Zweitwohnungssteuersatzung sozial gerecht gestalten!
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, die Zweitwohnungssteuersatzung in Frankfurt am Main sozial gerechter zu gestalten, indem Personen mit Erstwohnsitz in Frankfurt von der Zweitwohnungssteuer ausgenommen werden. Dies soll verhindern, dass diese Bürger für die Nutzung einer Zweitwohnung bestraft werden, insbesondere angesichts des Mangels an bezahlbarem Wohnraum.
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Thema Wohnen verfolgenAntrag
- Der Vorlage M 137 vom 11.10.2024 "1. Satzung zur Änderung über die Erhebung einer Zweitwohnungssteuer im Gebiet der Stadt Frankfurt am Main (Zweitwohnungssteuersatzung)" wird unter der Maßgabe zugestimmt, dass die Änderungssatzung unter § 2 Steuergegenstand um folgenden Punkt ergänzt wird: Abs. (5) Keine Zweitwohnungen im Sinne der Satzung sind ... h) Wohnungen, die von Personen genutzt werden, die über einen Erstwohnsitz im Stadtgebiet von Frankfurt am Main verfügen.
- Die Vorlage NR 1049 wird abgelehnt.
Begründung
Die jetzt vom Magistrat geplante Änderung der Zweitwohnungssteuersatzung muss dafür genutzt werden, endlich den gravierenden Mangel zu beseitigen, dass gemäß der bislang geltenden Fassung auch von Bürgerinnen und Bürgern mit Erstwohnsitz in Frankfurt am Main eine Zweitwohnungssteuer erhoben wird, sofern diese über eine Zweitwohnung im Stadtgebiet von Frankfurt verfügen. Dieser Personenkreis - der vermutlich überschaubar sein dürfte - muss jedoch korrekterweise von der Pflicht zur Zahlung der Zweitwohnungssteuer ausgenommen werden, da die Stadt Frankfurt für diese die entsprechenden Schlüsselzuweisungen von Land und Bund erhält und damit der Hauptzweck der Satzung entfällt, nämlich die Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen für in Frankfurt lebende Menschen, die sich dort zeitweise aufhalten, aber hier über keinen Erstwohnsitz verfügen. Zudem ist es aufgrund des Mangels an bezahlbarem Wohnraum in unserer Stadt sozial ungerecht, mit Erstwohnsitz in Frankfurt gemeldete Menschen für den Fall zu bestrafen, dass sie sich - weil sie keine Wohnung in der tatsächlich benötigten Größe im Stadtgebiet finden können - sich mit einer in der Nähe gelegenen Zweitwohnung behelfen, um ihren tatsächlichen Bedarf an Wohnraum zu decken. Denn für diesen Personenkreis entfällt der weitere Zweck der Zweitwohnungssteuer, nämlich Wohnungen auch tatsächlich verfügbar zu machen und an Wohnungssuchende zu vermieten. Im Gegenteil: In diesem Fall führt die Zweitwohnungssteuer eher dazu, dass die Betroffenen aufgrund der daraus resultierenden zusätzlichen Kosten aus Frankfurt wegziehen und sich hier mit ihrer Erst- und Zweitwohnung abmelden. Aus vorgenannten Gründen ist es daher unabdingbar, die bestehende Satzung im Zuge der nun geplanten Änderung auch um diesen Punkt anzupassen und zu regeln, dass Wohnungen, die von Personen genutzt werden, die über einen Erstwohnsitz im Stadtgebiet von Frankfurt am Main verfügen, keine Zweitwohnungen im Sinne der Satzung sind.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 11. Oktober 2024MM 1371. Satzung zur Änderung der Satzung über die Erhebung einer Zweitwohnungssteuer im Gebiet der Stadt Frankfurt am Main (Zweitwohnungssteuersatzung)Magistratsvortrag
- 8. November 2024Sie sind hierNRNR 1049Zweitwohnungssteuersatzung sozial gerecht gestalten!STVV-Antrag · BFF-BIG
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt und FRAKTION gegen ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Ablehnung) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen BFF-BIG (= Annahme); CDU und AfD (= Votum im Ältestenausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (M 137 = Ablehnung, NR 1049 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt und FRAKTION gegen ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Ablehnung) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen AfD und BFF-BIG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (M 137 = Ablehnung, NR 1049 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt und FRAKTION gegen ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und Gartenpartei (= Ablehnung) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen AfD, BFF-BIG und Gartenpartei (= Annahme)