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Klimatauglichkeit für das Projekt „StadtwaldBlick“ in Niederrad

Vorlagentyp: NRFRANKFURTER
18 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren3 Sitzungen

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Begründung

"StadtwaldBlick" in Niederrad Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistrat leitet Maßnahmen ein, das Wohnprojekt "StadtwaldBlick" im Lyoner Quartier mit Photovoltaik und Solarthermie, wo immer es technisch sinnvoll und machbar ist, zu versorgen.
  2. Wo Solartechnik nicht zum Einsatz kommen kann, sollen Dach- und Fassadenflächen begrünt werden. Dazu sollen Möglichkeiten der Regenwasserbevorratung genutzt werden. Begründung: Um den Folgen des Klimawandels energisch entgegentreten zu können, müssen alle Möglichketen, erneuerbare statt fossile Energieträger zum Einsatz zu bringen, genutzt werden. Gerade bei Neubauprojekten öffentlicher Wohnbauunternehmen wie im vorliegenden Fall muss das beispielgebend umgesetzt werden. Bedauerlicherweise ist bei der Grundsteinlegung des Projekts "StadtwaldBlick" erkennbar geworden, dass planerisch die Möglichkeit, Photovoltaik/Solarthermie auf den Dächern und an den Hausfassaden anbringen zu können, nicht bedacht wurde. Zwar ist stellenweise Begrünung innerhalb des Gebäudes geplant, diese hat aber nur ästhetischen Charakter. Der Versiegelung des Bodens und der Aufheizung des Gebäudes wird nicht entgegengewirkt. Angesichts aktueller Temperaturen ist auch jede isolierte Wand irgendwann durchwärmt - eine Begrünung kann jede Wand anhaltend durch Beschattung und Verdunstungskühle klimatisieren. Dass in Frankfurt immer noch öffentliche wie private Bauprojekte ohne die integrierte Nutzung von erneuerbaren Energien, ohne Begrünung, Beschattung, Regenwasserbewirtschaftung etc. geplant werden, ist absolut unverständlich, ignorant und widerspricht allen Zeichen der Zeit und diesbezüglichen Bekundungen des Magistrats. Beispielhaft wird wieder einmal deutlich: eine stringente Verantwortung des Magistrats, sich den Erfordernissen des Klimawandels zu stellen, ist nicht zu erkennen bzw. wird verweigert. Angesichts des immens geschädigten Stadtwaldes bleibt zu hoffen, dass das Wohngebäude bei Bezug seinen Namen noch zu Recht trägt.

Inhalt

Antrag vom 11.08.2020, NR 1253

Betreff: Klimatauglichkeit für das Projekt "StadtwaldBlick" in Niederrad Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistrat leitet Maßnahmen ein, das Wohnprojekt "StadtwaldBlick" im Lyoner Quartier mit Photovoltaik und Solarthermie, wo immer es technisch sinnvoll und machbar ist, zu versorgen.
  2. Wo Solartechnik nicht zum Einsatz kommen kann, sollen Dach- und Fassadenflächen begrünt werden. Dazu sollen Möglichkeiten der Regenwasserbevorratung genutzt werden. Begründung: Um den Folgen des Klimawandels energisch entgegentreten zu können, müssen alle Möglichketen, erneuerbare statt fossile Energieträger zum Einsatz zu bringen, genutzt werden. Gerade bei Neubauprojekten öffentlicher Wohnbauunternehmen wie im vorliegenden Fall muss das beispielgebend umgesetzt werden. Bedauerlicherweise ist bei der Grundsteinlegung des Projekts "StadtwaldBlick" erkennbar geworden, dass planerisch die Möglichkeit, Photovoltaik/Solarthermie auf den Dächern und an den Hausfassaden anbringen zu können, nicht bedacht wurde. Zwar ist stellenweise Begrünung innerhalb des Gebäudes geplant, diese hat aber nur ästhetischen Charakter. Der Versiegelung des Bodens und der Aufheizung des Gebäudes wird nicht entgegengewirkt. Angesichts aktueller Temperaturen ist auch jede isolierte Wand irgendwann durchwärmt - eine Begrünung kann jede Wand anhaltend durch Beschattung und Verdunstungskühle klimatisieren. Dass in Frankfurt immer noch öffentliche wie private Bauprojekte ohne die integrierte Nutzung von erneuerbaren Energien, ohne Begrünung, Beschattung, Regenwasserbewirtschaftung etc. geplant werden, ist absolut unverständlich, ignorant und widerspricht allen Zeichen der Zeit und diesbezüglichen Bekundungen des Magistrats. Beispielhaft wird wieder einmal deutlich: eine stringente Verantwortung des Magistrats, sich den Erfordernissen des Klimawandels zu stellen, ist nicht zu erkennen bzw. wird verweigert. Angesichts des immens geschädigten Stadtwaldes bleibt zu hoffen, dass das Wohngebäude bei Bezug seinen Namen noch zu Recht trägt.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 11. August 2020Sie sind hier
    NRNR 1253Klimatauglichkeit für das Projekt „StadtwaldBlick“ in Niederrad
    STVV-Antrag · FRANKFURTER
  2. 18. Dezember 2020Antwort des Magistrats · nach 18 WochenBB 679Klimatauglichkeit für das Projekt „StadtwaldBlick“ in NiederradMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 42 · 17.09.2020
TO I, TOP 8
Beraten
nicht auf TO Die Vorlage NR 1253 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDFDP
Ablehnung:
LinkeFRAKTIONBFF
Sonstige:
Frankfurter (Annahme)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD und FDP gegen LINKE. und FRAKTION (= Annahme) sowie BFF (= Prüfung und Berichterstattung mit Angabe der Kosten) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRANKFURTER (= Annahme)

OBR 5
Sitzung 43 · 18.09.2020
TO I, TOP 61
Abgelehnt
Die Vorlage NR 1253 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDP1 LinkeFraktionslos
Ablehnung:
1 LinkeBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, 1 LINKE. und fraktionslos gegen 1 LINKE. und BFF (= Annahme)

Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau
Sitzung 41 · 21.09.2020
TO I, TOP 12
Beraten
nicht auf TO Die Vorlage NR 1253 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDFRAKTION
Ablehnung:
LinkeFrankfurterBFF
Sonstige:
FDP (Prüfung und Berichterstattung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD und FRAKTION gegen LINKE. und FRANKFURTER (= Annahme) sowie BFF (= Prüfung und Berichterstattung mit Angabe der Kosten) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP (= Prüfung und Berichterstattung)

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