Viele Maßnahmen der Stadt Frankfurt auf dem Weg zur Klimaneutralität sind ganz wesentlich auf eine große Anzahl von Hand
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Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt hat Maßnahmen zur Förderung des Handwerks und zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in den Bereichen Erneuerbare Energien und energetische Sanierung ergriffen. Ziel ist es, die Anzahl der Ausbildungsplätze zu erhöhen und die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Handwerk zu stärken, um die Klimaneutralität zu erreichen.
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Triebstraße — 4 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 18.09.2026.
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- Sonnenschutz und klimaresiliente Begrünung an öffentlichen Plätzen19.08.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Errichtung einer E-Ladeinfrastruktur am Parkplatz des Riedbades in Bergen-Enkheim18.05.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
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Neues zu Triebstraße per E-MailFrage an den Magistrat
Viele Maßnahmen der Stadt Frankfurt auf dem Weg zur Klimaneutralität sind ganz wesentlich auf eine große Anzahl von Handwerksunternehmen mit fachlicher Kompetenz in den Bereichen Erneuerbare Energien und Energetische Sanierung angewiesen.
Ich frage den Magistrat:
Konnten in der Vergangenheit im Rahmen des "Entwicklungsprogramms Frankfurter Handwerk" der Wirtschaftsförderung GmbH in den Bereichen Erneuerbare Energien und Energetische Sanierung erfolgreiche Strategien gegen den Fachkräftemangel entwickelt werden?
Antwort des Magistrats
Stadträtin Stephanie Wüst:
Sehr geehrte Frau Vorsteherin,
sehr geehrte Stadtverordnete,
sehr geehrte Frau Grote, ein herzliches Hallo an Sie in diesem Frankfurter Stadtparlament!
Das Handwerk ist wesentlicher Bestandteil des Wirtschaftsstandortes und trägt maßgeblich zum Gelingen von Klima- und Umweltschutz bei. Leider ist festzustellen, dass die Zahl an Bewerberinnen und Bewerbern, aber auch an Ausbildungsstellen in Frankfurt weiter sinkt. Der Magistrat ist deshalb in einem intensiven Austausch, sowohl mit der Handwerkskammer als auch mit den einzelnen Innungen. Das Entwicklungsprogramm "Frankfurter Handwerk" unterstreicht strategisch wichtige Bereiche der Zusammenarbeit des Magistrats mit dem Handwerk, und gemeinsam werden Zielvorgaben für das Handeln am Wirtschaftsstandort Frankfurt am Main benannt.
Das Entwicklungsprogramm umfasst sieben Handlungsfelder, darunter auch Fachkräftesicherung, Qualifizierung sowie Nachhaltigkeit und Umwelt. Über den Fortschritt in den einzelnen Handlungsfeldern berichten der Magistrat und die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main gegenseitig im jährlichen Handwerksgespräch, das ist die sogenannte Obermeistertagung, aber auch in verschiedenen anderen Gremien, in denen wir sehr aktiv mit dem Frankfurter Handwerk, aber auch mit anderen Arbeitgebern und vor allen Dingen mit den Gewerkschaften sehr, sehr eng zusammenarbeiten.
Darüber hinaus arbeitet die Wirtschaftsförderung aktiv mit der Handwerkskammer zusammen und adressiert Bedarfe in den Bereichen Fachkräfte, Energie und Nachhaltigkeit durch spezifische Unterstützungsangebote. Beispielsweise werden Ausbildungsmessen in den Stadtteilen unterstützt, Gewerbeschauen durchgeführt, wie jüngst in Bergen-Enkheim auf dem Triebstraßenfest, an dem über 30 Gewerbetreibende mitgewirkt haben und wo vor allen Dingen auch ein junges Publikum angesprochen werden konnte. Jährlich werden Wirtschaftstage in den Stadtteilen durchgeführt, auf denen wir die Gewerbetreibenden in den Stadtteilen gemeinsam mit Verbänden, Kammern und den Ortsbeiräten besuchen und über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen direkt bei den Betrieben sprechen und auch Ergebnisse und Maßnahmen festhalten. Auch die Frankfurter Ämter sind dort eingebunden, und wir konnten schon zahlreiche Bedingungen für die Gewerbetreibenden verbessern. In Zusammenarbeit mit dem Energiereferat werden außerdem Beratungen zu Förderprogrammen für betriebliches Umweltmanagement und Energieeffizienz durchgeführt. Darüber hinaus ist das Handwerk in den Masterplan Industrie eingebunden. Die Handwerkskammer ist an verschiedenen Projekten des Masterplans beteiligt, unter anderem eben auch an der Industriekampagne, die derzeit vorbereitet wird, und an der Machbarkeitsstudie Azubiwohnen.
Abschließend möchte ich noch auf die Initiative FFMöglichmacher hinweisen. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von Kammern, Verbänden und Gewerkschaften und wird maßgeblich von der Wirtschaftsförderung betreut. Wir brauchen die Fachkräfte in Frankfurt nicht nur zur Sicherung des Standortes, sondern eben auch für dessen Zukunftsfähigkeit, und mit der Plattform FFMöglichmacher werden erstmals passgenaue und übergreifende Informationen zu Anlauf- und Beratungsstellen online angeboten und Veranstaltungen zur Berufsorientierung in Handwerk und Industrie gebündelt. Auch die Unternehmen und Betriebe erhalten die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Wir haben schon zahlreiche Unternehmen aus diesen Bereichen hierfür gewinnen können.
Stadtverordnetenvorsteherin
Hilime Arslaner:
Danke schön, Frau Stadträtin! Es liegen zwei Zusatzfragen vor. Die erste Zusatzfrage ist von Herrn Ritter, die zweite von Herrn Müller. Herr Ritter, bitte!
Stadtverordneter Nathaniel Ritter, FDP:
(Zusatzfrage)
Herzlichen Dank, Frau Stadträtin, für die Beantwortung der Frage von Volt! Ich denke, der Königsweg, den Fachkräftemangel zu besiegen, ist auszubilden. Jetzt kenne ich als Student aber die Situation auf dem Wohnungsmarkt in Frankfurt, und ich gehe davon aus, dass es bei Azubis auch nicht anders sein wird. Gibt es denn Ergebnisse, die Sie uns mitteilen können, wie wir beim Thema Azubiwohnen weitergekommen sind?
Stadträtin Stephanie Wüst:
(fortfahrend)
Eine sehr gute Frage, aber zum falschen Zeitpunkt. Wir arbeiten wirklich ganz intensiv mit dieser Studie Azubiwohnen zusammen. Wir hatten diese Woche in der internen Arbeitsgruppe eine erste Vorstellung der Endergebnisse. Bei der Studie bleiben noch Fragen offen, die jetzt in die finale Beantwortung gehen sollen. Wir sind sehr gut im Zeitplan, und wie angekündigt - das hatten wir auch im Ausschuss für Wirtschaft, Recht und Frauen so gesagt - rechnen wir damit, Mitte Juni die ersten Ergebnisse vorstellen zu können. Ich möchte nicht zu viel versprechen, aber die Handlungsempfehlungen sind sehr umfassend. Wir blicken auf einige Beratungen in den Bereichen Wirtschaft und Handwerk und werden, glaube ich, gute Entscheidungen für den Handwerksstandort Frankfurt treffen können.
Vielen Dank!
(Beifall)
Stadtverordnetenvorsteherin
Hilime Arslaner:
Die zweite Zusatzfrage ist von Herrn Müller. Bitte!
Stadtverordneter Michael Müller, LINKE.:
(Zusatzfrage)
Ähnlich wie Kollege Ritter geht es mir auch um die Frage von Wohnungspolitik. Wie schätzen Sie es ein, Frau Dezernentin: Verschärft nicht der anhaltend hohe Mietspiegel in Frankfurt den Fachkräftemangel, weil ja nicht nur Azubis, sondern auch Facharbeiter sich das Leben in dieser Stadt kaum noch leisten können?
Stadträtin Stephanie Wüst:
(fortfahrend)
Ich glaube, gerade für die Auszubildenden - und um die geht es ja bei diesem Thema - ist das die Situation, und das zeigt auch die Studie, in die ich, wie gesagt, schon einmal hineinschnuppern durfte. Wir haben einen sehr hohen Bedarf an Wohnungen für Auszubildende. Er ist tatsächlich auch klar beziffert und befindet sich im dreistelligen Bereich. Wir nehmen an, dass die Ziffer viel höher sein könnte. Die Auszubildenden haben tatsächlich das Problem - anders als Studierende -, dass sie eben so etwas wie ein Ausbildungswerk nicht haben, weshalb wir uns ja ganz intensiv damit beschäftigen, unter anderem damit, mit welchen Vorschlägen zu Betreibermodellen wir in den Magistrat gehen können. Es gibt auch die Initiative der Koalition, einen Masterplan Handwerk zu entwickeln. Diese ersten Ergebnisse können bereits in diesen Masterplanprozess mit einfließen, und ich glaube, wir müssen schnelle Maßnahmen entwickeln und vor allen Dingen mit den Wohnungsgesellschaften eng zusammenarbeiten, um diese prekäre Situation, der die Auszubildenden gegenüberstehen, schleunigst zu entschärfen, sonst haben wir hier weiterhin ein großes Problem, was den Handwerksstandort angeht.
(Beifall)
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 5. Mai 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.