Unterstützung für Chemie-Unternehmen
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Thema Umwelt und Energie verfolgenBegründung
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt die Bemühungen der Fa. WeylChem, mit dem geplanten Anlagenneubau die Prozessenergieversorgung am Standort Griesheim zu modernisieren und somit einen wichtigen Schritt zur Zukunftssicherung des Unternehmens und der über 200 Arbeitsplätze leisten zu wollen.
- Der Magistrat wird aufgefordert, alles in seiner Zuständigkeit zu unternehmen,
- a)um Fa. WeylChem bei ihrem für die des Unternehmenszukunft wichtigen Vorhaben zu unterstützen,
- b)um eine zügige Umsetzung der Genehmigung im Rahmen eines vereinfachten Verfahrens nach § 19 BImSchG durch das Regierungspräsidium zu erwirken,
- c)um die Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmen im Zusammenhang mit dem geplanten Vorhaben seriös und sachlich zu begleiten,
- d)um auf Fa. WeylChem einzuwirken, in möglichst naher Zukunft und bei Eintreten der entsprechenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Betrieb der Anlage von Braunkohle als Energieträger zu Erdgas oder Biomasse zu wechseln.
- Der Magistrat wird aufgefordert, alle Versuche Dritter, Ängste schürende und Tatsachen verdrehende Propaganda zum Nachteil in Frankfurt produzierender Unternehmen zu verbreiten, nachdrücklich zu missbilligen. Begründung: Das Unternehmen WeylChem beabsichtigt an seinem Standort Griesheim eine veraltete Anlage zur Prozesswärmeerzeugung gegen eine moderne 19,5 Megawatt Anlage mit deutlich höherem Wirkungsgrad zu ersetzten. Für das Unternehmen ist dies eine Maßnahme zur Senkung von Betriebskosten und somit ein Schritt zur Zukunftssicherung. Die Anlage kann mit Braunkohlestaub, mit Erdgas oder auch mit Biomasse betrieben werden, wobei zunächst Braunkohlestaub als Energieträger zum Einsatz kommen soll. Nach Angaben von WeylChem wird die Anlage deutlich unter den gültigen gesetzlichen Emissionsgrenzen für Feinstaub, Stickoxide, Schwefeldioxid und Quecksilber arbeiten. Dennoch gibt es Stimmen, die das Vorhaben vorsätzlich in Misskredit bringen wollen, in dem Sie von einer angeblich akuten Gefährdung der Anwohnerschaft durch einen vermeintlich überhöhten Austritt von Schadstoffen sprechen. Es werden auf diese Weise in unverantwortlicher Weise Ängste geschürt, die keine Grundlagen haben. Denn die prognostizierten Schadstoffemissionen werden den Angabe von WeylChem zufolge deutlich unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten liegen. Der Magistrat, der insbesondere in Person des Wirtschaftsdezernenten immer wieder und gern von der großen Bedeutung des produzierenden Gewerbes und seiner unverzichtbaren sogenannten Blaumannarbeitsplätze spricht, ist gefordert, seinen Beteuerungen auch Taten folgen zu lassen: zum Beispiel dadurch, das Unternehmen bei seinen Bemühungen zur Standort- und Zukunftssicherung nachdrücklich zu unterstützen und somit den Wirtschaftsstandort Frankfurt insgesamt zu stärken.
Inhalt
Antrag vom 26.05.2015, NR 1215
Betreff: Unterstützung für Chemie-Unternehmen Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt die Bemühungen der Fa. WeylChem, mit dem geplanten Anlagenneubau die Prozessenergieversorgung am Standort Griesheim zu modernisieren und somit einen wichtigen Schritt zur Zukunftssicherung des Unternehmens und der über 200 Arbeitsplätze leisten zu wollen.
- Der Magistrat wird aufgefordert, alles in seiner Zuständigkeit zu unternehmen,
- a)um Fa. WeylChem bei ihrem für die des Unternehmenszukunft wichtigen Vorhaben zu unterstützen,
- b)um eine zügige Umsetzung der Genehmigung im Rahmen eines vereinfachten Verfahrens nach § 19 BImSchG durch das Regierungspräsidium zu erwirken,
- c)um die Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmen im Zusammenhang mit dem geplanten Vorhaben seriös und sachlich zu begleiten,
- d)um auf Fa. WeylChem einzuwirken, in möglichst naher Zukunft und bei Eintreten der entsprechenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Betrieb der Anlage von Braunkohle als Energieträger zu Erdgas oder Biomasse zu wechseln.
- Der Magistrat wird aufgefordert, alle Versuche Dritter, Ängste schürende und Tatsachen verdrehende Propaganda zum Nachteil in Frankfurt produzierender Unternehmen zu verbreiten, nachdrücklich zu missbilligen. Begründung: Das Unternehmen WeylChem beabsichtigt an seinem Standort Griesheim eine veraltete Anlage zur Prozesswärmeerzeugung gegen eine moderne 19,5 Megawatt Anlage mit deutlich höherem Wirkungsgrad zu ersetzten. Für das Unternehmen ist dies eine Maßnahme zur Senkung von Betriebskosten und somit ein Schritt zur Zukunftssicherung. Die Anlage kann mit Braunkohlestaub, mit Erdgas oder auch mit Biomasse betrieben werden, wobei zunächst Braunkohlestaub als Energieträger zum Einsatz kommen soll. Nach Angaben von WeylChem wird die Anlage deutlich unter den gültigen gesetzlichen Emissionsgrenzen für Feinstaub, Stickoxide, Schwefeldioxid und Quecksilber arbeiten. Dennoch gibt es Stimmen, die das Vorhaben vorsätzlich in Misskredit bringen wollen, in dem Sie von einer angeblich akuten Gefährdung der Anwohnerschaft durch einen vermeintlich überhöhten Austritt von Schadstoffen sprechen. Es werden auf diese Weise in unverantwortlicher Weise Ängste geschürt, die keine Grundlagen haben. Denn die prognostizierten Schadstoffemissionen werden den Angabe von WeylChem zufolge deutlich unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten liegen. Der Magistrat, der insbesondere in Person des Wirtschaftsdezernenten immer wieder und gern von der großen Bedeutung des produzierenden Gewerbes und seiner unverzichtbaren sogenannten Blaumannarbeitsplätze spricht, ist gefordert, seinen Beteuerungen auch Taten folgen zu lassen: zum Beispiel dadurch, das Unternehmen bei seinen Bemühungen zur Standort- und Zukunftssicherung nachdrücklich zu unterstützen und somit den Wirtschaftsstandort Frankfurt insgesamt zu stärken.Hauptvorlage: Antrag vom 15.04.2015, NR 1178 Zuständige Ausschüsse: Haupt- und Finanzausschuss Ausschuss für Umwelt und Sport Ausschuss für Wirtschaft und Frauen Versandpaket: 03.06.2015
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 26. Mai 2015 brachte FDP diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 11.06.2015 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Ziffern 1. bis 4.: SPD, LINKE. und RÖMER gegen FDP und BFF (= Ablehnung); CDU und GRÜNE (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Ziffer 5.: SPD, LINKE. und RÖMER gegen FDP (= Prüfung und Berichterstattung) und BFF (= Ablehnung); CDU und GRÜNE (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) zu 2. SPD und LINKE. gegen FDP und BFF (= Annahme) sowie RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung); CDU und GRÜNE (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP zu 2. CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. a) Die Ziffer 1. der Vorlage NR 1178 wird abgelehnt. b) Die Ziffern 2. bis 5. der Vorlage NR 1178 werden dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. 2. Die Vorlage NR 1215 wird abgelehnt. 3. Der Vorlage NR 1227 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. a) CDU, GRÜNE, FDP und BFF gegen SPD, LINKE. und RÖMER (= Annahme) b) Ziffern 2. bis 4.: CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE. und RÖMER (= Annahme) sowie FDP und BFF (= Ablehnung) Ziffer 5.: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE. und RÖMER (= Annahme) sowie BFF (= Ablehnung) zu 2. CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. gegen FDP und BFF (= Annahme) sowie RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung) zu 3. Ziffer 1.: CDU und GRÜNE gegen SPD (= Annahme im Rahmen NR 1178), LINKE. und RÖMER (= Ablehnung) sowie FDP (= Annahme im Rahmen NR 1215) und BFF (= Prüfung und Berichterstattung) Ziffer 2.: CDU, GRÜNE und SPD gegen LINKE. und RÖMER (= Ablehnung) sowie FDP (= Annahme im Rahmen NR 1215) und BFF (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (NR 1178 = Annahme, NR 1215 = Ablehnung)
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. a) Die Ziffer 1. der Vorlage NR 1178 wird abgelehnt. b) Die Ziffern 2. bis 5. der Vorlage NR 1178 werden dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. 2. Die Vorlage NR 1215 wird abgelehnt. 3. Der Vorlage NR 1227 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. a) CDU, GRÜNE, FDP und BFF gegen SPD, LINKE. und RÖMER (= Annahme) b) Ziffern 2. bis 4.: CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE. und RÖMER (= Annahme) sowie FDP und BFF (= Ablehnung) Ziffer 5.: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE. und RÖMER (= Annahme) sowie BFF (= Ablehnung) zu 2. CDU, GRÜNE, SPD und LINKE. gegen FDP und BFF (= Annahme) sowie RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung) zu 3. Ziffer 1.: CDU und GRÜNE gegen SPD (= Annahme im Rahmen NR 1178), LINKE. und RÖMER (= Ablehnung) sowie FDP (= Annahme im Rahmen NR 1215) und BFF (= Prüfung und Berichterstattung) Ziffer 2.: CDU, GRÜNE und SPD gegen LINKE. und RÖMER (= Ablehnung) sowie FDP (= Annahme im Rahmen NR 1215) und BFF (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (NR 1178 = Annahme, NR 1215 = Ablehnung)