Neubau einer gastronomischen Einrichtung im Zoologischen Garten
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Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt den Neubau einer gastronomischen Einrichtung im Zoologischen Garten vor, um das unzureichende gastronomische Angebot für die Besucher zu verbessern. Die Investition von 9.752.227,03 Euro soll durch bereits vorhandene Mittel und zukünftige Haushaltsplanungen finanziert werden.
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Thema Stadtplanung verfolgenBeschlussvorschlag
I. Der Neuschaffung einer gastronomischen Einrichtung auf dem Areal des Zoologischen Gartens wird auf Grundlage der Kostenberechnung und der Planungsunterlagen inkl. dem Raumprogramm zugestimmt.
II. Im Investitionsprogramm zum Haushalt 2023 stehen in der Produktgruppe 21.05 bereits 3,5 Mio. Euro beim zugehörigen Projekt 5.010407 zur Verfügung. Im Entwurf des Investitionsprogramms 2024-2027 sind weitere auskömmliche Mittel bei diesem Projekt vorgesehen. Diese stehen noch unter dem Vorbehalt der anstehenden Beschlussfassung zum Doppelhaushalt 2024/2025. Die erforderlichen Mittel in Höhe 9.752.227,03 € werden unter Berücksichtigung dieses Vorbehaltes dementsprechend bewilligt und freigegeben.
III. Es dient zur Kenntnis, dass für diese Investition Folgekosten für kalkulatorische Verzinsung, Sachkosten und Abschreibungen anfallen. Im Einzelnen:
| a) Instandhaltungskosten | 130.000 Euro/Jahr |
| (beinhaltet 42.000 Euro Wartung) | |
| b) Wasserkosten | 30.210 Euro/Jahr |
| c) Stromkosten | 66.000 |
| Euro/Jahr d) Heizkosten | 29.000 |
| Euro/Jahr e) Abschreibungen | 269.936,16 Euro/Jahr |
| f) kalkulatorische Verzinsung | 78.017,82 |
| Euro/Jahr g) Ertrag | 76.000 |
| Euro/Jahr | |
Die notwendigen zusätzlichen Mittel werden im Rahmen künftiger Haushaltsplanaufstellungen innerhalb der bereitgestellten Eck- bzw. Zielwerte priorisiert.
Begründung
A. Zielsetzung
Die derzeitige Situation des gastronomischen Angebots für das Zoopublikum ist unbefriedigend.
Nach Weggang des Pächters aus dem Zoogesellschaftshaus 2012, dessen Schwerpunkt nicht auf der Versorgung des Zoopublikums lag, und der Schließung des Restaurants am Ausgang Rhönstraße Anfang 2021 existieren derzeit nur drei Essenstände sowie mehrere Eisstände.
Es fehlt derzeit an einem Restaurant, das Sitzplätze - auch unter Dach- mit einem qualifizierten Essensangebot anbietet.
Der Zoo plant daher ein verbessertes Gastronomieangebot mit dem Neubau einer Zoogastronomie.
B. Alternativen
Keine
C. Lösung
Der Neubau bildet eine wichtige Komponente im Gesamtgefüge des Zookonzepts 2030+. und des daraus entstehenden Masterplans.
Dazu soll das Restaurant thematisch vielfältig mit dem Zoo und seinem Leitbild: "Tiere erleben - Natur bewahren" verwoben sein. Das betrifft die Lage des neuen Restaurants im Zoo, die Bauweise und die Auswahl der Materialien für das Gebäude und die Inneneinrichtung sowie das Gastronomiekonzept.
Lage
Das zweigeschossige Restaurant soll zentral im Zoo, angrenzend an den Spielplatz liegen und auch einen direkten Zugang von der öffentlichen Straße besitzen.
Hierdurch ist die Erschließung zooseitig für das Zoopublikum als auch straßenseitig für externe Besucher außerhalb der Zooöffnungszeiten möglich. Die Besucherzahlen im Zoo unterliegen starken saisonalen Schwankungen. Insofern ist eine mögliche Öffnung für einen dauerhaft qualitativ hochwertigen Betrieb entscheidend.
Bei einer Lage inmitten des Zoos ist es möglich, dass dem Zoopublikum aus dem Restaurantbereich direkte Einblicke in Tiergehege geboten werden. Damit können interessante Situationen entstehen, die sowohl auf die Zufriedenheit, als auch auf die Anzahl der Gäste einen positiven Einfluss haben.
Gastronomiekonzept
Das Erlebnis Zoo wird in der Gastronomie weitergeführt. Die Vernetzung zwischen Zoo und Gastronomie soll neben einer kommunikativen Verbundenheit auch in vertrieblichen Punkten, z.B. mittels Cross- Selling stattfinden.
Die Gastronomie soll authentisches und unverwechselbares Abbild aufgrund der Symbiose aus Standort - Umfeld - Gebäude und Konzeption sein.
Das dem Raumprogramm zu Grunde liegende Gastronomiekonzept soll im Wesentlichen wie folgt ausgerichtet sein:
Nachhaltigkeitsaspekte spielen bei der Erzeugung und Verarbeitung der Lebensmittel eine wichtige Rolle. Zu berücksichtigen sind ökologischer Anbau, Tierwohl, faire, saisonale und regionale Erzeugung und regionale Verarbeitung.
Umwelt- und Ressourcenschonung sind die Ziele der gesamten Erzeugungs-, Produktions- und Lieferkette. Wesentlich hierbei ist die Verwertung von Speiseresten, die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, der Verzicht auf Verpackungsmüll und Einmal-Geschirr sowie ein umweltschonender Transport mit kurzen Wegstrecken
Sozialstandards werden für alle Mitarbeitenden von der Erzeugung über die Produktion bis zur Essensausgabe berücksichtigt.
Das Besondere an dem Gastronomiekonzept besteht aus der Idee, die gute Ernährung der Tiere im Zoo genauer zu betrachten und aus den Zutaten Gerichte für uns Menschen zu machen. Das soll die Verbindung des Publikums zum Zoo stärken, Erlebnisse schaffen und zu einem besseren Verständnis von Natur und Umwelt beitragen.
Es sollen 250 Essen pro Tag angeboten werden können. Spitzenzeiten können über feste und mobile Marktstände aufgefangen werden.
Nachhaltigkeit
Das neue Zoorestaurant soll so nachhaltig wie möglich errichtet und betrieben werden. Die für das Restaurant verwendeten Materialien werden vor diesem Hintergrund sorgfältig ausgewählt und stammen wo möglich aus nachwachsenden Rohstoffen. Wert gelegt wird auf eine spätere Trennbarkeit und Recyclingfähigkeit der verwendeten Materialien.
Es ist angedacht, Recyclingbeton für die Tragkonstruktion einzusetzen. Für die Fassaden, sowie für die Inneneinrichtung sollen zu großen Teilen unbehandelte heimische Hölzer eingesetzt werden. Wo möglich kommen natürliche Dämmmaterialien zum Einsatz. Das Dach sowie die Terrasse werden begrünt, das Dach zudem mit Photovoltaik ausgestattet. Über manuell bedienbare Nachtlüftungs-klappen kann das Gebäude über Nacht auf natürliche Weise gekühlt werden. Das Restaurant soll an die Fernwärme angeschlossen werden.
Die Planung berücksichtigt darüber hinaus auch die Leitlinien für wirtschaftliches Bauen der Stadt Frankfurt.
D. Öffentlichkeitsbeteiligung
- Investitionsbedarf:
Der Investitionsbedarf wird auf 9.752.227,03 Euro inkl. des konjunkturellen Risikos berechnet.
Aufgrund der Vorsteuerabzugsberechtigung durch die vorgesehene Verpachtung der Gastronomie sind die Kosten mit 0% Mehrwertsteuer angesetzt.
2. Finanzierungsbedarfszeitraum mit Angabe der Jahresraten:
Vgl. hierzu die beigefügte Tabelle zum Mittelabfluss
3. Zugehörige Folgeinvestitionen unter Angabe des Umfangs- und Zeitraums:
Keine
4. Jahresfolgekosten:
| a) Instandhaltungskosten | 130.000 Euro/Jahr |
| b) Wasserkosten | 30.210 Euro/Jahr |
| c) Stromkosten | 66.000 Euro/Jahr |
| d) Heizkosten | 29.000 Euro/Jahr |
Die unter b) - d) veranschlagten Kosten soll der Pächter tragen.
Die Wartung (unter a) in Höhe von ca. 42.000 Euro jährlich erfolgt durch den Zoo zu Lasten der Nebenkosten.
c) Kapitalkosten
- Kalkulatorische Verzinsung
Bei einem Zinssatz von derzeit 1,6 % beträgt die jährliche kalkulatorische Verzinsung 78.017,82 Euro (inkl. konjunkturellem Risiko)
2. Abschreibung (enthält nur die zuordenbaren Kostengruppen gemäß der Kostenberechnung ohne konjunkturelles Risiko und Preissteigerung)
| Kostenarten | Beträge in € (netto) | Nutzungsdauer in Jahren | Abschreibungsbetrag |
| 100- Grundstück | entfällt | ||
| 200- Herrichten und Erschließen | 175.188,06 | 50 | 3.503,76 |
| 300 - Bauwerk-Baukonstruktion | 2.777.755,02 | 50 | 55.555,10 |
| 400 - Bauwerk - Technische Anlagen | 2.451.988,29 | 15 | 163.465,89 |
| 500 - Außenanlagen | 269.142,50 | 15 | 17.942,83 |
| 600 - Ausstattung und Kunstwerke | 390.832,40 | 10 | 39.083,24 |
| 700 - Baunebenkosten | 1.473.428,90 | 50 | 29.468,58 |
| Gesamt | 269.936,16 |
5. Jahreserträge:
Es wird eine Umsatzpacht mit einer Mindestgarantiepacht angestrebt.
Basierend auf einer in Auftrag gegebenen Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ist im Normalfall eine jährliche Pacht von ca. 76.000 € zu erzielen.
6. Leistungen Dritter:
Es steht eine Zuwendung der Stiftung Leben pur - Wissenschafts- und Kompetenzzentrum für Menschen mit komplexer Behinderung -zur Einrichtung einer "Toilette für alle" in Höhe von 12.000 Euro zur Verfügung
7. Stellenplanmäßige Auswirkungen:
Keine
Anlage _1_Kostendeckblatt (nicht öffentlich - ca. 84 KB) Anlage _2_MIttelabflussplan (ca. 40 KB)
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 13. September 2024Sie sind hierMM 121Neubau einer gastronomischen Einrichtung im Zoologischen Garten hier: Bau- und FinanzierungsvorlageMagistratsvortrag
- 30. Oktober 2024NRNR 1039Der Bildungs- und Artenschutzauftrag des Zoos hat VorrangSTVV-Antrag · CDU
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Beratungsverlauf6 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung FDP und ÖkoLinX-ARL
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG gegen CDU und Linke (= Beratung im Ausschuss für Planen, Wohnen und Städtebau) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG gegen CDU und Linke (= Beratung im Ausschuss für Planen, Wohnen und Städtebau)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1039) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU und AfD (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Linke (M 121 = Ablehnung, NR 1039 = Prüfung und Berichterstattung) FRAKTION (M 121 = Annahme) BFF-BIG (M 121 = Annahme, NR 1039 = Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG gegen CDU (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1039) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU und AfD (= Annahme) sowie Linke und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung); FRAKTION (= Votum im Ältestenausschuss)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG gegen CDU (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1039) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU und AfD (= Annahme) sowie Linke, FRAKTION und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (M 121 = Ablehnung, NR 1039 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG gegen CDU (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1039) sowie Gartenpartei (= Ablehnung) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, AfD und Gartenpartei (= Annahme) sowie Linke, FRAKTION und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)