Die ABG Frankfurt Holding hatte mit dem Bau einer Kita für das Neubaugebiet „Westrand/Ohlenstück“ geworben. Dies war für
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Zusammenfassung
Die ABG Frankfurt Holding hat mit dem Bau einer Kita im Neubaugebiet Westrand/Ohlenstück geworben, jedoch wird diese nicht errichtet, was zu einer unzureichenden Betreuungssituation für zuziehende Familien führt. Der Magistrat plant, eine neue Kita im Neubaugebiet südlich am Riedsteg zu errichten, um den zukünftigen Bedarf zu decken.
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Am Ohlenstück — 4 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 14.08.2026.
- Errichtung einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit Spielplatz auf dem städtischen Gelände Am Ohlenstück, Nieder-Erlenbach14.08.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Winterdienst für rückwärtig liegende Bereiche der Grundstücke Egerländer Straße und Feldbergblick27.07.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Einbau einer Hülse für ein SpeedDisplay28.10.2025 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
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Neues zu Am Ohlenstück per E-MailFrage an den Magistrat
Die ABG Frankfurt Holding hatte mit dem Bau einer Kita für das Neubaugebiet "Westrand/Ohlenstück" geworben. Dies war für viele Familien ausschlaggebend, dort zu bauen. Wie sich jetzt herausstellt, wird die ABG jedoch keine neue Kita im Baugebiet errichten. Das hat für die Betreuungssituation der zuziehenden Kinder und deren Eltern fatale Folgen, da auch die umliegenden Kitas den Mehrbedarf nicht decken können. Diese Situation ist ein weiteres Beispiel dafür, dass immer wieder Neubaugebiete ohne die dafür notwendige Infrastruktur errichtet werden. Ich frage den Magistrat: Warum wirbt die ABG erst mit dem Bau einer Kita und lässt dann die Eltern und Kinder im Stich?
Antwort des Magistrats
Der Magistrat kann die Verärgerung der Familien über die Auskünfte der ABG Frankfurt Holding zum Bau einer Kindertageseinrichtung im Neubaugebiet Westrand/Am Ohlenstück in Nieder-Erlenbach natürlich nachvollziehen. Die von der ABG gegebene Auskunft entspricht aber schon seit längerer Zeit nicht mehr den Tatsachen. In dem geplanten Neubaugebiet am Westrand in Nieder-Erlenbach wurde im Bebauungsplan eine Fläche für Gemeinbedarf/Kita festgelegt. Dieser Kita-Neubau sollte den Mehrbedarf aus dem Neubaugebiet, überwiegend aber den seinerzeit bestehenden Fehlbedarf an Kinderbetreuungsplätzen im gesamten Ortsteil Nieder-Erlenbach abdecken. Im Jahr 2011 hat sich die Versorgungssituation so zugespitzt, dass vonseiten der Jugendhilfeplanung für Kindertageseinrichtungen der Stadt Frankfurt der Kita-Neubau Westrand Nieder-Erlenbach vorgezogen wurde. Da das Grundstück im geplanten Neubaugebiet zu dieser Zeit aber noch nicht erschlossen war, war der Bau einer Kita dort nicht möglich. Es wurde ein Ausweichstandort gesucht und in der Straße An der Obermühle 10 gefunden. Auf diesem städtischen Grundstück wurde ab 2011 der Bau einer fünfgruppigen Kita, als Ersatzbau für die Kita Westrand, geplant. Zum 01.09.2013 konnte in dem Kita-Neubau An der Obermühle 10 der Betrieb aufgenommen werden. Seitdem betreibt der Träger BVZ An der Obermühle 10 die Kita Mühleninsel. Für diesen Kita-Neubau wurden die im städtischen Haushalt eingestellten Investitionsmittel für die Kita Westrand verwendet. Die Versorgung mit Kita-Plätzen in Nieder-Erlenbach ist zurzeit ausreichend. Im Bereich der Angebote für Kinder unter drei Jahren stehen 51 Plätze in Krippen/Krabbelstuben zur Verfügung, darüber hinaus 13 Plätze in der Kindertagespflege. Mit diesen insgesamt 64 Plätzen wird zum Stand 01.07.2021 in Nieder-Erlenbach ein Versorgungsgrad von 54 Prozent erreicht - Versorgungsziel = 50 Prozent. Das Versorgungsziel ist damit erreicht beziehungsweise bereits überschritten. Im Bereich der Angebote für Kindergartenkinder, drei bis sechs Jahre, stehen 166 Plätze in Kindergärten zur Verfügung. Damit wird zum Stand 01.07.2021 in Nieder-Erlenbach ein Versorgungsgrad von 99 Prozent erreicht, Versorgungsziel = 100 Prozent. Das Versorgungsziel ist damit nahezu erreicht, zur Vollversorgung, 100 Prozent, fehlt lediglich ein Platz. Im Bereich der Angebote für Grundschulkinder stehen 103 Plätze in Horten zur Verfügung, darüber hinaus 79 Plätze in der Erweiterten Schulischen Betreuung an der Schule am Erlenbach. Mit diesen insgesamt 182 Plätzen wird zum Stand 01.07.2021 in Nieder-Erlenbach ein Versorgungsgrad von 96 Prozent erreicht, Versorgungsziel = 65 Prozent. Das Versorgungsziel ist damit bereits weit überschritten. Zu einer Vollversorgung, 100 Prozent, fehlen nur sieben Plätze. Der Grundschulbezirk Schule am Erlenbach zählt damit zusammen mit der August-Gräser-Schule, Schwanheim, und der Hellerhofschule, Gallus, zu den bestversorgten Schulbezirken in Frankfurt. Der städtische Durchschnitt bei der Versorgung mit Betreuungsplätzen für Grundschulkinder beträgt aktuell 60 Prozent. Die Aussage der Mitarbeitenden in den bestehenden Einrichtungen in Nieder-Erlenbach, dass der Bedarf ständig ansteige, können wir nicht bestätigen. Die Versorgung in Nieder-Erlenbach ist überdurchschnittlich, die Kinderzahlen gehen seit zwei Jahren, wie nahezu überall in Frankfurt, zurück. Im Wohnungsneubaugebiet Westrand sind 84 neue Wohneinheiten vorgesehen, in einem weiteren Neubaugebiet in Nieder-Erlenbach, südlich Am Riedsteg, Bebauungsplan Nr. 908, weitere circa 360 Wohneinheiten. Für den Bedarf aus diesen Wohnungsneubauvorhaben, zusammen circa 450 Wohneinheiten, wird eine neue Kindertagesstätte im Neubaugebiet südlich am Riedsteg entstehen. Die Einrichtung wird für vier Gruppen geplant, zwei Gruppen für Kinder unter drei Jahren mit insgesamt 24 Plätzen und zwei Kindergartengruppen mit insgesamt 42 Plätzen. Hierfür stehen bereits Planungsmittel zur Verfügung. Damit werden die zukünftigen Mehrbedarfe in Nieder-Erlenbach abgedeckt. Dem Magistrat ist jedoch bewusst, dass die neu nach Nieder-Erlenbach ziehenden Familien in Sorge sind, ob sie vor Ort einen Kitaplatz erhalten werden. Er empfiehlt den betroffenen Eltern, ihre Kinder im KindernetFrankfurt für die Einrichtungen in Nieder-Erlenbach vorzumerken. Sollten tatsächlich Mehrbedarfe entstehen, ist mit den Trägern der größeren Einrichtungen in Nieder-Erlenbach, BVZ und Kita Frankfurt, vereinbart, bis zur Realisierung des Kita-Neubaus südlich Riedsteg, gegebenenfalls durch Überbelegungen den Bedarf zu decken, eventuell auch durch Öffnung einer weiteren Gruppe.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 2. Dezember 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.