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Woche der Stille

Vorlagentyp: NRRÖMER
4 SitzungenAbgelehnt
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Begründung

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschliessen: Der Magistrat wird beauftragt, zumindest während der Woche der Stille an besonders beliebten Plätzen (z.B. dem Paulsplatz) zumindest während der Zeit besonders stark frequentierter Gastronomie auf den Einsatz lautstarker Laubbläser zu verzichten. Begründung: Wer am letzten Tag der Woche der Stille (14.-21.09.2015) tatsächlich die Stille suchte und sich z.B. zur Mittagszeit (bei schönstem Sonnenschein) beim Italiener am Paulsplatz in die Sonne setzte, bekam die Stille von der Stadt life und kostenfrei demonstriert. Pünktlich zwischen 13 und 14 Uhr - also exakt zu dem Zeitpunkt, zu dem dort bei gutem Wetter alle Plätze in der Gastronomie belegt sind - wurde der gesamte Paulsplatz von Mitarbeitern der FES (bzw. eines Subunternehmens) akribisch von Blättern befreit. Hierzu waren zwei Mitarbeiter mit Laubbläsern (motorgetrieben, ca. 90 dB im Bereich der Gastronomie) unterwegs und ein Fahrzeug, mit dem die Blätter eingesammelt wurden (ca. 80 dB). Diese gelungene Aktion wurde sowohl vom Personal als auch von den zahlreichen Gästen mit Begeisterung kommentiert. Durch ein Gespräch mit chinesischen Touristen vom Nachbartisch erfuhren die Antragsteller, dass diese den weiten und beschwerlichen Weg vom Reich der Mitte eigens deshalb angetreten hatten, um dieses Schauspiel erleben und zuhause darüber berichten zu können. Zahlreiche Touristen hielten die Aktion mit Kameras fest, um auch andere daran teilhaben zu lassen. Die Antragsteller selbst konnten diese Begeisterung jedoch nicht teilen, sondern empfanden die einstündige Aktion als extrem belästigend, da nicht einmal ein normales Tischgespräch möglich war. Sicher hat der Magistrat wichtige Gründe, warum lautstarke Aktionen an exponierten Plätzen der Stadt - noch dazu während der von ihm wortreich beworbenen Woche der Stille - nur im Zeitfenster zwischen 13 und 14 Uhr stattfinden kann und nicht etwa dann, wenn es als wenig störend empfunden wird (z.B. zwischen 8 und 9 Uhr).

Inhalt

Antrag vom 21.09.2015, NR 1280

Betreff: Woche der Stille Die Stadtverordnetenversammlung möge beschliessen: Der Magistrat wird beauftragt, zumindest während der Woche der Stille an besonders beliebten Plätzen (z.B. dem Paulsplatz) zumindest während der Zeit besonders stark frequentierter Gastronomie auf den Einsatz lautstarker Laubbläser zu verzichten.

Begründung: Wer am letzten Tag der Woche der Stille (14.-21.09.2015) tatsächlich die Stille suchte und sich z.B. zur Mittagszeit (bei schönstem Sonnenschein) beim Italiener am Paulsplatz in die Sonne setzte, bekam die Stille von der Stadt life und kostenfrei demonstriert. Pünktlich zwischen 13 und 14 Uhr - also exakt zu dem Zeitpunkt, zu dem dort bei gutem Wetter alle Plätze in der Gastronomie belegt sind - wurde der gesamte Paulsplatz von Mitarbeitern der FES (bzw. eines Subunternehmens) akribisch von Blättern befreit. Hierzu waren zwei Mitarbeiter mit Laubbläsern (motorgetrieben, ca. 90 dB im Bereich der Gastronomie) unterwegs und ein Fahrzeug, mit dem die Blätter eingesammelt wurden (ca. 80 dB). Diese gelungene Aktion wurde sowohl vom Personal als auch von den zahlreichen Gästen mit Begeisterung kommentiert. Durch ein Gespräch mit chinesischen Touristen vom Nachbartisch erfuhren die Antragsteller, dass diese den weiten und beschwerlichen Weg vom Reich der Mitte eigens deshalb angetreten hatten, um dieses Schauspiel erleben und zuhause darüber berichten zu können. Zahlreiche Touristen hielten die Aktion mit Kameras fest, um auch andere daran teilhaben zu lassen. Die Antragsteller selbst konnten diese Begeisterung jedoch nicht teilen, sondern empfanden die einstündige Aktion als extrem belästigend, da nicht einmal ein normales Tischgespräch möglich war. Sicher hat der Magistrat wichtige Gründe, warum lautstarke Aktionen an exponierten Plätzen der Stadt - noch dazu während der von ihm wortreich beworbenen Woche der Stille - nur im Zeitfenster zwischen 13 und 14 Uhr stattfinden kann und nicht etwa dann, wenn es als wenig störend empfunden wird (z.B. zwischen 8 und 9 Uhr).Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Umwelt und Sport Beratung im Ortsbeirat: 1 Versandpaket: 23.09.2015

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 21. September 2015 brachte RÖMER diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 17.12.2015 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf4 Beratungen
OBR 1
Sitzung 46 · 03.11.2015
TO I, TOP 21
Beraten
Die Vorlage NR 1280 wird zurückgewiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
2 GrüneCDUSPDLinke
Ablehnung:
2 GrüneBFF
Enthaltung:
1 Grüne
Abstimmung im Original

Abstimmung: 2 GRÜNE, CDU, SPD und LINKE. gegen 2 GRÜNE und BFF (= Kenntnis); 1 GRÜNE (= Enthaltung)

Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 44 · 05.11.2015
TO I, TOP 7
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 1280 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPBFFRömer
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, BFF und RÖMER

Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 45 · 03.12.2015
TO I, TOP 5
Abgelehnt
Die Vorlage NR 1280 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneFDP
Ablehnung:
SPDLinkeBFFÖkoLinX-ARLREPStv. KrebsStv. Ochs
Sonstige:
Stv. Dr (Zurückstellung)
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD und LINKE. (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF, ÖkoLinX-ARL, REP, Stv. Krebs und Stv. Ochs (= Annahme) AGP und Stv. Dr. Dr. Rahn (= Zurückstellung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 47 · 17.12.2015
TO II, TOP 1
Abgelehnt
Die Vorlage NR 1280 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneFDP
Ablehnung:
SPDLinkeBFFÖkoLinX-ARLREPStv. OchsStv. Krebs
Sonstige:
Stv. Dr (Zurückstellung)
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., BFF, ÖkoLinX-ARL, REP, Stv. Ochs und Stv. Krebs (= Annahme) sowie AGP (= Zurückstellung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Stv. Dr. Dr. Rahn (= Zurückstellung)

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