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Bereits seit Jahren ist ein Wochenmarkt an der Friedberger Warte geplant und die Bewohner der neuen Wohngebiete links un

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Frage vom 07.12.2017, F 922 Bereits seit Jahren ist ein Wochenmarkt an der Friedberger Warte geplant und die Bewohner der neuen Wohngebiete links und rechts der Friedberger Landstraße warten sehnsüchtig auf die Eröffnung. Doch die für die Marktverwaltung zuständige HFM kommt anscheinend nicht so richtig aus den Startlöchern. Nun sollen nochmals die Umfeld- und Rahmenbedingungen geprüft werden, und die Eröffnung des Marktes wird hiermit weiterhin auf die lange Bank geschoben. Deshalb frage ich den Magistrat: Wann dürfen denn die Bewohner des nördlichen Bornheims, des Nordends, Preungesheims und anderer angrenzender Stadtteile mit der Eröffnung des Wochenmarktes an der Friedberger Warte endlich rechnen?

Antwort des Magistrats: Stadtrat Markus Frank: Herr Stadtverordneter Dr. Römer, meine sehr verehrten Damen und Herren! Für den Magistrat sind Märkte, insbesondere die Wochenmärkte, auch wichtige Kommunikationspunkte, an denen sich Menschen treffen, sich zu Hause fühlen und nahversorgen können. Insbesondere die Landwirtschaft legt großen Wert darauf, solche Verkaufsplätze zu haben. Die HFM, die Sie eben kritisiert haben, hat es geschafft, in den letzten Jahren 20 Wochenmärkte in der Stadt zu implementieren. Das ist eine große Zahl. Dazu haben wir zwei Markthallen, die organisiert werden, nämlich die Kleinmarkthalle und die Markthalle in Höchst, sowie weitere sechs Märkte, bei denen wir nicht selbst tätig sind, aber unterstützend gewirkt haben. Ich glaube, das ist schon einmal eine gute Leistung und damit wird deutlich, dass wir das Thema Märkte in unseren Stadtteilen sehr ernst nehmen. Gerade das Heimatgefühl, ich glaube darum geht es unseren Marktbetrieben, wollen wir unterstützen und dazu beitragen, dass sich Menschen in ihren Stadtteilen auf einem Markt treffen können. Aber durch die hohe Anzahl an Märkten, die wir geschaffen haben, haben wir ein Problem bei den Anbietern. Die Marktbetriebe legen sehr großen Wert darauf, dass wir auch qualitativ hochwertige Anbieter bekommen, am besten Direktvermarkter. Wir wollen nicht, dass sich irgendeiner einfach nur einen Wagen nimmt und irgendwelche Produkte verkauft. Wir legen allerhöchsten Wert darauf, dass qualitativ hochwertige Produkte aus der Region verkauft werden. Diesbezüglich wird es auf Anbieterseite immer schwieriger. Deshalb brauchen wir ein bisschen länger. Es ist vorgesehen, dass wir den Markt gemeinsam mit dem zuständigen Ortbeirat im Frühjahr implementieren werden. Ich glaube, das Frühjahr ist auch der richtige Zeitpunkt, weil gerade die Anfangszeit gut organisiert sein muss. Auf Antrag von Frau Loizides haben wir in Ginnheim den letzten Markt auf den Weg gebracht. Wir haben es leider auch schon erlebt, dass sich Märkte nicht durchsetzen konnten. Dann sagen andere wieder, ihr habt viel zu viele davon. Das glaube ich nicht. Märkte haben auch eine Nahversorgungsfunktion, aber die Qualität ist eben entscheidend. Im Frühjahr sind wir dann an der Friedberger Warte so weit, die Marktglocke läuten zu können. Dann freue ich mich, wenn Sie sich, Herr Dr. Römer, an qualitativ hochwertigen Marktständen auch versorgen können.

(Beifall) Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler: Die erste Zusatzfrage ist von Herrn Dr. Rahn. Bitte! Stadtverordneter Dr. Dr. Rainer Rahn, AfD: (Zusatzfrage) Herr Stadtrat Frank, Sie sagten eben, dass Sie bei diesen Märkten Wert auf Qualität legen. Das ist sehr gut. Welche rechtlichen Möglichkeiten haben Sie denn überhaupt, Einfluss auf diese Qualität zu nehmen? Stadtrat Markus Frank: (fortfahrend)

Na ja, die Hafen- und Marktbetriebe sind der Veranstalter dieser Märkte. Wir haben eine kleine Einheit an Spezialisten, die sich extrem gut mit den Anbietern auskennt. Es ist auch eine Frage der Ansprache und der Motivation, wen wir an welcher Stelle zu welchem Zeitpunkt haben. Da die meisten Märkte bevorzugt freitags und samstags stattfinden, muss man dort zahlreiche Absprachen treffen. Die Normalen, die Guten, die hoch Qualifizierten, davon können Sie ausgehen, haben mittlerweile schon die Möglichkeit, an verschiedenen Stellen in Frankfurt ihre Waren zu verkaufen. Jetzt geht es eben darum, das ist die Motivationsarbeit, den einen oder anderen dazu zu bekommen, dass er vielleicht noch den Bruder, Schwager oder Kollegen herausschickt und uns mit der gleichen Qualität versorgt, wie er das an anderer Stelle tut. Das machen die Marktbetriebe. Der zuständige Mitarbeiter ist da besonders qualifiziert, weil er über viele Jahre die einzelnen Landwirte, die wir ganz besonders unterstützen wollen, auch kennt und sie motivieren kann.

(Beifall) Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler: Die zweite Zusatzfrage kommt von Herrn Stadtverordneten Burcu von den GRÜNEN. Bitte! Stadtverordneter Taylan Burcu, GRÜNE: (Zusatzfrage) Herr Stadtrat, unweit der Friedberger Warte befindet sich der Gravensteiner-Platz, auf dem bereits seit einigen Jahren ein Wochenmarkt durchgeführt wird, der sehr gute Resonanzen hat und auch sehr gut besucht wird. Mir ist zu Ohren gekommen, dass dieser geplante Markt an der Friedberger Warte auch freitags stattfinden soll. Deswegen frage ich Sie, ob Sie das so bestätigen können, und wenn ja, wie Sie mit der Konkurrenzsituation umgehen wollen. Stadtrat Markus Frank: (fortfahrend)

Lieber Herr Burcu, das ist gerade unser Problem: Den einen kann es nicht schnell genug gehen, einen zusätzlichen Markt auf die Beine zu stellen, und die anderen sorgen sich um die Qualität der schon bestehenden Märkte. Deswegen ist es so wichtig, dass wir mit dem zuständigen Ortsbeirat, aber auch mit den Markthändlern Absprachen treffen, wer an welcher Stelle was anbietet. Ganz am Ende muss so ein Marktbeschicker auch motiviert werden, sehr früh am Morgen loszufahren, seinen Marktstand aufzustellen und seine Waren in höchster Qualität anzubieten. Wenn er am Ende des Tages seinen Kassenabschluss macht und traurig in die Kasse schaut, dann wird der Markt nicht lange Bestand haben. Deshalb ist die Planungssituation so wichtig. Deshalb müssen wir auch den Ortsbeirat mitnehmen, weil wir vom Ortsbeirat eben auch erwarten, dass er seinen Beitrag leistet und eben auch die Käuferinnen und Käufer zum Markt bringt. Insofern ist das schon eine Aufgabe, die wir gerne annehmen. Allein an der Anzahl der Märkte, die wir in den letzten Jahren geschaffen haben und von denen die allermeisten auch gut funktionieren, sehen Sie, dass dieser Prozess sehr gut klappt. Die Kritik, wir könnten das noch ein bisschen schneller machen, nehme ich gerne mit. Ich habe Ihnen aber auch dargelegt, warum nicht alles von heute auf morgen geht. Antragstellende Person(en): Stadtv. Bernhard E. Ochs

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 7. Dezember 2017 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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