lebensort zu stärken. Zugleich sind solche Projekte nachhaltig und ressourcenschonend: Bestehende, seit Jahren brachliegende Gebäude können saniert und sinnvoll umgenutzt werden, anstatt neue Flächen zu versiegeln. Der energetische Sanierungsaufwand lässt sich mit sozialen Zielen kombinieren, und durch die Bündelung mehrerer Berufsgruppen entsteht eine lebendige, gemischte Hausgemeinschaft mit geringen Pendelwegen und messbar positiven Umweltwirkungen. Der Bedarf und das Interesse an einem solchen Projekt sind nachweislich groß - vor allem bei jungen Fachkräften, die gerne nach Frankfurt kommen würden, wenn sie hier eine bezahlbare und gemeinschaftsorientierte Wohnmöglichkeit fänden. Ein gemeinsames Wohnhaus mit geteilten Räumen - etwa Koch- und Begegnungsflächen - reduziert nicht nur die Wohnkosten, sondern fördert Integration, gegenseitige Unterstützung und das Ankommen in der Stadt. Frankfurt sendet damit ein starkes Signal: Menschen, die unsere Stadt am Laufen halten, sollen auch in ihr leben können - umweltfreundlich, gemeinschaftlich und bezahlbar.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 10. November 2025 brachte Gartenpartei diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 11.12.2025 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP, BFF-BIG und Volt gegen CDU (Annahme unter Hinweis auf die Vorlage NR 684/23) sowie AfD, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei, Stadtv. Yilmaz und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP, BFF-BIG, Volt, Gartenpartei, Stadtv. Yilmaz und Stadtv. Bäppler-Wolf gegen CDU (Annahme unter Hinweis auf die Vorlage NR 684/23) sowie AfD, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung)