Klimatauglichkeit für das Projekt „StadtwaldBlick“ in Niederrad
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Thema Wohnen verfolgenBegründung
"StadtwaldBlick" in Niederrad Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistrat leitet Maßnahmen ein, das Wohnprojekt "StadtwaldBlick" im Lyoner Quartier mit Photovoltaik und Solarthermie, wo immer es technisch sinnvoll und machbar ist, zu versorgen.
- Wo Solartechnik nicht zum Einsatz kommen kann, sollen Dach- und Fassadenflächen begrünt werden. Dazu sollen Möglichkeiten der Regenwasserbevorratung genutzt werden. Begründung: Um den Folgen des Klimawandels energisch entgegentreten zu können, müssen alle Möglichketen, erneuerbare statt fossile Energieträger zum Einsatz zu bringen, genutzt werden. Gerade bei Neubauprojekten öffentlicher Wohnbauunternehmen wie im vorliegenden Fall muss das beispielgebend umgesetzt werden. Bedauerlicherweise ist bei der Grundsteinlegung des Projekts "StadtwaldBlick" erkennbar geworden, dass planerisch die Möglichkeit, Photovoltaik/Solarthermie auf den Dächern und an den Hausfassaden anbringen zu können, nicht bedacht wurde. Zwar ist stellenweise Begrünung innerhalb des Gebäudes geplant, diese hat aber nur ästhetischen Charakter. Der Versiegelung des Bodens und der Aufheizung des Gebäudes wird nicht entgegengewirkt. Angesichts aktueller Temperaturen ist auch jede isolierte Wand irgendwann durchwärmt - eine Begrünung kann jede Wand anhaltend durch Beschattung und Verdunstungskühle klimatisieren. Dass in Frankfurt immer noch öffentliche wie private Bauprojekte ohne die integrierte Nutzung von erneuerbaren Energien, ohne Begrünung, Beschattung, Regenwasserbewirtschaftung etc. geplant werden, ist absolut unverständlich, ignorant und widerspricht allen Zeichen der Zeit und diesbezüglichen Bekundungen des Magistrats. Beispielhaft wird wieder einmal deutlich: eine stringente Verantwortung des Magistrats, sich den Erfordernissen des Klimawandels zu stellen, ist nicht zu erkennen bzw. wird verweigert. Angesichts des immens geschädigten Stadtwaldes bleibt zu hoffen, dass das Wohngebäude bei Bezug seinen Namen noch zu Recht trägt.
Inhalt
Antrag vom 11.08.2020, NR 1253
Betreff: Klimatauglichkeit für das Projekt "StadtwaldBlick" in Niederrad Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistrat leitet Maßnahmen ein, das Wohnprojekt "StadtwaldBlick" im Lyoner Quartier mit Photovoltaik und Solarthermie, wo immer es technisch sinnvoll und machbar ist, zu versorgen.
- Wo Solartechnik nicht zum Einsatz kommen kann, sollen Dach- und Fassadenflächen begrünt werden. Dazu sollen Möglichkeiten der Regenwasserbevorratung genutzt werden. Begründung: Um den Folgen des Klimawandels energisch entgegentreten zu können, müssen alle Möglichketen, erneuerbare statt fossile Energieträger zum Einsatz zu bringen, genutzt werden. Gerade bei Neubauprojekten öffentlicher Wohnbauunternehmen wie im vorliegenden Fall muss das beispielgebend umgesetzt werden. Bedauerlicherweise ist bei der Grundsteinlegung des Projekts "StadtwaldBlick" erkennbar geworden, dass planerisch die Möglichkeit, Photovoltaik/Solarthermie auf den Dächern und an den Hausfassaden anbringen zu können, nicht bedacht wurde. Zwar ist stellenweise Begrünung innerhalb des Gebäudes geplant, diese hat aber nur ästhetischen Charakter. Der Versiegelung des Bodens und der Aufheizung des Gebäudes wird nicht entgegengewirkt. Angesichts aktueller Temperaturen ist auch jede isolierte Wand irgendwann durchwärmt - eine Begrünung kann jede Wand anhaltend durch Beschattung und Verdunstungskühle klimatisieren. Dass in Frankfurt immer noch öffentliche wie private Bauprojekte ohne die integrierte Nutzung von erneuerbaren Energien, ohne Begrünung, Beschattung, Regenwasserbewirtschaftung etc. geplant werden, ist absolut unverständlich, ignorant und widerspricht allen Zeichen der Zeit und diesbezüglichen Bekundungen des Magistrats. Beispielhaft wird wieder einmal deutlich: eine stringente Verantwortung des Magistrats, sich den Erfordernissen des Klimawandels zu stellen, ist nicht zu erkennen bzw. wird verweigert. Angesichts des immens geschädigten Stadtwaldes bleibt zu hoffen, dass das Wohngebäude bei Bezug seinen Namen noch zu Recht trägt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 11. August 2020Sie sind hierNRNR 1253Klimatauglichkeit für das Projekt „StadtwaldBlick“ in NiederradSTVV-Antrag · FRANKFURTER
- 18. Dezember 2020Antwort des Magistrats · nach 18 WochenBB 679Klimatauglichkeit für das Projekt „StadtwaldBlick“ in NiederradMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD und FDP gegen LINKE. und FRAKTION (= Annahme) sowie BFF (= Prüfung und Berichterstattung mit Angabe der Kosten) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRANKFURTER (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, 1 LINKE. und fraktionslos gegen 1 LINKE. und BFF (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD und FRAKTION gegen LINKE. und FRANKFURTER (= Annahme) sowie BFF (= Prüfung und Berichterstattung mit Angabe der Kosten) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP (= Prüfung und Berichterstattung)