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TUMO-Lernzentrum nur auf solider Basis planen

Vorlagentyp: NRCDU
2 Stationen im Verfahren5 SitzungenAbgelehnt

Zusammenfassung

Der Antrag zielt darauf ab, das TUMO-Lernzentrum in Frankfurt am Main auf einer soliden finanziellen Basis zu planen. Es wird gefordert, dass die Finanzierung über einen Zeitraum von 10 Jahren gesichert wird, um die langfristige Etablierung des Zentrums zu gewährleisten. Die Stadtverordnetenversammlung soll die Risiken und finanziellen Belastungen für die Stadt Frankfurt berücksichtigen.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

Dem Magistratsvortrag M 113 vom 30.08.2024 "Anmietung einer Liegenschaft zur Errichtung und Betrieb eines TUMO-Lernzentrums im Nordwestzentrum, 60439 Frankfurt" wird ausschließlich unter der Berücksichtigung der folgenden Punkte zugestimmt:

  1. Die Dauer des Mietvertrags orientiert sich zunächst an der Dauer der gesicherten Projektfinanzierung über den Verein TUMO Frankfurt und die beteiligten Drittmittelgeber. Der Mietvertrag enthält eine Option auf Verlängerung. Vor Verlängerung des Mietvertrags wird evaluiert, wie sich das Projekt im Hinblick auf Teilnehmerzahlen, Nachfrage, erreichten Adressatenkreis und erhoffte Ergebnisse entwickelt hat. Eine Weiterfinanzierung aus städtischen Mitteln erfolgt nur bei positivem Evaluationsergebnis und wenn die Finanzierung sichergestellt ist.
  2. Es wird nochmals geprüft, ob

a) der Mietvertrag im Sinne der Stadt nachverhandelt werden kann (z.B. durch Übernahme der Umbaukosten durch den Vermieter und Senkung des durchschnittlichen Mietzinses auf einen Wert, der dem der Anmietung vergleichbarer städtischer Bildungseinrichtungen im Nordwestzentrum entspricht),

b) die monatliche Nebenkostenvorauszahlung von 3,85 EUR/m2 realistisch ist,

c) alternativ eine andere der zahlreichen leerstehenden städtischen Immobilien für das TUMO-Lernzentrum ertüchtigt und genutzt werden kann, um Kosten zu senken.

  1. Der Magistrat legt in Zusammenarbeit mit dem Förderverein TUMO Frankfurt und den beteiligten Stiftungen in einem Finanzierungskonzept dar, wie das TUMO-Lernzentrum für die nächsten 10 Jahre finanziert wird. Darin wird ausgeführt,

a) welche verbindlichen Finanzierungszusagen es von welchen Geldgebern für welche Zeiträume gibt und für welche Summen und Zeiträume noch Finanzierungslücken bestehen (tabellarische Auflistung),

b) welche weiteren, über die bisherigen finanziellen Zusagen hinausgehenden Kosten für den laufenden Betrieb des TUMO-Lernzentrums in den nächsten 10 Jahren entstehen und deren Deckung vom Förderverein noch eingeworben werden muss:

i. Sachkosten,

ii. Kontinuierlich zu erneuernde technische Ausstattung,

iii. Personalkosten,

iv. Honorarkosten für Kursleitende,

v. IT Service und Support,

vi. Marketing,

vii. Lizenz-/Franchisegebühren,

c) welche Kosten der Stadt Frankfurt Stand heute in den kommenden 10 Jahren für die Bereitstellung der Immobilie und die Schließung von Finanzierungslücken zur Sicherung des laufenden Betriebs entstehen,

d) wo und in welcher Höhe die für die Errichtung und den Betrieb des TUMO-Zentrums notwendigen Mittel im städtischen Haushalt hinterlegt sind,

e) welche organisatorischen, finanziellen und personellen Verpflichtungen die Volkshochschule (VHS) als städtischer Eigenbetrieb mit der Trägerschaft eingeht und wie sich dies auf den Normalbetrieb der VHS auswirkt.

  1. Der Magistrat plant für die Kalkulation der Mietnebenkosten sowie der laufenden Kosten für die technische Ausstattung in Zeiten immer schnellerer technischer Innovationen realistische Summen in den Projektentwurf mit ein.
  2. Der Magistrat stellt der Stadtverordnetenversammlung den aktuellen Zeitplan und Umsetzungsstand des TUMO-Lernzentrum vor;
  3. Der Magistrat legt dar, in welcher Form sich die Angebote des TUMO-Lernzentrums von den Angeboten der Bibliothek im Nordwestzentrum in den Bereichen Robotics, Coding und 3D-Druck sowie den ergänzenden Angeboten der VHS vor Ort unterscheiden und in welcher Form das TUMO-Lernzentrum diese Angebote ergänzen bzw. Synergieeffekte schaffen kann.
  4. Der Magistrat berichtet, wie die Anmeldezahlen für Angebote der VHS in den Bereichen Robotics, Coding, 3D-Druck u.ä. zurzeit aussehen.
  5. Der Magistrat berichtet, in welcher Form die Angebote des TUMO-Lernzentrums in die Arbeit der Frankfurter Schulen einbezogen werden sollen und welche Konzepte es gibt, um Kinder und Jugendliche zu erreichen, die ansonsten nur wenig Zugang zu Bildungsangeboten dieser Art haben.

Der Magistrat legt der Stadtverordnetenversammlung binnen drei Monaten einen ausführlichen Bericht dazu vor.

Begründung

TUMO-Lernzentren haben in Berlin und anderen europäischen Städten erfreuliche Erfolge erzielt. Mittels dieses ursprünglich in Armenien entwickelten Bildungsangebots werden Jugendliche durch mediengestütztes, freies Lernen sowie kostenlose Workshops in ihren Interessen und ihrer Kreativität gefördert. Der mit dem Magistratsvortrag M113/24 vorgelegte Mietvertrag für das geplante TUMO-Lernzentrum im Nordwestzentrum birgt jedoch gravierende Risiken und hohe Belastungen für die Steuerzahler:

  1. Die Mietkonditionen haben sich nur auf den ersten Blick leicht verbessert und liegen immer noch über den Konditionen für vergleichbare Liegenschaften in der gleichen Immobilie.
  2. Über eine verbindliche Mietdauer von 30 Jahren und der Wertsicherungsklausel entstehen der Stadt allein für die Miete Kosten von mehr als 17 Mio. €.
  3. Der Umbau der Immobilie kostet die Stadt zusätzlich 816.000 €.
  4. Da eine dauerhafte Finanzierung der Betriebskosten in Höhe von 1,5 Mio. € jährlich nur über Stiftungen und andere Drittmittelgeber unrealistisch erscheint, werden auch in diesem Bereich mittelfristig Kosten auf die Stadt zukommen. Um eine solche Neugründung langfristig etablieren und zum Erfolg führen zu können, bedarf es neben einem guten Projektmanagement auch eines tragfähigen Konzepts zur langfristigen Finanzierung. Es ist Aufgabe des Magistrats zunächst die notwendigen Grundlagen zu erarbeiten, bevor mit langfristigen Vertragsbindungen Tatsachen geschaffen werden. Auch wenn der Verein TUMO Frankfurt das Projekt federführend mit viel Engagement vorantreibt und bereits mehrere namhafte Spender für das Zentrum gewinnen konnte, muss es auch im Interesse der Stadt Frankfurt sein, für einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren Planungssicherheit zu schaffen - und zwar so bald wie möglich.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 30. August 2024MM 113Anmietung einer Liegenschaft zur Errichtung und Betrieb eines TUMO-Lernzentrums im Nordwestzentrum, 60439 FrankfurtMagistratsvortrag
  2. 11. September 2024Sie sind hier
    NRNR 1003TUMO-Lernzentrum nur auf solider Basis planen
    STVV-Antrag · CDU

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
Ausschusses für Bildung und Schulbau
Sitzung 30 · 04.11.2024
TO I, TOP 13
Abgelehnt
1. Der Vorlage M 113 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1003 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPVolt
Ablehnung:
CDUAfDFRAKTIONBFF-BIG
Sonstige:
Linke (M 113 und NR 1003 = Votum im Haupt- und Finanzausschuss)ÖkoLinX-ELF (M 113 = Annahme, NR 1003 = Prüfung und Berichterstattung)
zu 2)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPAfDVolt
Ablehnung:
CDUFRAKTIONBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Ablehnung im Rahmen der Vorlage NR 1003) sowie AfD (= Ablehnung im Rahmen des Revisionsberichts) und FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1003) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, AfD und Volt gegen CDU, FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Linke (M 113 und NR 1003 = Votum im Haupt- und Finanzausschuss) ÖkoLinX-ELF (M 113 = Annahme, NR 1003 = Prüfung und Berichterstattung)

Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau
Sitzung 30 · 05.11.2024
TO I, TOP 19
Abgelehnt
1. Der Vorlage M 113 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1003 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
CDUFRAKTIONBFF-BIGLinkeAfD
Sonstige:
Volt (M 113 = Annahme, NR 1003 = Ablehnung)Gartenpartei (M 113 = Enthaltung, NR 1003 = Annahme)
zu 2)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeAfDÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
CDUFRAKTIONBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1003), Linke (= Ablehnung) sowie AfD (= Ablehnung im Rahmen des Revisionsberichtes) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, Linke, AfD und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Volt (M 113 = Annahme, NR 1003 = Ablehnung) Gartenpartei (M 113 = Enthaltung, NR 1003 = Annahme)

OBR 8
Sitzung 32 · 07.11.2024
TO I, TOP 28
Angenommen
1. Der Vorlage M 113 wird im Rahmen der NR 1003 zugestimmt. 2. Der Vorlage NR 1003 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Enthaltung:
SPD
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüneLinkeFDPFreie WählerFraktionslos
Ablehnung:
SPD
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. Annahme bei Enthaltung SPD zu 2. CDU, GRÜNE, Linke, FDP, FREIE WÄHLER und fraktionslos gegen SPD (= Ablehnung)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 33 · 12.11.2024
TO I, TOP 28
Abgelehnt
1. Der Vorlage M 113 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1003 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
CDUAfDFRAKTIONBFF-BIG
Sonstige:
Gartenpartei (M 113 = Ablehnung, NR 1003 = Prüfung und Berichterstattung)
zu 2)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPAfDVolt
Ablehnung:
CDUFRAKTIONBFF-BIGLinkeÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU (= Ablehnung im Rahmen der Vorlage NR 1003), AfD (= Ablehnung im Rahmen des Revisionsberichtes) sowie FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1003) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, AfD und Volt gegen CDU, FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme) sowie Linke und ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (M 113 = Ablehnung, NR 1003 = Prüfung und Berichterstattung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 35 · 14.11.2024
TO I, TOP 6
Abgelehnt
1. Der Vorlage M 113 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. a) Die Vorlage NR 1003 wird abgelehnt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Kube, Kunze, Müller und Steinhardt sowie von Stadträtin Weber dienen zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
CDUAfDFRAKTIONBFF-BIGGartenpartei
zu 2 / a)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPAfDVolt
Ablehnung:
CDUFRAKTIONBFF-BIGLinkeÖkoLinX-ELFGartenpartei
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU (= Ablehnung im Rahmen der Vorlage NR 1003), AfD (= Ablehnung im Rahmen des Revisionsberichtes), FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1003) sowie Gartenpartei (= Ablehnung) zu 2. zu a) GRÜNE, SPD, FDP, AfD und Volt gegen CDU, FRAKTION und BFF BIG (= Annahme) sowie Linke, ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)

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