a) Neufestsetzung der Preise für die Museumsufer-Card b) Familienfreundlicher Tag in Frankfurter Museen
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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenInhalt
Vortrag des Magistrats vom 14.11.2003, M 194
Betreff:
a) Neufestsetzung der Preise für die Museumsufer-Card b) Familienfreundlicher Tag in Frankfurter Museen
Vorgang:
Beschl. d. Stv.-V. vom 16.12.1993, § 1575 (M 218)
Beschl. d. Stv.-V. vom 16.12.1999, § 5299 (M 220)
Beschl. d. Stv.-V. vom 08.11.2001, § 1353 (M 198)
Beschl. d. Stv.-V. vom 27.03.2003, § 5073 (M 280)
- E 106 und 107 CDU, SPD, GRÜNE und FDP -
- Für den Erwerb der Museumsufer-Card und des Museumsufer-Tickets werden ab 01.01.2004 wie folgt Preisspannen festgesetzt: Karten-Art derzeit gültiger Preis künftige Preisspanne von – bis Museumsufer-Card Familie 99 € 120 – 150 € Museumsufer-Card Einzel 49 € 65 – 75 € Museumsufer-Card ermäßigt 25 € 33 – 38 € Museumsufer-Ticket Familie 15 € 20 – 32 € Museumsufer-Ticket Einzel 8 € 12 – 16 € Museumsufer-Ticket ermäßigt 4 € 6 – 8 € Der Magistrat wird ermächtigt, die jeweils gültigen Preise innerhalb dieser Preisspannen festzusetzen. Diese Regelung ersetzt die in Ziffer 3 des Vortrags des Magistrats an die Stadtv,-Versammlung vom 29.10.1999, M 220 (Beschluss der Stadtv.-Versammlung vom 16.12.1999, § 5299) zuletzt geändert mit Vortrag des Magistrats an die Stadtv.-Versammlung vom 01.10.2001, M 198 (Ziffer 2) (Beschluss der Stadtv.-Versammlung vom 08.11.2001, § 1353) festgesetzten Preise.
- In Abänderung der Ziffer 6 des Vortrages des Magistrats an die Stadtv.-Versammlung vom 26.11.1993, M 218 (Beschluss der Stadtv.Versammlung vom 16.12.1993, § 1575) wird der bisherige, eintrittsfreie Tag einmal wöchentlich (mittwochs) ab 01.01.2004 aufgehoben. Statt dessen wird ein familienfreundlicher Tag einmal im Monat (samstags) eingeführt, an dem die Museen neben freiem Eintritt besondere, auf Familien ausgerichtete Programme anbieten. Begründung: Zu 1.: Aufgrund des Etat-Antrages E 107 hat die Stadtverordnetenversammlung mit Beschluss vom 27.03.2003, § 5073, den Magistrat beauftragt, die Bestimmungen zur Museumsufer-Card dahingehend zu ändern, dass die Nutzer der Card künftig für Sonderausstellungen einen verbilligten Eintritt von 50 % des regulären Eintrittspreises zusätzlich entrichten müssen. Dies war motiviert durch den Umstand, dass Häuser, die große und kostenintensive Ausstellungen präsentieren, zur Deckung ihrer Kosten hohe Eintrittspreise festsetzen müssen, was jedoch durch die in der Relation sehr preiswerte, ein Jahr gültige Museumsufer-Card konterkariert wurde. Beim zwei Tage gültigen Museumsufer-Ticket trat sogar die Situation ein, dass das Ticket und der Einzel-Eintrittspreis bestimmter Häuser auf einer Ebene lagen, so dass sich die im Museumskooperationspool vertretenen Museen bereits darauf verständigt hatten, dass es zulässig ist, von einem Inhaber des Museumsufer-Tickets zusätzlich den ermäßigten Eintritt zu erheben, sofern der normale Eintrittspreis des Museums 5 € übersteigt. Der Etatantrag E 107 zielt auf eine analoge Regelung bei der Museumsufer-Card ab, wobei die Formulierung nicht besonders teure, sondern alle Sonderausstellungen einbezieht. Bei der weiteren Betrachtung ist zu berücksichtigen, dass die Museumsufer-Card sich seit ihrer Einführung im Jahre 2000 ständig steigender Beliebtheit erfreut, was durch die nachstehenden Verkaufszahlen belegt wird: 2000 2.859 Karten 2001 3.983 2002 4.604 2003 (1. und
- Quartal) 4.477 Eine fiktive Berechnung, bei der 10 Museumsbesuche pro Jahr eines Card-Inhabers sowie durchschnittliche Einzel-Eintrittspreise von 4,65 € (bzw. 2,77 € ermäßigt) zugrundegelegt wurden, hat aufgezeigt, dass für den Kunden die 10malige Zahlung des normalen Eintritts günstiger wäre als der Erwerb der Card plus Zuzahlung des ermäßigten Eintritts. Dadurch würde die Attraktivität der Museumsufer-Card nachhaltig beeinträchtigt. Bei der Abwägung zwischen dem Interesse, die beim Publikum beliebte Card attraktiv zu halten und den berechtigten wirtschaftlichen Überlegungen der Museen entgegenzukommen, ist der Magistrat im Einvernehmen mit den im Museumskooperationspool vertretenen städtischen und nicht-städtischen Museen zu der Auffassung gelangt, dass statt der Zuzahlungsregelung eine generelle Anhebung der Card- und Ticket-Preise die marktgerechtere Lösung ist, um eine vernünftige Relation zu Einzel-Eintrittspreisen wieder herzustellen. Der Vollständigkeit halber wird nochmals verdeutlicht, dass der Reinerlös aus dem Verkauf der Museumsufer-Card in den Museumskooperationspool fließt, aus dessen Fond Kooperationsprojekte der beteiligten Museen finanziert bzw. unterstützt werden, so dass diese Mittel den Instituten wieder uneingeschränkt zufließen, während die Einnahmen für das Museumsufer-Ticket bei dem jeweils verkaufenden Institut verbleiben. Weiterhin schlägt der Magistrat vor, analog der 1994 beschlossenen Preisspannen-Regelung für die Erhebung von Eintritt in den städtischen Museen Preisspannen auch für die Museumsufer-Card und das Museumsufer-Ticket einzuführen, so dass marktgerechte und flexible Anpassungen des Preisgefüges jederzeit möglich sind. Zu
- Aufgrund des Etat-Antrages E 106 hat die Stadtverordnetenversammlung mit Beschluss vom 27.03.2003, § 5073, den Magistrat beauftragt, in Abstimmung mit den Museen zu prüfen, welcher Tag bestimmt wird, Besuchern einmal im Monat Museumsbesuche bei freiem Eintritt zu ermöglichen. Hierbei soll besonders auf die Familienfreundlichkeit geachtet werden. Dafür werden die bisherigen kostenfreien Besuchstage gestrichen. Die am Museumskooperationspool beteiligten Institute haben sich nach intensiver Beratung dafür ausgesprochen, als Ersatz für den wegfallenden eintrittsfreien Mittwoch den letzten Samstag im Monat als familienfreundlichen, eintrittsfreien Tag anzubieten. Besondere Programme und Sonderveranstaltungen sollen die Attraktivität dieses Besuchstages gewährleisten. Die Finanzierung der zusätzlichen Kosten soll durch die erwarteten Mehreinnahmen bei Museumsufer-Card und –Ticket sowie zusätzliche Einnahmen durch den wegfallenden freien Mittwoch gewährleistet werden. Der Magistrat beabsichtigt, diese Regelung ab dem 01.01.2004 für die städtischen Museen einzuführen. Die Nicht-städtischen Institute, die in ihrer Entscheidung frei sind, haben bekundet, sich dem Modell anschließen zu wollen. Wir bitten wie beantragt zu beschließen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Der Weg dieser Vorlage
Am 14. November 2003 legte der Magistrat diesen Vortrag der Stadtverordnetenversammlung vor. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 18.12.2003 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP, PDS, BFF, ÖkoLinX-ARL und E.L. (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG gegen REP, PDS, BFF und E.L. (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)