Eine Stadtverwaltung für und mit Migrantinnen und Migranten
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Laut dem Bericht B 297 vom 06.04.2001 waren unter 1.294 ausländischen Mitarbeiter/innen (9,76 Prozent der Gesamtbeschäftigten) im Bereich der Gemeindeverwaltung drei Beamte (0,08 Prozent aller Beamtinnen und Beamten), 536 Angestellte (7,05 Prozent aller Angestellten) sowie 755 Arbeiterinnen und Arbeiter (35,60 Prozent aller Arbeiter/innen) beschäftigt. Von den 536 Angestellten waren neun vergleichbar dem höheren Dienst der Beamtinnen und Beamten (3,13 Prozent dieser Berufsgruppe), 47 vergleichbar den Beamtinnen und Beamten des gehobenen Dienstes (2,21 Prozent dieser Berufsgruppe) sowie 319 Angestellte vergleichbar den Beamtinnen und Beamten des mittleren Dienstes (7,21 Prozent dieser Berufsgruppe). 128 Angestellte waren mit Sonderverträgen beschäftigt. Aus diesen Zahlen geht klar hervor, dass Migranten/Migrantinnen äußerst selten die gut bezahlten und verantwortungsvollen Posten in der städtischen Verwaltung bekleiden. Die Migranten/Migrantinnen im Beamten- und Angestelltenverhältnis sind im Vergleich zur Anzahl der Arbeiter/innen mit Migrationshintergrund deutlich unterrepräsentiert. Unserer Auffassung nach liegen die Ursachen der viel beklagten Unterrepräsentation der Beschäftigten nicht deutscher Herkunft in der Stadtverwaltung u. a. in ihrer schlechten Bezahlung, geringeren Beförderungschancen sowie einer zweitrangigen Stellung im Vergleich zu den Kollegen und Kolleginnen mit deutscher Muttersprache. Dieser Sachverhalt müsste näher analysiert werden. Eine bloße Nennung der Zahl der neu eingestellten Beschäftigten nicht deutscher Herkunft in einzelnen Ämtern, wie im B 398 vom 19.05.2003, gibt wenig Aufschluss über ihre Stellung in der Hierarchie der Stadtverwaltung und die damit eventuell verbundene Attraktivität der städtischen Ämter als Arbeitgeber für Menschen mit Migrationshintergrund.
Inhalt
Antrag vom 16.06.2003, NR 1040
Betreff:
Eine Stadtverwaltung für und mit Migrantinnen und Migranten
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat möge künftig der Stadtverordnetenversammlung jährlich berichten, sowohl, welches Dezernat bzw. Amt signifikant die Zahl der Mitarbeiter/innen nicht deutscher Herkunft erhöht hat, als auch in welcher Position sie eingestellt wurden (Beamte/Beamtin; Angestellter/Angestellte vergleichbar dem höheren, gehobenen, mittleren Dienst der Beamtinnen und Beamten; Arbeiter/in). Die Nationalitäten dieser Mitarbeiter/innen sollen aufgeschlüsselt werden. Zusätzlich wird darüber berichtet, wie viele Beschäftigte nicht deutscher Herkunft höher eingruppiert wurden (auch hier aufgeschlüsselt nach Ämtern und Nationalitäten).
Begründung:
Laut dem Bericht B 297 vom 06.04.2001 waren unter 1.294 ausländischen Mitarbeiter/innen (9,76 Prozent der Gesamtbeschäftigten) im Bereich der Gemeindeverwaltung drei Beamte (0,08 Prozent aller Beamtinnen und Beamten), 536 Angestellte (7,05 Prozent aller Angestellten) sowie 755 Arbeiterinnen und Arbeiter (35,60 Prozent aller Arbeiter/innen) beschäftigt. Von den 536 Angestellten waren neun vergleichbar dem höheren Dienst der Beamtinnen und Beamten (3,13 Prozent dieser Berufsgruppe), 47 vergleichbar den Beamtinnen und Beamten des gehobenen Dienstes (2,21 Prozent dieser Berufsgruppe) sowie 319 Angestellte vergleichbar den Beamtinnen und Beamten des mittleren Dienstes (7,21 Prozent dieser Berufsgruppe). 128 Angestellte waren mit Sonderverträgen beschäftigt.
Aus diesen Zahlen geht klar hervor, dass Migranten/Migrantinnen äußerst selten die gut bezahlten und verantwortungsvollen Posten in der städtischen Verwaltung bekleiden. Die Migranten/Migrantinnen im Beamten- und Angestelltenverhältnis sind im Vergleich zur Anzahl der Arbeiter/innen mit Migrationshintergrund deutlich unterrepräsentiert. Unserer Auffassung nach liegen die Ursachen der viel beklagten Unterrepräsentation der Beschäftigten nicht deutscher Herkunft in der Stadtverwaltung u. a. in ihrer schlechten Bezahlung, geringeren Beförderungschancen sowie einer zweitrangigen Stellung im Vergleich zu den Kollegen und Kolleginnen mit deutscher Muttersprache. Dieser Sachverhalt müsste näher analysiert werden.
Eine bloße Nennung der Zahl der neu eingestellten Beschäftigten nicht deutscher Herkunft in einzelnen Ämtern, wie im B 398 vom 19.05.2003, gibt wenig Aufschluss über ihre Stellung in der Hierarchie der Stadtverwaltung und die damit eventuell verbundene Attraktivität der städtischen Ämter als Arbeitgeber für Menschen mit Migrationshintergrund.
Hauptvorlage: Bericht des Magistrats vom 19.05.2003, B 398
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 19. Mai 2003BB 398Eine Stadtverwaltung für und mit Migrantinnen und MigrantenMagistratsbericht
- 16. Juni 2003Sie sind hierNRNR 1040Eine Stadtverwaltung für und mit Migrantinnen und MigrantenSTVV-Antrag · E.L.
- 23. Januar 2004BB 61Eine Stadtverwaltung für und mit Migrantinnen und MigrantenMagistratsbericht
- 13. April 2004Antwort des Magistrats · nach 47 WochenBB 230Eine Stadtverwaltung für und mit Migrantinnen und MigrantenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf10 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 2. SPD, GRÜNE und FAG gegen CDU und FDP (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (B 398 = Kenntnis, NR 1040 = Ablehnung) E.L. (B 398 = Kenntnis, NR 1040 = Prüfung und Berichterstattung mit Zusatz)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 2. a) SPD, GRÜNE und FAG gegen CDU und FDP (= Ablehnung) b) CDU, SPD und FDP gegen GRÜNE und FAG (= Prüfung und Berichterstattung mit der Maßgabe, dass im letzten Satz die Worte "Beschäftigte nicht deutscher Herkunft" ersetzt werden durch "Mitarbeiter mit Migrationshintergrund") Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP und BFF (B 398 = Kenntnis, NR 1040 = Ablehnung) PDS und E.L. (B 398 = Kenntnis, NR 1040 = Prüfung und Berichterstattung mit Zusatz) ÖkoLinX-ARL (B 398 = Zurückweisung, NR 1040 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG, REP, PDS, BFF und E.L. gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung) zu 2. a) SPD, GRÜNE, FAG, PDS und E.L. gegen CDU, FDP, REP und BFF (= Ablehnung) sowie ÖkoLinX-ARL (= Annahme) b) CDU, SPD, FDP, REP und BFF gegen GRÜNE, FAG, PDS und E.L. (= Prüfung und Berichterstattung mit der Maßgabe, dass im letzten Satz die Worte "Beschäftigte nicht deutscher Herkunft" ersetzt werden durch "Mitarbeiter mit Migrationshintergrund") sowie ÖkoLinX-ARL (= Annahme)