Bahnhofsvorplatz Höchst Nordseite Bau- und Finanzierungsvorlage
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Vortrag des Magistrats vom 06.12.2013, M 232
Betreff: Bahnhofsvorplatz Höchst Nordseite Bau- und Finanzierungsvorlage Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 24.02.2011, § 9523 (M 19)
- Dem Umbau und der Neugestaltung der Nordseite des Bahnhofsvorplatzes Höchst wird entsprechend der vorgelegten Planunterlage zugestimmt.
- Die erforderlichen Mittel für die Baumaßnahme mit einem Investitionsbedarf in Höhe von 1.189 T€ brutto werden bewilligt und freigegeben. Die vorhandenen Verkehrsflächen weisen zum 31.12.2012 einen Restbuchwert in Höhe von 69 T€ auf, der abweichend von Ziffer 1.2.1 der Allgemeinen Bewirtschaftungsvorschriften als einmalige Sonderabschreibung budgetneutral zu behandeln ist.
- Es dient zur Kenntnis, dass
- a)für die Umgestaltung des Höchster Bahnhofsvorplatzes im Investitionsprogramm 2013 bis 2016 in der Produktgruppe 13.01, Projektdefinition 5.001909 Mittel in Höhe von 3.000 T€ zur Verfügung stehen, von denen bereits 144 T€ für Planungsleistungen verausgabt wurden, und
- b)die Jahresfolgekosten in Höhe von 74 T€ sichergestellt sind.
- Es dient ferner zur Kenntnis, dass für den Höchster Bahnhofsvorplatz Südseite zurzeit ein Vorplanungskonzept erstellt wird, das der Stadtverordnetenversammlung in einer separaten Vorplanungsvorlage zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Begründung: A - Zielsetzung Der Bahnhof Höchst ist mit zwölf Bahnsteiggleisen der zweitgrößte Bahnhof Frankfurts und zählt wegen seines hohen Verkehrsaufkommens zu den stark frequentierten Bahnhöfen im Stadtgebiet Frankfurt am Main. Der heutige Bahnhof, der auch die beiden Ortsteile (Nord und Süd) mittels einer Unterführung verbindet, erfüllt nicht mehr die Anforderungen an eine leistungsgerechte, sichere und für alle Personen nutzbare Verkehrsanlage. Daher ist eine Verbesserung der Gestalt- und Aufenthaltsqualität dringend erforderlich. Das gesamte Bahnhofsareal soll umgestaltet werden, sodass die Funktionen Aufenthalt, Parken Kfz und Fahrräder sowie der fließende Verkehr angemessen berücksichtigt werden. Der vorliegende Entwurf beinhaltet die bauliche Umgestaltung des nördlichen Vorplatzes im Kontext der Planung für das gesamte Bahnhofsareal. Das gesamte Planungsareal umfasst die Umgestaltung des südlichen Vorplatzbereiches inklusive des Busbahnhofes sowie dem barrierefreien Ausbau der Station. Der Planungsbereich auf der Nordseite des Bahnhofes umfasst den Vorplatz inklusive der von Osten nach Westen verlaufenden Adelonstraße, die Anschlussbereiche an die Michael-Stumpf-Straße sowie die Höchster Bahnstraße. Die Planung schließt unmittelbar an die bereits realisierten Umbaumaßnahmen im Bereich Adelonstraße und Michael-Stumpf-Straße an. Durch die geplante Neustrukturierung des nördlichen Bahnhofsvorplatzes mit gestalterischer Ausbildung eines Platzbereiches wird generell die städtebauliche Attraktivität des Bahnhofsareals signifikant verbessert und die Aufenthaltsqualität deutlich erhöht. Die Funktion des Straßenraumes bleibt grundsätzlich erhalten. Die Parkplätze werden im Rahmen der Planung umstrukturiert, sodass sich im direkten Bereich vor dem Eingang zum Bahnhof eine Platzfläche mit Aufenthaltsqualität ergibt. Mit den geplanten Maßnahmen werden folgende städtebauliche Ziele und Konzepte umgesetzt: - Mit dem grundhaften Ausbau des Fahrbahnoberbaus und der Erneuerung der Gehwege werden die vorhandenen baulichen Mängel beseitigt und eine ebenmäßige Oberfläche geschaffen, welche den Benutzungskomfort sicherstellt. Dadurch wird eine für die nächsten Jahre standfeste und instandhaltungsarme Verkehrsanlage geschaffen. - Mit dem Einbau der Leiteinrichtungen zur ungehinderten Mobilität gemäß Arbeitsplan zur "Barrierefreiheit für die Stadt Frankfurt am Main" wird den Bedürfnissen mobilitätseingeschränkter Menschen (u.a. Seh- und Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer) Rechnung getragen. Der gesamte Platzbereich wird mit der Umgestaltung barrierefrei erschlossen. - Durch die geplante Oberflächenbefestigung werden die städtebaulichen Belange berücksichtigt und das Stadtbild positiv geprägt. - Der gesamte Bereich erhält ein neues Lichtkonzept, welches die Sicherheitsaspekte bezüglich der Kriminalprävention im Bahnhofsumfeld berücksichtigt. Durch die geplante Oberflächenbefestigung, die Umsetzung des Lichtkonzeptes und die einheitliche Gestaltung der Verkehrsflächen wird der Bahnhofsvorplatz Nordseite künftig eine einheitliche, durchgängige und dem Stadtbild entsprechende Gestaltung erhalten. B - Alternativen Die Umgestaltung des nördlichen Vorplatzes ist ein wesentlicher Beststandteil der Gesamtkonzeption für den öffentlichen Raum um den Bahnhof Höchst. An beiden Bahnhofsausgängen soll ein Aufenthalts- und Orientierungspunkt entstehen. Beide Bahnhofsvorplätze sollen dabei auch gestalterisch aufeinander Bezug nehmen. Damit soll nicht nur das Bahnhofsumfeld ganzheitlich verbessert, sondern auch die Stadtteilverbindung über die Unterführung aufgewertet werden. Im Bestand ist auf der Nordseite des Bahnhofes die Aufenthalts- und Orientierungsfunktion nicht vorhanden, Maßnahmen zur Barrierefreiheit fehlen vollständig und die Einrichtungen für Fahrradparken sind überlastet und gestalterisch unzureichend. Ein Verzicht auf diesen Maßnahmenteil, beispielsweise aus Kostengründen, ist mit den Gesamtzielen nicht vereinbar. C - Lösung
- Beschreibung der bestehenden Situation: Im Bestand handelt es sich beim Bahnhofsvorplatz Höchst Nordseite um einen reinen Parkplatz. Der Bereich ist durch Kfz-Parkplätze und Fahrradabstellanlagen geprägt und weist keinerlei Aufenthaltsqualität auf. Durch temporär abgestellte Fahrräder in den Grünflächen wirkt er zudem ungeordnet. Der bestehende Fahrbahnaufbau im gesamten Planungsbereich befindet sich in einem schlechten Zustand. Netzrisse, Verdrückungen und Fehlstellen im Asphalt weisen auf eine ungenügende Tragfähigkeit des Gesamtaufbaues der Fahrbahn hin. Aus Gründen der Verkehrssicherheit und Standsicherheit ist eine grundhafte Instandsetzung erforderlich. Die Oberfläche der Gehwege ist zurzeit mit unterschiedlichen Belagsarten versiegelt. Es wechseln sich überwiegend Betonkleinpflaster und Betonplatten in unterschiedlichen Formaten ab. Zwickel und schmale Streifen im Bereich von Einbauten sind teilweise mit Natursteinpflaster hergestellt. Fehlstellen sind provisorisch mit Asphalt verschlossen. Eine barrierefreie Führung für mobilitätseingeschränkte Menschen ist nicht vorhanden. Die vorhandenen Fahrradüberdachungen mit Tonnengewölbe sind verschmutzungsanfällig und durch die angebrachte Werbung intransparent. Eine optimale Ausleuchtung des Vorplatzes ist mit den vorhandenen Leuchten nicht erreichbar.
- Städtebauliche Ziele und Konzepte: Das städtebauliche Ziel der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes Höchst Nordseite ist die Aufwertung und die Schaffung weiterer nutzbarer Begegnungs- und Aufenthaltsflächen. Durch die Anknüpfung an bereits fertiggestellte Straßenabschnitte soll eine einheitliche Gestaltung erreicht werden, die neben der Beseitigung der baulichen Mängel der Eingangssituation zur Höchster Innenstadt gerecht wird. Die vorhandene Strecken- und Verkehrscharakteristik, wie z.B. die Einbahnstraßenregelung in der westlichen Adelonstraße bleibt grundsätzlich erhalten. In der östlichen Adelonstraße sowie der Michael-Stumpf-Straße verbleibt ein 2-streifiger Fahrbahnquerschnitt. Der Parkplatzbereich wird dahingehend verändert, dass sich im direkten Eingangsbereich zur Unterführung ein Vorplatz gestalterisch herausbildet. Um den Aufenthalts- und Orientierungsplatz realisieren zu können, wird ein Teil des Bereiches vollständig von parkenden Fahrzeugen frei gehalten. Von den bestehenden 40 Stellplätzen bleiben durch die Neuorganisation 33 Stellplätze erhalten. In den umgebenden Straßen wurden bereits 2011 durch Umbauten der Straßenräume acht neue Stellplätze geschaffen. Damit ist die Stellplatzbilanz für die Nordseite ausgeglichen. Im Rahmen des barrierefreien Umbaus der Verkehrsstation werden die beiden bestehenden Stufen, die derzeit die Unterführung von der Platzfläche trennen, zurückgebaut. Die neue Platz-fläche passt sich an diese Höhensituation an. Der gesamte Platzbereich wird mit der Umgestaltung barrierefrei erschlossen. Der Orientierungsbereich im Vorfeld der Unterführung soll auch mit der Belagswahl die Zusammengehörigkeit der Nord- und Südseite des Bahnhofes zeigen. Durchgehend wird ein dunkler Belag zum Einsatz kommen, der auch in der Unterführung verwendet wird. Der Aufenthaltsbereich wird vom Verkehr ausgenommen. Die Zufahrt zur bestehenden westlichen Tiefgarage sowie die notwendige Feuerwehrzufahrt werden zukünftig durch den Einsatz eines versenkbaren Pollers geregelt. Die Erschließung des Parkplatzes erfolgt sowohl durch einen Stich von der Höchster Bahnstraße aus sowie weiterhin über die Adelonstraße. Hier befindet sich zukünftig auch ein behindertengerechter Stellplatz unmittelbar neben dem Bahnhofsvorplatz. Zusätzlich wird die Nordseite durch die Anpassung der teilweise bereits vorhandenen Sinussteine optisch hervorgehoben. Der gesamte Bereich erhält ein neues Lichtkonzept, welches die Sicherheitsaspekte bezüglich der Kriminalprävention im Bahnhofsumfeld berücksichtigt. Auf dem Bahnhofsvorplatz Höchst Nordseite befinden sich vier Robinien aus dem Jahr 1960 mit ca. 17 m Höhe und 8 m Breite. In diesen Robinien nistet eine Saatkrähenkolonie. Die Robinien wurden dementsprechend in die Planung integriert. Zudem befinden sich im Planungsbereich zwei zu verpflanzende Linden, die 2009 bzw. 2012 gepflanzt wurden. Um mehr Stellplätze räumlich konzentrieren zu können, werden diese Linden an das westliche Ende des Platzes verpflanzt, wodurch auch dieser optisch gefasst wird. Die vorhandenen drei Fahrradüberdachungen mit Tonnengewölbe sind verschmutzungsanfällig und durch die angebrachte Werbung intransparent. Die Planung sieht eine neue überdachte Fahrradabstellanlage vor. Zukünftig werden insgesamt 60 Fahrradbügel mit Überdachung angeboten. Die Überdachung soll von Werbung frei gehalten werden und möglichst schon von der Unterführung aus einsehbar sein. Durch die unmittelbare Nähe zum Eingang des Bahnhofes soll die Akzeptanz der Fahrradabstellanlage erhöht sowie Diebstahl und Vandalismus entgegengewirkt werden. Durch das Abrücken der Überdachung von den Baumstandorten kann die Verschmutzungsanfälligkeit der Dächer verringert werden. Die geplanten Glascontainer werden unterirdisch angelegt. Die Bauzeit wird mit ca. 9 Monaten veranschlagt, die Maßnahme soll im Jahr 2014 abgeschlossen werden. D - Kosten 1. lnvestitionsbedarf: Der Investitionsbedarf für die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes Höchst Nordseite betragen insgesamt 1.189.000,- € Im Investitionsprogramm 2013 bis 2016 stehen für die Maßnahme Bahnhofsvorplätze Höchst Mittel in Höhe von 3.000.000,00 € in der Produktgruppe13.01, Projektdefinition 5.001909 bereit. 3.000.000,- €
- Finanzierungsbedarfszeitraum mit Angabe der Jahresraten: Bisher verausgabt 144.000,- € 2013 für die Nordseite 245.000,- € 2014 für die Nordseite 800.000,- €
- Folgeinvestitionen: - keine -
- Jahresfolgekosten: 4.1 Persönliche Ausgaben - keine - 4.2 Sachkosten 4.2.1 Produktgruppe 16.3 Straßenbau: 3470 m2 x 1,30 €/m2 4.511,00 € Beleuchtung: 5,0 % x 67.640,00 € 3.382,00 € Summe Sachkosten 7.893,00 € 4.3 Kapitalkosten 4.3.1 Kalkulatorische Verzinsung Produktgruppe 13.1 (4,25 % x 1.189.000,- €) / 2 25.266,00 € 4.3.2 Abschreibung Straßenbau BND*) 30 Jahre 1/30 x 1.121.360,00 € 37.379,00 € Beleuchtung BND*) 20 Jahre 1/20 x 67.640,00 € 3.382,00 € *) BND = betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer Summe Kapitalkosten 66.027,00 € Jahresfolgekosten gesamt 73.920,00 €
- Jahreserträge: - keine -
- Leistungen Dritter: - keine -
- Stellenplanmäßige Auswirkungen: - keine -
- Sonstiges: - keine - Kostenübersicht
- Baukosten 1.1 Straßenbauarbeiten 804.760,00 € 1.2 Straßenbeleuchtung SRM 56.840,00 € Summe 1 Baukosten 861.600,00€
- Baunebenkosten Planung, Bauüberwachung, Gutachten etc. 137.960,00€ Summe 2 Baunebenkosten 137.960,00€ Gesamtkosten (netto) 999.560,00€ Gesamtkosten (brutto) gerundet 1.189.000,00€ Anlage _Uebersichtslageplan (ca. 541 KB) Vertraulichkeit: Nein
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Der Weg dieser Vorlage
Am 6. Dezember 2013 legte der Magistrat diesen Vortrag der Stadtverordnetenversammlung vor. In 5 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 30.01.2014 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: SPD, Piraten und RÖMER; CDU, GRÜNE und LINKE. (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) sowie FDP (= Votum im Verkehrsausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FREIE WÄHLER (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichtes)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, FDP, Piraten und RÖMER; FREIE WÄHLER (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts); LINKE. (= Votum im Haupt und Finanzausschuss)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, FDP, Piraten und RÖMER gegen LINKE. und FREIE WÄHLER (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, FDP, Piraten, RÖMER und ÖkoLinX-ARL gegen LINKE. und FREIE WÄHLER (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichts)