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Anwohnerschutz bei Großveranstaltungen im Waldstadion

Vorlagentyp: NRCDU
21 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren3 Sitzungen

Zusammenfassung

Die Stadtverordnetenversammlung fordert Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrs in angrenzenden Wohngebieten bei Großveranstaltungen im Waldstadion. Ziel ist es, die Belastungen der Anwohner zu verringern und ein effektives System zur Verkehrslenkung zu etablieren. Dadurch sollen die negativen Auswirkungen auf die Wohngebiete minimiert werden.

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Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

Der Magistrat wird aufgefordert, Maßnahmen zur spürbaren Verkehrsentlastung der angrenzenden Wohngebiete - insbesondere im Stadtteil Niederrad - bei Großveranstaltungen im Waldstadion zu ergreifen und ein entsprechendes Konzept vorzulegen. Dieses soll insbesondere folgende Punkte enthalten:

  1. Konsequente personelle Besetzung der bestehenden Durchfahrtssperren im Umfeld des Stadions, insbesondere in Niederrad. Sperren ohne Aufsicht erweisen sich als wirkungslos und müssen vermieden werden.
  2. Einrichtung eines kostenlosen Anwohnersystems an Veranstaltungstagen, mit dem sich berechtigte Anwohnerinnen und Anwohner unkompliziert an Durchfahrtsperren ausweisen können (z. B. durch Ausweise oder Kennzeichenerfassung).
  3. Ergänzung des Systems um digitale Lösungen zur kurzfristigen Anmeldung von Besucherinnen und Besuchern, Handwerkerdiensten oder Lieferverkehr durch Anwohnerinnen und Anwohner.
  4. Verstärkte verkehrslenkende Maßnahmen an Spiel- und Veranstaltungstagen:

a) Ausweisung von Umfahrungen für auswärtige Autofahrer.

b) Bessere Ausschilderung für auswärtige Besucher, um den Parkverkehr gezielt aus den Wohngebieten herauszuhalten.

c) Erhöhte Unterstützung durch Ordnerdienste und Verkehrslotsen.

  1. Gezielte Kommunikation gegenüber Veranstaltungsbesuchern:

a) Deutliche Hinweise auf Park+Ride-Plätze, Sonderverkehre und das ÖPNV-Angebot.

b) Einbindung digitaler Informationskanäle (z. B. Navi-Apps, Veranstalter-Ticketportale) zusätzlich zur Routenführung, die die Wohngebiete umfährt, mit dem Hinweis: "Bitte nicht mit dem Auto in Wohngebiete einfahren".

  1. Verpflichtung der Veranstalter zur aktiven Mitwirkung, z. B. bei der Finanzierung von Ordnungskräften, Kommunikation und Systemen zur Verkehrslenkung.
  2. Evaluierung der Maßnahmen nach einem Jahr und ggf. Überführung bewährter Elemente in dauerhafte Konzepte zum Schutz der Wohngebiete.

Begründung

Bei Großveranstaltungen im Waldstadion kommt es regelmäßig zu erheblichen Belastungen für die angrenzenden Wohnquartiere. Besonders betroffen ist Niederrad, das regelmäßig von auswärtigem Parksuchverkehr überschwemmt wird. Trotz vorhandener Durchfahrtssperren und Anwohnerparkzonen reichen die Maßnahmen nicht aus, um die Situation nachhaltig zu verbessern. Ein effektives System mit digitalen Elementen und personell besetzten Kontrollpunkten kann die Belastungen wirksam reduzieren. Die Stadt Frankfurt sollte dabei nicht nur reagieren, sondern gemeinsam mit Veranstaltern und Anwohnenden vorausschauend handeln.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 9. Juli 2025Sie sind hier
    NRNR 1304Anwohnerschutz bei Großveranstaltungen im Waldstadion
    STVV-Antrag · CDU
  2. 5. Dezember 2025Antwort des Magistrats · nach 21 WochenBB 460Anwohnerschutz bei Großveranstaltungen im WaldstadionMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
OBR 5
Sitzung 41 · 05.09.2025
TO I, TOP 76
Angenommen
Der Vorlage NR 1304 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Ausschusses für Mobilität und Smart-City
Sitzung 38 · 08.09.2025
TO I, TOP 12
Beraten
nicht auf TO Die Vorlage NR 1304 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDLinkeVoltÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
CDUFDPBFF-BIG
Sonstige:
AfD (Annahme)FRAKTION (Ablehnung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, FDP und BFF-BIG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Annahme) FRAKTION (= Ablehnung)

Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport
Sitzung 38 · 11.09.2025
TO I, TOP 7
Beraten
nicht auf TO Die Vorlage NR 1304 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDLinkeVoltÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
CDUFDPAfD
Sonstige:
BFF-BIG (Annahme)Stadtv. Bäppler-Wolf (Annahme)FRAKTION (Ablehnung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, FDP und AfD (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme) FRAKTION (= Ablehnung)

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