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Herstellung eines neuen Quartiersplatzes im Bereich der Friedberger Warte hier: Gestaltungsvorlage

Vorlagentyp: M
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Inhalt

Vortrag des Magistrats vom 21.05.2010, M 105

Betreff: Herstellung eines neuen Quartiersplatzes im Bereich der Friedberger Warte hier: Gestaltungsvorlage I. Der vorgelegten Vorplanung für die Gestaltung des neu zu erstellenden Quartiersplatzes im Bereich der Friedberger Warte wird zugestimmt. II. Es dient zur Kenntnis, dass sich die Kosten für das Projekt gemäß Kostenschätzung auf rd. 3.492.000 Euro belaufen. III. Es dient ferner zur Kenntnis, dass die erforderlichen Mittel von 3,5 Mio. Euro im Investitionsprogramm 2009 - 2012 im Rahmen des Programms "Schöneres Frankfurt" eingestellt sind. IV. Die Gesamtkosten für das Projekt werden auf 3.492.000 Euro begrenzt.

Begründung: A. Planungsanlass Am 08.11.2001 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main mit § 1337 die Einrichtung einer neuen Straßenbahnverbindung von der Innenstadt über die Friedberger Landstraße zum Neubaugebiet Preungesheim-Ost (inzwischen: Frankfurter Bogen) beschlossen. Im Zuge dieser Maßnahme wird die Friedberger Landstraße umgebaut und westlich um die Friedberger Warte geführt. Durch die künftige einseitige Umfahrung wird die historische Warte aus ihrer Insellage befreit und in den Randbereich des neuen Baugebiets "New Atterberry" integriert. Im Zuge des Fahrbahnrückbaus auf der Ostseite der Warte entsteht ein ca. 9.000 qm großer neuer verkehrsfreier Platz, der die Funktion eines Quartierszentrums für die beiden neuen Wohnsiedlungen "New Atterberry" und "New Betts" übernehmen soll. Hier sind in der bereits hergestellten Erdgeschosszone der Platzrandbebauung private Infrastruktureinrichtungen und Dienstleistungsbetriebe zur Versorgung der beiden Wohngebiete angesiedelt. Die kleinteiligen Ladengeschäfte und gastronomischen Einrichtungen werden ergänzt durch Räumlichkeiten für einen Senioren- und Bürgertreff im Bereich des nördlichen Platzrandes und einen Supermarkt mittlerer Größe, der im südlichen Teil der Platzrandbebauung eingerichtet wurde. In diesem Bereich wird künftig auch eine Straßenbahnhaltestelle mit Umsteigebeziehung zum städtischen Busnetz entstehen. Mit der Neugestaltung des Bereichs um die Friedberger Warte hat der Magistrat die Planungsgemeinschaft Scheffler + Partner und Bauer + Partner beauftragt. Beide Büros waren bereits maßgeblich an der Entwurfsgestaltung des Bebauungsplans Nr. 814 - Friedberger Warte (ehemalige US-Housings Atterberry und Betts) - beteiligt und weisen deshalb zusätzlich zu ihrer fachlichen Qualifikation auch die entsprechenden gebietsspezifischen Kenntnisse vor. Die hier vorgelegte Planung wurde im Interesse einer frühzeitigen Information der Betroffenen bereits dem zuständigen Ortsbeirat 4 und interessierten Bürgern am 10.03.2009 im Rahmen der 30. Sitzung vorgestellt. B. Geplante Gestaltungsmaßnahmen Wie aus Punkt A abgeleitet, soll die knapp 9.000 qm große Fläche östlich der Warte als Quartiersplatz ausgebildet werden. Zu diesem Zweck werden die alte Fahrbahn und das überwiegend mit Bodendeckern bepflanzte Hochbeet, das die Warte umgibt, entfernt und durch einen neuen Bodenbelag ersetzt. Um den exponierten Standort angemessen zu gestalten, wird in Abstimmung mit dem Denkmalamt ein Natursteinbelag gewählt, der nicht nur dem Erscheinungsbild der historischen Warte gerecht wird, sondern sich aufgrund seiner belastbaren und pflegeleichten Eigenschaften hervorragend für die verschiedensten Nutzungen des Platzes eignet, so z. B. auch für einen regelmäßigen quartiersbezogenen Wochenmarkt. Die Entscheidung für einen gut begehbaren Naturstein als Bodenbelag entspricht auch einem Beschluss des Ortsbeirates 4. Um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen wird der Kernbereich des Platzes als Plateau ausgebildet, das durch gut begehbare Stufen und Rampen mit der bereits hergestellten Randzone der Platzrandbebauung verbunden wird. Aufgrund der topografischen Gegebenheiten müssen zwischen dem Hochpunkt Warte und dem südlichen Platzbereich Höhenunterschiede bis ca. 2,0 Meter überwunden werden. Zu diesem Zweck wird eine Treppenanlage in Kombination mit einer behindertengerechten Rampe angelegt. Die Platzzufahrt erfolgt parallel zu diesem Bereich über eine kleine Parkplatzanlage, die zugleich den Quartiersplatz im Süden begrenzt. Für Radfahrer wird außer der individuellen Platzüberfahrt eine eigene belagsgerechte Fahrspur entlang des westlichen Platzrandes angeboten. Als wesentliche Gestaltungselemente werden die erhaltenswerten Bäume im Bereich um die Warte in die Planung integriert und durch zusätzliche Baumquartiere als Ruhezonen ergänzt. Im nördlichen Platzbereich wird außerdem zwischen den neuen Baumgruppen eine Wassermulde als attraktiver Aufenthalts- und Spielbereich für die Quartiersbewohnern aller Altersstufen eingerichtet. Die geplante Gestaltung des Platzes ist aus den vorgelegten Anlagen 1 und 2 ersichtlich. C. Alternative Planungen Als alternative Planung wurde die Ausbildung des Platzes als "klassischer historischer Platz" mit einem einfachen Gefälle und ohne Stufen untersucht. Diese Platzversion hat Vorteile für Personengruppen, die auf Geh- oder Fahrhilfen angewiesen sind, hat aber nicht den hohen Gestaltungswert und die Aufenthaltsqualität wie die in Punkt B beschriebene Plateaulösung. Der Plateaulösung wurde letztlich der Vorzug gegeben, weil eine für alle Personengruppen gleich gute Begehbarkeit durch entsprechende Rampenlösungen ermöglicht wird. D. Kosten und Finanzierung Für das Projekt wurde eine Kostenschätzung erstellt, die als Anlage 3 beiliegt. Sie beträgt rund 3.492.000 Euro. Zur Kostendeckung sind 3,5 Millionen Euro im Investitionsprogramm 2009-2012 im Rahmen des Programms "Schöneres Frankfurt" eingestellt. Die Stadtverordnetenversammlung hatte im Rahmen der Beratung des Doppelhaushaltes 2010/2011 entsprechend dem Etatantrag E 206 entschieden, die Realisierung dieser Maßnahme ab dem Jahr 2012 vorzusehen. Der Fortschritt der Baumaßnahme Straßenbahn und Neutrassierung der Friedberger Landstraße würde dagegen einen Baubeginn voraussichtlich bereits im Jahr 2011 ermöglichen. Der Magistrat ist bestrebt, in Verhandlungen über einen städtebaulichen Vertrag einen Finanzierungsbeitrag von Anliegern in der Größenordnung von bis zu 300.000,- € zu erreichen. Wenn dies gelingt, beabsichtigt der Magistrat einen Baubeginn des neuen Stadtplatzes bereits im Jahre 2011. Wenn dies gelingt, reduziert sich das aus dem städtischen Haushalt zu finanzierende Budget dieses Vorhabens entsprechend. Anlage 1 (ca. 2 MB) Anlage 2 (ca. 237 KB) Anlage 3 (ca. 10 KB)Nebenvorlage: Antrag vom 15.06.2010, OF 692/4

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 21. Mai 2010Sie sind hier
    MM 105Herstellung eines neuen Quartiersplatzes im Bereich der Friedberger Warte hier: Gestaltungsvorlage
    Magistratsvortrag
  2. 15. Juni 2010OFOF 692/4Kosten sparen, Qualität steigernOrtsbeiratsantrag · CDU

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

MVortrag des Magistrats

Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.

  1. 1Magistrat legt Vortrag vor
  2. 2Ausschüsse beraten
  3. 3Plenum entscheidet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
OBR 4
Sitzung 43 · 15.06.2010
TO I, TOP 29
Angenommen
1. Der Vorlage M 105 wird zugestimmt. 2. Die Vorlage OF 692/4 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
SPDGrüne1 Linke
Ablehnung:
CDU1 Linke
zu 2)
Zustimmung:
SPDGrüneLinke
Ablehnung:
CDU
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. SPD, GRÜNE und 1 LINKE. gegen CDU und 1 LINKE. (= Ablehnung) zu 2. SPD, GRÜNE und LINKE. gegen CDU (= Annahme)

Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 42 · 17.06.2010
TO I, TOP 16
Angenommen
Der Vorlage M 105 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFAGFreie WählerStv. Schenk
Sonstige:
FDP (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Enthaltung:
NPD
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE. und FAG; FDP (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FREIE WÄHLER und Stv. Schenk (= Annahme) NPD (= Enthaltung)

Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau
Sitzung 42 · 21.06.2010
TO I, TOP 21
Beraten
Der Vorlage M 105 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der Radweg am westlichen / nordwestlichen Platzrand möglichst durchgängig und an die Fahrbahn anschließend zu führen und mit einem Asphaltbelag deutlich von den Platzflächen abzugrenzen ist. Der Baumbestand, wie in der Vorlage M 105 dargestellt, ist dabei auf jeden Fall zu erhalten.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGFreie Wähler
Sonstige:
Stv. Schenk (Annahme)
Enthaltung:
NPD
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und FREIE WÄHLER Sonstige Voten/Protokollerklärung: NPD (= Enthaltung) Stv. Schenk (= Annahme)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 45 · 29.06.2010
TO I, TOP 27
Beraten
Der Vorlage M 105 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der Radweg am westlichen/nordwestlichen Platzrand möglichst durchgängig und an die Fahrbahn anschließend zu führen und mit einem Asphaltbelag deutlich von den Platzflächen abzugrenzen ist. Der Baumbestand, wie in der Vorlage M 105 dargestellt, ist dabei auf jeden Fall zu erhalten.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGFreie Wähler
Sonstige:
REP (Annahme mit Zusatz)Stv. Schenk (Annahme mit Zusatz)Stv. Holtz (Annahme ohne Zusatz)
Enthaltung:
NPD
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und FREIE WÄHLER Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP und Stv. Schenk (= Annahme mit Zusatz) NPD (= Enthaltung) Stv. Holtz (= Annahme ohne Zusatz)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 45 · 01.07.2010
TO II, TOP 53
Beraten
Der Vorlage M 105 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der Radweg am westlichen/nordwestlichen Platzrand möglichst durchgängig und an die Fahrbahn anschließend zu führen und mit einem Asphaltbelag deutlich von den Platzflächen abzugrenzen ist. Der Baumbestand, wie in der Vorlage M 105 dargestellt, ist dabei auf jeden Fall zu erhalten.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGFreie WählerREPStv. Schenk
Ablehnung:
Stv. Holtz
Enthaltung:
NPD
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG, FREIE WÄHLER, REP und Stv. Schenk gegen Stv. Holtz (= Annahme ohne Zusatz); NPD (= Enthaltung)

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