Keine Finanzierung der NORAH-Studie durch die Stadt Frankfurt
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenBegründung
die Stadt Frankfurt Die Stadtverordnetenversammlung möge beschliessen: Der Magistrat wird beauftragt, sich entgegen der ursprünglichen Zusage nicht an der NORAH-Studie finanziell zu beteiligen. Soweit eine Zahlung bereits erfolgt ist, soll diese zurückgefordert werden. Begründung: Seit einigen Wochen liegen die vollständigen Ergebnisse der NORAH-Studie vor. Bereits eine oberflächliche Durchsicht der Ergebnisse zeigt, dass zumindest erhebliche Teile der Studie methodisch äusserst fehlerhaft und daher die gewonnenen Ergebnisse nicht verwertbar sind. So fehlen bei der Fallkontrollstudie und der Kinderstudie unbelastete Vergleichsgruppen. Bei der Studie zur Lebensqualität liegt die Beteiligungsrate bei 6,5 %; eine Beteiligungsrate von unter 70 % gilt bei Studien dieser Art als problematisch, bei unter 50 % sind die Ergebnisse keinesfalls verwertbar. Bei der Schlafstudie wurden sämtliche Probanden ausgeschlossen, bei denen Hinweise auf Schlafstörungen bestanden. Bei der Studie zum Blutdruck-Monitoring wurden ebenfalls Probanden ausgeschlossen, bei denen Hinweise auf eine Hypertonie bestehen. Die Blutdruckmessungen selbst wurden methodisch völlig fehlerhaft durchgeführt, die Ergebnisse daher völlig unbrauchbar. Die methodischen Mängel sind so schwerwiegend, dass sie nicht zu beheben sind. Der Magistrat sollte sich daher an der Finanzierung dieser Studie nicht beteiligen.
Inhalt
Antrag vom 05.11.2015, NR 1311
Betreff: Keine Finanzierung der NORAH-Studie durch die Stadt Frankfurt Die Stadtverordnetenversammlung möge beschliessen: Der Magistrat wird beauftragt, sich entgegen der ursprünglichen Zusage nicht an der NORAH-Studie finanziell zu beteiligen. Soweit eine Zahlung bereits erfolgt ist, soll diese zurückgefordert werden.
Begründung: Seit einigen Wochen liegen die vollständigen Ergebnisse der NORAH-Studie vor. Bereits eine oberflächliche Durchsicht der Ergebnisse zeigt, dass zumindest erhebliche Teile der Studie methodisch äusserst fehlerhaft und daher die gewonnenen Ergebnisse nicht verwertbar sind. So fehlen bei der Fallkontrollstudie und der Kinderstudie unbelastete Vergleichsgruppen. Bei der Studie zur Lebensqualität liegt die Beteiligungsrate bei 6,5 %; eine Beteiligungsrate von unter 70 % gilt bei Studien dieser Art als problematisch, bei unter 50 % sind die Ergebnisse keinesfalls verwertbar. Bei der Schlafstudie wurden sämtliche Probanden ausgeschlossen, bei denen Hinweise auf Schlafstörungen bestanden. Bei der Studie zum Blutdruck-Monitoring wurden ebenfalls Probanden ausgeschlossen, bei denen Hinweise auf eine Hypertonie bestehen. Die Blutdruckmessungen selbst wurden methodisch völlig fehlerhaft durchgeführt, die Ergebnisse daher völlig unbrauchbar. Die methodischen Mängel sind so schwerwiegend, dass sie nicht zu beheben sind. Der Magistrat sollte sich daher an der Finanzierung dieser Studie nicht beteiligen.Hauptvorlage: Antrag vom 20.10.2015, NR 1306 Zuständige Ausschüsse: Haupt- und Finanzausschuss Ausschuss für Umwelt und Sport Ausschuss für Soziales und Gesundheit Versandpaket: 11.11.2015
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 5. November 2015 brachte RÖMER diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 19.11.2015 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE. und RÖMER (= Annahme) zu 2. CDU, GRÜNE, SPD und FDP gegen LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) und RÖMER (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF (NR 1306 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, LINKE. und FDP gegen SPD und BFF (= Annahme) zu 2. CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP gegen BFF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: RÖMER (NR 1306 und NR 1311 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., BFF und RÖMER (= Annahme) zu 2. CDU, GRÜNE, SPD und FDP gegen LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) sowie BFF und RÖMER (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL und Stv. Krebs (NR 1306 und NR 1311 = Annahme) REP (NR 1306 = Prüfung und Berichterstattung, NR 1311 = Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., BFF und RÖMER (= Annahme); ÖkoLinX-ARL (= Enthaltung) zu 2. CDU, GRÜNE, SPD und FDP gegen LINKE. (= Prüfung und Berichterstattung) sowie BFF und RÖMER (= Annahme); ÖkoLinX-ARL (= Enthaltung)