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Frage vom 16.02.2017, F 480 Die IHK warf dem Magistrat der Stadt Frankfurt "Deindustrialisierung" vor, weil sie zu wenige Gewerbegebiete ausweise und Gewerbeflächen für Wohngebiete überplane.
Ich frage den Magistrat: An welchen Stellen plant der Magistrat neue Gewerbegebiete, und welche Gewerbe sollen dort angesiedelt werden?
Antwort des Magistrats: Die Zurverfügungstellung geeigneter Flächen für expandierende Industrieunternehmen oder für neu anzusiedelnde Unternehmen ist ein Ziel des Masterplans Industrie. Die Flächenpolitik des Magistrats auch im gewerblich-industriellen Bereich basiert planungsrechtlich auf den Vorgaben des Regionalen Flächennutzungsplans. Darin werden unter anderem geplante gewerbliche Bauflächen im Frankfurter Stadtgebiet dargestellt. So etwa im Bereich nördliche der Heerstraße, Praunheim. Dort ist der Bebauungsplan B 696 im Verfahren, der die Voraussetzungen für ein Gewerbegebiet des produzierenden Sektors schaffen soll. Eine weitere Zuwachsfläche besteht nördlich der Lorscher Straße, Rödelheim. Hier ist bisher kein Bauleitplanverfahren eingeleitet worden. Gewerbliche Zuwachsflächen finden sich auch im Gewerbegebiet Sossenheim, für den bereits ein rechtskräftiger Bebauungsplan existiert. Mit Bebauungsplan gesichert wurden jüngst auch die Zuwachsfläche Kaiserlei Bebauungsplan - B 887, Inkrafttreten 10.11.2015 - und die Zuwachsfläche Alte Kläranlage Schwanheim - B 871 Inkrafttreten 16.07.2013. In bestehenden Gewerbegebieten gibt es teilweise zum Beispiel aufgrund von Bodenpreisentwicklungen, unzureichender infrastruktureller Erschließung oder unpassender Grundstückszuschnitte, so dass eine zielkonforme Nutzung der bestehenden Gewerbeflächenpotenziale, die angestrebte Innenentwicklung sowie die Vermarktung gewerblicher Flächen nur schwer zu erreichen sein dürfte. Die Zuwachsflächen südlich des Industrieparks Höchst wurden bisher noch nicht entwickelt. Mit der Erstellung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes und der Fortschreibung des Gewerbeflächenentwicklungsprogrammes werden weitere Zuwachsflächen und eine differenzierte Betrachtung der Zielgruppen in Industrie und Gewerbe geprüft sowie ein Handlungsrahmen für das Vorgehen bis zum Jahr 2030 entwickelt. Auch die Wirtschaftsförderung Frankfurt beteiligt sich am Integrierten Stadtentwicklungskonzept, mit dem verschiedene räumliche Szenarien und Strategien der Innen- und Außenentwicklung federführend vom Stadtplanungsamt erstellt und mögliche geeignete Gebiete aufgezeigt werden. Antragstellende Person(en): Stadtv. Oliver Wurtz
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 16. Februar 2017 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.