Ausrichtung der WEURO 2029 - Bewerbung als Austragungsort
Zusammenfassung
Der Magistrat von Frankfurt am Main schlägt vor, die Stadt als Austragungsort für die UEFA Women's EURO 2029 zu bewerben. Dies soll die Stadt als Sport- und Fußballstadt weiter positionieren und die Entwicklung des Frauenfußballs fördern. Die voraussichtlichen Kosten für die Austragung belaufen sich auf 15 bis 20 Millionen Euro.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenBeschlussvorschlag
- Der Magistrat wird beauftragt, gemeinsam mit der Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH und der Eintracht Frankfurt Stadion GmbH im weiteren Schritt die offizielle Teilnahmeerklärung des Nationalen Bewerbungsverfahren (Frist zur Aufhebung des Gremienvorbehalts 31.01.2025) einzureichen, um gemeinsam weiter am Bewerbungsverfahren teilzunehmen. Die rechtsverbindliche Unterzeichnung der von der UEFA geforderten Erklärungen und die Abgabe der vollständigen Bewerbungsunterlagen sind die Grundvoraussetzungen für die Teilnahme Frankfurts am weiteren Bewerbungsverfahren. Mit der Abgabe der verbindlichen Erklärungen verpflichtet sich die Stadt Frankfurt am Main, die SSF und die EFS die an den Austragungsort und das Stadion seitens der UEFA gestellten Bedingungen zu erfüllen, alle durch die UEFA geforderten Strukturen zu schaffen, mit der UEFA zur erfolgreichen Turnierorganisation zusammenzuarbeiten, im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel die UEFA zu unterstützen und die notwendigen Genehmigungen (sofern keine rechtlichen Bedenken bestehen) zu erteilen.
- Die Stadt Frankfurt am Main wird im Falle der Auswahl als potentieller Austragungsort durch den DFB alle weiteren Bewerbungsschritte im Prozess gehen und als Gastgeberstadt zur Verfügung stehen.
- Es dient zur Kenntnis, dass - sollte die Stadt Frankfurt am Main als Austragungsort ausgewählt werden - ein entsprechendes Projektbudget im Produktbereich 21.16 für die Jahre 2026 - 2029 bereitzustellen ist. Der Magistrat wird in diesem Fall die anfallenden Kosten schnellstmöglich ermitteln, die haushaltsmäßige Beordnung vornehmen und eine entsprechende Finanzierungsvorlage vorlegen. Basierend auf den Abrechnungen der UEFA Euro 2024 ist mit einem Aufwand von 15 Mio. bis 20 Mio. € zu rechnen. Es dient zur Kenntnis, dass die Union of European Football Association (UEFA) im Juli 2024 das Bewerbungsverfahren zur Women's EURO 2029 (WEURO 2029) eröffnet hat. In diesem Bewerbungsverfahren hat der Deutsche Fußball Bund (DFB) im September 2024 sein Interesse an einer Ausrichtung hinterlegt. Ebenfalls haben Italien, Polen und Portugal ihr Interesse an einer alleinigen Ausrichtung der Women's EURO 2029 erklärt, während Dänemark und Schweden eine gemeinsame Bewerbung abgeben wollen.
- Es dient darüber hinaus zur Kenntnis, dass der DFB über 30 Stadien und Städte über den Stand des Bewerbungsprozesses und den Zeitplan informiert hat. Im Anschluss haben 32 mögliche Spielorte ihr Interesse an der Ausrichtung der WEURO 2029 bekundet. Die Stadt Frankfurt am Main hat im Oktober 2024 fristgerecht die Interessensbekundung beim DFB eingereicht. Die vorläufige Interessensbekundung führte zu keinen weiteren Verpflichtungen.
Begründung
A. Zielsetzung
Die UEFA Frauen-Europameisterschaft stellt eines der größten Sportereignisse im Frauenfußball dar. In einem Zeitraum von ca. 4 Wochen im Sommer 2029 spielen 16 Nationen um den Europameisterschaftstitel im Frauenfußball. Das Turnier wird im Zeitraum Juni/Juli 2029 stattfinden. Die kommende Europameisterschaft der Frauen wird 2025 in der Schweiz ausgetragen. Für das darauffolgende Turnier hat die UEFA in diesem Jahr das Bewerbungsverfahren bekanntgegeben und eröffnet. Für den Fall, dass Frankfurt am Main als Spielort ausgewählt wird, könnten im Sommer 2029 3 - 5 Spiele im Deutschen Bank Park stattfinden. Im Dezember 2025 entscheidet die UEFA an welchen Nationalverband das Turnier vergeben wird.
B. Alternativen
Sportstadt Frankfurt
Die Stadt Frankfurt am Main ist eine Sportstadt. Dies hat sie zuletzt mit der erfolgreichen Ausrichtung der UEFA EURO 2024 bewiesen. Neben ca. 250.000 Besucher:innen bei den fünf Spielen im Deutsche Bank Park haben ca. 1 Mio. Gäste und Fans alle 51 Fußballspiele in der Fanzone am Main verfolgt. Nach der UEFA EURO 2024 bietet sich nun die Gelegenheit auch die UEFA Europameisterschaft der Frauen mit auszurichten und Frankfurt am Main abermals als Sport- und Fußballstadt zu präsentieren.
C. Lösung
Noch in guter Erinnerung ist die erfolgreiche Ausrichtung der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft in 2011, bei der sich Frankfurt am Main als guter Gastgeber präsentiert hat. Mit der Eintracht Frankfurt hat die Stadt zudem eine sehr erfolgreich spielende Frauen-Fußballmannschaft in der ersten Frauen Bundesliga, die die Stadt Frankfurt auch international in der UEFA Women's Champions League vertritt. Die Stadt Frankfurt am Main geht bei Teilnahme davon aus, dass sich wie in 2011 die Attraktivität des Mädchen- und Frauenfußballs auch durch ein steigendes Interesse in den Vereinen wiederspiegelt. Sie bietet eine gute Möglichkeit die Entwicklung des Frauenfußballs in der Stadt Frankfurt am Main weiter voranzutreiben und sich als internationale Sportstadt weiter zu positionieren.
D. Öffentlichkeitsbeteiligung
Derzeit ist von voraussichtlichen Gesamtkosten von 15 - 20 Mio. € auszugehen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Der Weg dieser Vorlage
Am 17. Januar 2025 legte der Magistrat diesen Vortrag der Stadtverordnetenversammlung vor. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 30.01.2025 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION; AfD und BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei, Stadtv. Yilmaz und Stadtv. Dr. Schulz (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei