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Hängepartie für die Europäische Schule endlich beenden

Vorlagentyp: NRCDU
6 SitzungenAbgelehnt
Vorlage
Idee
Bei einigen tausend Vorlagen geht die
Strassenzuordnung nur automatisch
und dadurch werden alle gefundenen
Strassenabschnitte als Punkte angezeigt.

Zusammenfassung

Der Antrag zielt darauf ab, die langanhaltenden Kapazitätsprobleme der Europäischen Schule Frankfurt zu lösen, indem der Magistrat aufgefordert wird, geeignete Standorte für einen Neubau zu prüfen und Unterstützung vom Land Hessen zu suchen. Dies soll die Zukunft der Schule sichern und die Bedürfnisse der Nutzer des Festplatzes berücksichtigen.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

  1. Die Stadtverordnetenversammlung missbilligt, dass das Bildungsdezernat seit 16 Jahren ohne hinreichenden Erfolg daran arbeitet, die in den letzten Jahren zunehmend dringlichen Kapazitätsprobleme der Europäischen Schule Frankfurt (ESF) zu lösen. Die Planungen für den Neubau der ESF drohen an der Unfähigkeit der Stadt Frankfurt zu scheitern, der Schule einen geeigneten Standort für den seit langem nötigen Neubau anbieten zu können, obwohl sich die Stadt bereits 2001 in einer Verwaltungsvereinbarung verpflichtet hat, ein Grundstück bereitzustellen.
  2. Der Magistrat wird aufgefordert, sich notgedrungen und hilfesuchend an das Land Hessen zu wenden, um die Zukunft dieser für die ortsansässigen europäischen Institutionen enorm wichtigen Schule in Frankfurt zu sichern. Das Ziel ist eine abschließende, gemeinsame Prüfung,

a) ob auf der Basis des von der ESF erarbeiteten Raumprogramms ein Neubau auf dem derzeit vertieft geprüften Festplatz am Ratsweg überhaupt realisiert werden kann, welcher die Bedarfe der bisherigen Nutzerinnen und Nutzer des Festplatzes (die Tourismus- und Congress GmbH und die Schaustellerinnen und Schausteller sowie der Kleingartenverein KGV Riederwald) in angemessener Weise berücksichtigt;

b) ob gemeinsam mit dem Land andere Flächen, ggf. in Besitz des Landes, ausgewiesen werden können, auf denen ein Neubau der ESF möglich ist;

c) ob gemeinsam mit dem Land ggf. auch Flächen in der Region FrankfurtRheinMain bei anderen Kommunen angefragt werden können, wenn sich das Bildungsdezernat nicht in der Lage sieht, den eigenen Aufgaben nachzukommen.

Der Stadtverordnetenversammlung ist über das Ergebnis dieser Prüfung innerhalb von drei Monaten zu berichten.

Begründung

2001 hat sich die Stadt Frankfurt in einer Verwaltungsvereinbarung dazu bereiterklärt, ein Grundstück für die ESF zur Verfügung zu stellen. Im Folgejahr wurde die ESF eröffnet. Ursprünglich für 800 - 900 Schülerinnen und Schüler gedacht, stellte sich bald heraus, dass die Schule viel schneller wachsen würde. Bereits im Jahr 2008 gab es erste Kapazitätsprobleme am derzeitigen Standort am Praunheimer Weg 126. Damals wurden parallel eine erste Erweiterung und Pläne für einen Neubau angedacht. Trotz Umbau und Erweiterung des Bestandsgebäudes, der Aufstellung von Containern sowie einem Modulbau für die Nachmittagsbetreuung und der Bereitstellung einer Einfeldsporthalle, ist das Raumproblem stetig gewachsen. 2014 verschärfte sich die Problematik durch die Ansiedlung der Bankenaufsicht der Eurozone an der Europäischen Zentralbank (EZB). Hiermit entstand zusätzlicher Platzbedarf für bis zu 1.000 Schüler/-innen. Derzeit besuchen mehr als 1600 Schüler/-innen die ESF. Mit der Ansiedlung der AMLA in Frankfurt werden die Schülerzahlen noch einmal signifikant steigen. Auch nach dem Wechsel im Bildungsdezernat 2016 ist es bei der Suche nach einem Grundstück für die ESF, deren Bau von Bund und Europäischer Union finanziert wird, zu immer neuen Verzögerungen gekommen. Trotz der Bereitschaft der Schulgemeinde zu einem Wachstum am vorhandenen Standort und einer Machbarkeitsstudie, die zeigte, dass eine solche Lösung zwar nicht ideal aber für beide Schulen (ESF und Ernst-Reuter-Schulen) möglich gewesen wäre, wurden Überlegungen dazu auf Betreiben der Bildungsdezernentin und aufgrund der Bedenken des zuständigen Ortsbeirates eingestellt. Auch der von der ESF favorisierte mögliche Standort an den Mainwasen wurde ohne gründliche Prüfung und Abwägung aller Argumente zu den Akten gelegt. Daraufhin wurden diverse weitere - weniger vielversprechende- Standorte für einen Neubau geprüft und wieder verworfen. Es gab eine Machbarkeitsstudie zur Standortsuche für die ESF, doch weder das Gewerbegebiet nördlich der Heerstraße noch das Kaiserlei-Areal eigneten sich laut Prüfungen für das Projekt. Seit 2022 wird der Festplatz am Ratsweg vertieft als Standort geprüft, obwohl dort zahlreiche Ziel- und Interessenkonflikte bestehen. Am 03.11.2022 haben Vertreter/-innen des Bundes, des Landes Hessen, der Europäischen Zentralbank, der ESF und der Stadt Frankfurt auf Grundlage der Machbarkeitsstudie des Planungsbüros Wentz eine Projektvereinbarung für einen möglichen Neubau auf dem Festgelände am Ratsweg unterzeichnet. In der Bewerbung um die Europäische Geldwäschebehörde AMLA warb der Magistrat bereits mit dem Neubau der ESF am Ratsweg. Gleichzeitig sind fast zwei Jahre später noch nicht einmal ansatzweise alle planungsrechtlichen, verkehrlichen, umwelt- und naturschutzrechtlichen Fragen geklärt. Zudem gibt es noch keine tragfähigen Alternativen für die ortsansässigen Schausteller (Dippemess) und Kleingärtner. Der Frankfurter Neuen Presse vom 09.08.24 war nun zu entnehmen, dass mit einer Fertigstellung der ausstehenden Gutachten und einem ersten Bericht zur Bewertung des Standorts nicht vor dem 2. Quartal 2025 zu rechnen sei. Bis dahin haben weder die aktuellen Nutzer des Geländes Zukunftssicherheit, noch weiß die ESF, ob das Gelände überhaupt für einen Neubau infrage kommt, oder die Suche in einem Jahr wieder bei Null beginnt. Dies ist inakzeptabel! Der Magistrat betont seinen Einsatz für die Zukunft der ESF. Die seit 2016 für eine Lösung des Problems zuständige Bildungsdezernentin ist jedoch in den letzten acht Jahren nicht über Absichtserklärungen und Prüfaufträge hinausgekommen. Daher ist das Land Hessen um Unterstützung zu bitten, um einen Verbleib der ESF in Frankfurt sicherzustellen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 25. September 2024 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 6 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 14.11.2024 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf6 Beratungen
OBR 4
Sitzung 33 · 29.10.2024
TO I, TOP 9
Beraten
Linke stellt den Geschäftsordnungsantrag, über den Tenor der Vorlage NR 1009 ziffernweise abzustimmen. Beschluss: 1. Der Geschäftsordnungsantrag wird abgelehnt. 2. Die Vorlage NR 1009 wird bei Stimmengleichheit abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPVoltdFfm
Ablehnung:
LinkeFraktionslos
Enthaltung:
ÖkoLinX-ARL
zu 2)
Zustimmung:
SPDLinkeVoltÖkoLinX-ARLFraktionslos
Ablehnung:
GrünedFfm
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, Volt und dFfm gegen Linke und fraktionslos (= Annahme); ÖkoLinX-ARL (= Enthaltung) zu 2. SPD, Linke, Volt, ÖkoLinX-ARL und fraktionslos gegen GRÜNE und dFfm (= Annahme)

Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
Sitzung 30 · 31.10.2024
TO I, TOP 9
Abgelehnt
Die Vorlage NR 1009 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPVoltÖkoLinX-ELFGartenpartei
Ablehnung:
CDUAfD
Sonstige:
Linke (Votum im Ausschuss für Bildung und Schulbau)FRAKTION (Votum im Ausschuss für Planen, Wohnen und Städtebau)BFF-BIG (Prüfung und Berichterstattung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU und AfD (= Annahme); Linke (= Votum im Ausschuss für Bildung und Schulbau) und FRAKTION (= Votum im Ausschuss für Planen, Wohnen und Städtebau) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Gartenpartei (= Ablehnung)

Ausschusses für Bildung und Schulbau
Sitzung 30 · 04.11.2024
TO I, TOP 8
Abgelehnt
1. Die Vorlage NR 1009 wird abgelehnt. 2. Die Vorlage NR 1040 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPVoltFRAKTION
Ablehnung:
CDUAfDBFF-BIG
Sonstige:
Linke (NR 1009 = Ablehnung, NR 1040 = Annahme)ÖkoLinX-ELF (NR 1009 = Ablehnung)
zu 2)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPVolt
Ablehnung:
FRAKTION
Sonstige:
CDU (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)AfD (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)BFF-BIG (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, Volt und FRAKTION gegen CDU und AfD (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung); CDU, AfD und BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Linke (NR 1009 = Ablehnung, NR 1040 = Annahme) ÖkoLinX-ELF (NR 1009 = Ablehnung)

Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau
Sitzung 30 · 05.11.2024
TO I, TOP 11
Abgelehnt
1. Die Vorlage NR 1009 wird abgelehnt. 2. Die Vorlage NR 1040 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Ablehnung:
CDUAfDBFF-BIG
Sonstige:
Gartenpartei (NR 1009 = Ablehnung, NR 1040 = Annahme)
zu 2)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPVoltÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
LinkeBFF-BIGFRAKTION
Sonstige:
AfD (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU und AfD (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen Linke und BFF-BIG (= Annahme) sowie FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung); AfD (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (NR 1009 = Ablehnung, NR 1040 = Annahme)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 33 · 12.11.2024
TO I, TOP 27
Abgelehnt
1. Die Vorlage NR 1009 wird abgelehnt. 2. Die Vorlage NR 1040 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Ablehnung:
CDUAfDBFF-BIG
Sonstige:
Gartenpartei (NR 1009 = Ablehnung, NR 1040 = Annahme)
zu 2)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPVoltÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
LinkeAfDBFF-BIGFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU und AfD (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen Linke, AfD und BFF-BIG (= Annahme) sowie FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (NR 1009 = Ablehnung, NR 1040 = Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 35 · 14.11.2024
TO II, TOP 12
Abgelehnt
1. Die Vorlage NR 1009 wird abgelehnt. 2. Die Vorlage NR 1040 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltÖkoLinX-ELFFRAKTIONGartenpartei
Ablehnung:
CDUAfDBFF-BIG
zu 2)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPVoltÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
LinkeAfDBFF-BIGGartenparteiFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei gegen CDU und AfD (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen Linke, AfD, BFF-BIG und Gartenpartei (= Annahme) sowie FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung)

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