15. Mai als Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung in Frankfurt begehen
Zusammenfassung
Der Antrag sieht vor, den 15. Mai ab 2026 als Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung in Frankfurt zu begehen. Ziel ist es, das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung öffentlich zu würdigen und durch Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Einrichtungen zu fördern. Dies soll Frankfurt als Stadt der Gewissensfreiheit positionieren und über die Rechte von Kriegsdienstverweigerern aufklären.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
15. Mai als Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung in Frankfurt begehen
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Ab dem Jahr 2026 wird jährlich am
- Mai der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung begangen.
- Dabei sucht der Magistrat die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Friedensinitiativen und Kirchen und unterstützt diese bei ihren Aktivitäten.
- Am
- Mai wird als sichtbares Zeichen das Rathaus beflaggt, etwa mit der Mayors for Peace-Fahne.
- Es wird öffentlich über das Thema Kriegsdienstverweigerung informiert - durch Pressemitteilungen, die Website der Stadt, begleitende Informationsangebote und Social Media. Es soll darauf hingewiesen werden, dass deutsche Staatsangehörige unter 18 Jahren der Weitergabe ihrer Daten an das Personalmanagement der Bundeswehr widersprechen können.
- Darüber hinaus fördern die zuständigen kommunalen Stellen den Zugang zu Beratung und Information über Kriegsdienstverweigerung - insbesondere für junge Menschen, die sich über ihre Rechte informieren wollen.
Begründung
Mit Blick auf eine wachsende Zahl von Kriegen und gewalttätigen Konflikten auf der Welt sollte das internationale Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt werden und öffentlichkeitswirksam und offiziell gewürdigt werden. Ebenso notwendig ist es, darüber ausreichend zu informieren. In einer Zeit, in der wieder offen über Zwangsdienste, Aufrüstung und Militarisierung gesprochen wird, braucht es ein klares Zeichen: Frankfurt soll eine Stadt sein, die Gewissensfreiheit schützt und jene ehrt, die sich dem Krieg verweigern. Der 15. Mai erinnert an Menschen, die aus moralischen, ethischen, religiösen oder politischen Gründen den Dienst an der Waffe verweigern - Menschen, die den Mut haben, sich dem Druck militärischer Logik zu entziehen. Die Stadtverordnetenversammlung soll in diesem Zusammenhang an Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes erinnert werden: "Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden". Dieses Grundrecht gilt vorbehaltlos - und muss es auch bleiben. Aufklärung hierzu ist nötig, denn sie schützt vor Militarisierung. Und wer Frieden will, muss die Freiheit verteidigen, sich dem Krieg zu verweigern.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 30. Oktober 2025 brachte FDP diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 11.12.2025 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, BFF-BIG, AfD und Volt gegen Linke und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF, Gartenpartei und Stadtv. Yilamz (= Annahme) Stadtv. Bäppler-Wolf (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, BFF-BIG, AfD, Volt und Stadtv. Bäppler-Wolf gegen Linke, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION, Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Annahme)