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Kurzstreckenflüge

Vorlagentyp: NRRÖMER
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Thema Verkehr und Straße verfolgen

Begründung

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Die Stadtverordnetenversammlung spricht sich für eine möglichst schnelle Verlagerung von Passagierflügen auf die Bahn aus;
  2. Der Magistrat wird beauftragt, sich auf allen Ebenen für diese Verlagerung einzusetzen und zur Realisierung mit allen zuständigen Stellen (Verkehrsministerien, Fraport AG, Deutsche Bahn etc.) aufzunehmen;
  3. Der Magistrat orientiert sich dabei an dem vom BUND am 10.12.2014 vorgelegten "Konzept zur sofortigen Verlagerung von Kurzstreckenflügen am Flughafen Frankfurt am Main auf die Bahn". Begründung: Mehr als die Hälfte der Flüge vom Frankfurter Flughafen liegen im Entfernungsbereich von unter 1.000 km. Im Jahr 2011 waren dies 254.464 Flugbewegungen, entsprechend 55,6 % (Bundestags-Drucksache 17/9016). Bei der Betrachtung von kürzeren Entfernungsbereichen wird das Potential der Verlagerung auf den Bahnverkehr und die mögliche Entlastung, der unter Fluglärm und weiteren schädlichen Folgen des Flugverkehrs leidenden Menschen, überaus deutlich: 2011 lagen 30 % aller Flüge im Entfernungsbereich unter 500 km, 17 % im Entfernungsbereich mit weniger als 400 km Distanz und sogar knapp 9 % bei weniger als 300 km. Die damit verbundenen realen Belastungen werden bei der Betrachtung der absoluten Zahlen besonders deutlich: 138.000 Flüge (von insgesamt 457.447 Flügen) lagen im Entfernungsbereich bis zu 500 km Distanz, d. h. ca. 380 Starts und Landungen pro Tag. Bei Entfernungen unter 500 km ist die Bahn eine echte Alternative zum Flugzeug, soweit eine schnelle Verbindung zur Verfügung steht. Die Verlagerung ist - unabhängig von anderen Faktoren - alleine deshalb geboten, weil die CO2-Emissionen mit dem Flugzeug fast zehnmal so hoch sind wie bei der Bahn (380 g/Pkm vs. 40 g/Pkm). Der BUND hat dazu aktuell ein neues Konzept zur Realisierung und zu den Vorteilen einer solchen Verlagerung vorgelegt (http://cms.bund-hessen.de/hessen/presse/2014/201412-BUND-Hintergrund-Verlagerun g-Kurzstreckenfluege-Frankfurt.pdf). Aus diesem Konzept geht hervor, dass sofort - d. h. ohne weitere organisatorische oder andere Maßnahmen - über 5 Mio. Passagiere p. a. vom Flug auf die Schiene verlagert werden könnten. Damit könnten am Flughafen Frankfurt fast 50.000 Flüge p. a. eingespart werden. Daneben gibt es auf weiteren Strecken zusätzliches Verlagerungspotential, mit dem weitere Flüge eingespart werden könnten (Abb. 1). Das Konzept zeigt weiterhin, dass neben den Effekten auf Umwelt und Klima auch die externen Kosten erheblich reduziert werden könnten - vorliegend um mindestens € 60 Mio. p. a. Der Magistrat soll daher beauftragt werden, sich auf Basis dieses Konzeptes für eine Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Bahn einzusetzen. Abb. 1 Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Bahn (Quelle: BUND)

Inhalt

Antrag vom 22.12.2014, NR 1100

Betreff: Kurzstreckenflüge Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Die Stadtverordnetenversammlung spricht sich für eine möglichst schnelle Verlagerung von Passagierflügen auf die Bahn aus;
  2. Der Magistrat wird beauftragt, sich auf allen Ebenen für diese Verlagerung einzusetzen und zur Realisierung mit allen zuständigen Stellen (Verkehrsministerien, Fraport AG, Deutsche Bahn etc.) aufzunehmen;
  3. Der Magistrat orientiert sich dabei an dem vom BUND am 10.12.2014 vorgelegten "Konzept zur sofortigen Verlagerung von Kurzstreckenflügen am Flughafen Frankfurt am Main auf die Bahn". Begründung: Mehr als die Hälfte der Flüge vom Frankfurter Flughafen liegen im Entfernungsbereich von unter 1.000 km. Im Jahr 2011 waren dies 254.464 Flugbewegungen, entsprechend 55,6 % (Bundestags-Drucksache 17/9016). Bei der Betrachtung von kürzeren Entfernungsbereichen wird das Potential der Verlagerung auf den Bahnverkehr und die mögliche Entlastung, der unter Fluglärm und weiteren schädlichen Folgen des Flugverkehrs leidenden Menschen, überaus deutlich: 2011 lagen 30 % aller Flüge im Entfernungsbereich unter 500 km, 17 % im Entfernungsbereich mit weniger als 400 km Distanz und sogar knapp 9 % bei weniger als 300 km. Die damit verbundenen realen Belastungen werden bei der Betrachtung der absoluten Zahlen besonders deutlich: 138.000 Flüge (von insgesamt 457.447 Flügen) lagen im Entfernungsbereich bis zu 500 km Distanz, d. h. ca. 380 Starts und Landungen pro Tag. Bei Entfernungen unter 500 km ist die Bahn eine echte Alternative zum Flugzeug, soweit eine schnelle Verbindung zur Verfügung steht. Die Verlagerung ist - unabhängig von anderen Faktoren - alleine deshalb geboten, weil die CO2-Emissionen mit dem Flugzeug fast zehnmal so hoch sind wie bei der Bahn (380 g/Pkm vs. 40 g/Pkm). Der BUND hat dazu aktuell ein neues Konzept zur Realisierung und zu den Vorteilen einer solchen Verlagerung vorgelegt (http://cms.bund-hessen.de/hessen/presse/2014/201412-BUND-Hintergrund-Verlagerun g-Kurzstreckenfluege-Frankfurt.pdf). Aus diesem Konzept geht hervor, dass sofort - d. h. ohne weitere organisatorische oder andere Maßnahmen - über 5 Mio. Passagiere p. a. vom Flug auf die Schiene verlagert werden könnten. Damit könnten am Flughafen Frankfurt fast 50.000 Flüge p. a. eingespart werden. Daneben gibt es auf weiteren Strecken zusätzliches Verlagerungspotential, mit dem weitere Flüge eingespart werden könnten (Abb. 1). Das Konzept zeigt weiterhin, dass neben den Effekten auf Umwelt und Klima auch die externen Kosten erheblich reduziert werden könnten - vorliegend um mindestens € 60 Mio. p. a. Der Magistrat soll daher beauftragt werden, sich auf Basis dieses Konzeptes für eine Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Bahn einzusetzen. Abb. 1 Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Bahn (Quelle: BUND)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 22. Dezember 2014Sie sind hier
    NRNR 1100Kurzstreckenflüge
    STVV-Antrag · RÖMER
  2. 20. April 2015Antwort des Magistrats · nach 17 WochenBB 158KurzstreckenflügeMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 36 · 15.01.2015
TO I, TOP 7
Beraten
Die Vorlage NR 1100 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPD
Ablehnung:
LinkeRömerFDPFreie Wähler
Sonstige:
Piraten (Annahme)ÖkoLinX-ARL (Annahme)NPD (Ablehnung)REP (Ablehnung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE und SPD gegen LINKE. und RÖMER (= Annahme) sowie FDP und FREIE WÄHLER (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Piraten und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) NPD und REP (= Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 38 · 29.01.2015
TO I, TOP 12
Beraten
Die Vorlage NR 1100 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPD
Ablehnung:
LinkeRömerPiratenFDPFreie WählerNPDREP
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE und SPD gegen LINKE., RÖMER und Piraten (= Annahme) sowie FDP, FREIE WÄHLER, NPD und REP (= Ablehnung)

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
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